Hochwasser schwächt Tourismus in Bayern

Veröffentlicht: Juli 6, 2013 von fluthelfer in Bayern

Langer Winter, kaltes Frühjahr und schließlich die Hochwasser-Katastrophe: Bayerns Ferienregionen haben es in der ersten Jahreshälfte nicht leicht. In Oberbayern retten Wintersportler die Bilanz – Ostbayern trifft es besonders hart.

Der Winter zu lang, das Frühjahr zu kalt, über Ostern Regen – und dann kam das Hochwasser: Wegen des schlechten Wetters zieht der Bayerntourismus für das erste Halbjahr 2013 eine durchwachsene Bilanz. In den ersten vier Monaten des Jahres nahmen die Übernachtungszahlen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums bayernweit zwar um 1,1 Prozent zu – dies lag aber einzig an einem Zuwachs in Oberbayern um 4,6 Prozent. In allen anderen Regierungsbezirken gingen die Zahlen nach unten.

In den Wanderregionen Oberbayerns, wo Sonne und angenehme Temperaturen lange auf sich warten ließen, seien viele Urlauber lieber gleich in südlichere Länder gefahren, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die endgültigen Zahlen für Mai, den Hochwassermonat Juni sowie den Juli stehen erst im August fest.

In Oberbayern hatte der lange Skiwinter die Bettenbilanz gerettet. „Die Saison startete bereits früh im Dezember und bot mit Neuschnee an Ostern bis in den April hinein hervorragende Pistenbedingungen“, hieß es vom Wirtschaftsministerium.

Bei Buchungen aus dem Ausland erwartet die Behörde einen Rückgang von neun bis zehn Prozent. Die Stornierungen träfen auch Hotels, die nicht vom Hochwasser betroffen waren oder deren Schäden bereits repariert seien.

Urlaubsstimmung in Ostbayern lässt auf sich warten

Vor allem im vom Hochwasser schwer getroffenen Ostbayern ist die Situation prekär: „Es ist bei diesem Wetter keine rechte Urlaubsstimmung aufgekommen“, sagte Monika Mirosavljevic vom Tourismusverband Ostbayern. Die Flutkatastrophe habe den Eindruck erweckt, als sei es überhaupt nicht möglich, nach Ostbayern zu reisen. „Es kam zu zahlreichen Stornierungen.“

In Franken ging es mit dem Tourismus genauso auf und ab wie mit dem Wetter. „Der Jahreswechsel war zu warm, im Februar herrschte strenger Frost – beides sind keine guten Bedingungen für Kurzreisen, die bei uns in Franken eine große Rolle spielen“, berichtete Olaf Seifert, Geschäftsführer des Tourismusverbands. Zwar habe man bis Ende April bei den Übernachtungen an das gute Vorjahresergebnis anknüpfen können – dann habe der kalte Mai die Bilanz aber verhagelt. „Der Ausflugsverkehr ist fast komplett weggefallen.“

Quelle: mittelbayerische.de

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