Hochwasser fließt ab, kein Mittel gegen Mücken

Veröffentlicht: Juli 4, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Chemische Mittel gegen Mücken sind in Deutschland nicht zugelassen. Die aktuelle Hochwasserwelle verlässt Sachsen-Anhalt langsam. Der Pegel in Tangermünde liegt noch immer bei über fünf Metern. Normal ist hier ein Wasserstand von zwei Metern.

Die Mückenplage in den Flutgebieten in Sachsen-Anhalt lässt sich nicht schnell eindämmen. „Chemische Mittel zur kurzfristigen und großflächigen Bekämpfung von Mücken sind in Deutschland nicht mehr zugelassen, so dass schnell wirksame Maßnahmen in der jetzigen Akutphase nicht möglich sind“, heißt es in einer Mitteilung der Staatskanzlei vom Mittwoch. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU), Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) und Vertreter des Städte- und Gemeindebundes hatten sich wegen des Stechmücken-Problems in der Staatskanzlei getroffen. Eine wirkungsvolle Mückenbekämpfung in Überschwemmungsgebieten sei nur langfristig möglich, hieß es.

Der neue Hochwasser-Scheitel der Elbe bewegt sich unterdesselangsam aus Sachsen-Anhalt heraus. Am Pegel in Tangermünde (Landkreis Stendal) gehe das Wasser wieder leicht zurück, teilte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz am Mittwoch mit. Dennoch gilt noch immer die Hochwasser-Alarmstufe 1. Die Elbe erreichte dort am Morgen einen Wasserstand von 5,36 Metern. Für den Abend werden 5,25 Meter erwartet. Der normale Stand liegt bei 2,95 Metern. Im brandenburgischen Wittenberge an der Grenze zu Sachsen-Anhalt steige das Wasser dagegen noch leicht. Die Elbe stand dort am Mittwochmorgen bei 5,26 Metern. Für den Abend erwarten die Experten einen Höchststand von 5,30 Metern. Die normale Wasserhöhe liegt bei 2,76 Metern.

Als letzter Landkreis in Sachsen-Anhalt gilt im Salzlandkreis einen Monat nach der Ausrufung noch immer der Katastrophenfall. Hauptsächlich die Stadt Barby sei noch immer von den Folgen des Hochwassers betroffen, wie der Katastrophenstab des Landkreises mitteilte. Die Notunterkünfte seien aber seit etwa einer Woche aufgelöst. Allerdings konnten noch längst nicht alle Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. So müssen etwa 105 Bewohner auf die Rückkehr in ihr evakuiertes Pflegeheim in Bernburg warten. Die Sanierung des Heims werde noch bis August dauern. Bis dahin seien die Bewohner in anderen Pflegeheimen untergebracht worden.

Quelle: mz-web.de

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