Archiv für Juli 3, 2013

Jede helfende Hand wird benötigt

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Elbe

Das Hochwasser ist abgeebbt, jetzt müssen kilometerlange Schutzfolien und mindestens eine halbe Million Sandsäcke auf den Elbdeich längst von Dömitz und auf den Dämmen und Hochwasserschutzmauern rund um Heiddorf und Neu Kaliß geräumt werden. „Uns bleibt keine Zeit. Die Sandsäcke und Folien müssen von den Deichen, sonst stirbt die Grasnarbe ab. Auch das kann katastrophale Auswirkungen auf die Deiche mit sich bringen“, weiß der Amtsvorsteher Dömitz-Malliß, Burkhard Thees. Er ist gleichzeitig der Leiter des Hochwasserabwehr-stabes für den Amtsbereich. Gestern traf er sich mit der Dömitzer Bürgermeisterin Renate Vollbrecht und der Leitenden Verwaltungsbeamtin Iris Weber, um das „Sandsackräumen“ für das Wochenende auf den Weg zu bringen.

„Die Grundvoraussetzung, wie auch für das Abwehren des Hochwassers, sind jede Menge freiwillige Helfer“, hofft Thees eben auf solche vielen hilfsbereiten Menschen. „Wir bieten Essen und Trinken auf, damit niemand über seine Maßen Kräfte verliert, auch wenn diese Aktion sicherlich an den Kräften zehren wird“, wirbt der Amtsvorsteher für Lust am Aufräumen. Wer beim Sandsackräumen zum Helfen mit dabei sein möchte, der soll sich wenn möglich bereits ab kommenden Freitag um 14 Uhr in Heiddorf beim Netto-Markt einfinden. Von dort aus werden die Helfer zu den Einsatzorten beordert. Der Einkaufsmarkt ist dann auch Sonnabend ab 8 Uhr zentraler Treffpunkt für weitere Einsätze entlang der ehemaligen Hochwasserbrennpunkte.

Für den Bereich Dömitz benötigt Bürgermeisterin Vollbrecht selbstverständlich ebenfalls jede hilfreiche Hand. Und das so schnell wie möglich. Der Ausgangspunkt für das große Aufräumen am Deich ist der Dömitzer Hafen bereits am Donnerstag ab 8 Uhr. Ebenfalls tags darauf am Freitag und am Sonnabend ab 8 Uhr werden dort eingewiesene Kräfte bereitstehen, um die hoffentlich vielen Helfer auf den Weg zu den Einsatzorten zu schicken.

Seit gestern ruft auch das Landratsamt und die Amtsverwaltung Dömitz-Malliß intern zum Helfereinsatz auf. „Ich bin mir sicher, dass von uns viele Kollegen und Kolleginnen diesem Aufruf folgen werden“, ist Fachbereichsleiter Ronny Schult vom Amt Dömitz-Malliß zuversichtlich und guten Mutes.

Für einen speziellen Einsatz wurde eine Spezialfirma an den kurz vor der Flut aufgeschütteten Hochwasserschutzwall am Netto-Markt in Heiddorf beordert. Dort musste auf ganzer Länge ausgelegte Schutzfolie und Massen an Sandsäcken vorsichtig vom Dammkörper aufgenommen werden, informiert Thees. „Da diese Firma auch den Wall aufgeschüttet hat, war dies die optimalste Art und Weise für das Wegräumen“, meinte Thees. „Die Kosten dafür werden wir wohl alleine zu bezahlen haben.“

Nach Einschätzungen des Amtsvorstehers werden die Aufräumarbeiten sicherlich über das kommende Wochenende hinaus andauern. Doch mit den Einsätzen der freiwilligen Helfer, sicherlich erneut mit Unterstützung vieler, vieler Feuerwehrkameraden und auch Vereinigungen und Anliegern der Wasserstraßen dürfte das Gros von den Deichen und Dämmen verschwunden sein, so Thees. Die Sandsäcke werden später vom Sand entleert wieder zentral deponiert, der Sand zu den Entnahmestellen wieder abgefahren. Eine Kontamination des Sands mit gesundheitsgefährdeten Stoffen schließt Thees aus.

Jeder Helfer ist also herzlich willkommen an den ehemaligen Brennpunkten des jüngsten Jahrhunderthochwassers. Einen Tipp sollte jeder Helfer beherzigen, der es dort länger aushalten will: Ist es warm und windstill, ist die Mitnahme vom Mückenschutz eine nützliche Hilfe. Denn die Plagegeister sind in der Population in den nassen Gebieten förmlich explodiert und wollen möglichst lange überleben.

Quelle: svz.de

Riesen Verwüstung und erste Hoffnung

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Wittenberge

Mit Gabelstaplern und allerlei Gartengerät rückten die ESV-Sportler am Sonntag ihrem derzeit härtesten Gegner zu Leibe – den Flutschäden. Fast 70 Helfer hatten sich auf dem Gelände versammelt, um Mutterboden auszubringen, zu planieren, Sandsäcke zu entleeren und neues Gras anzupflanzen, denn bereits im September steht die 125-Jahr-Feier des Vereins vor der Tür, die mit einem großen Sportfest an eben genau jener Stelle über die Bühne gehen soll. Doch sind bis dahin noch einige Arbeitsstunden nötig.

„Das Hauptproblem ist, dass von Seiten des Landkreises noch keine Bewegung passiert ist. Deshalb wollen wir mit unserer Arbeit den Anstoß geben, dass etwas passiert“, erzählte der Vorstandsvorsitzende Armin Gutsche. Überhaupt ist es ihm zu verdanken, dass an diesem Tage auch schwere Maschinen zum Einsatz kommen. „Wohl dem Verein, der über so einen Vorsitzenden mit dieser Technik verfügt“, war an diesem Vormittag vermehrt zu hören. Doch dass der geschätzte Schaden von 150 000 Euro nicht allein vom Verein beglichen werden kann, liegt auf der Hand.

Und dies muss er auch nicht. „Die Schäden sind ja größtenteils im Zuge des Deichverteidigung entstanden und die Kosten des Rückbaus auch durch den Landkreis zu tragen“, erläutert Gutsche. Vor allem die Baustraße hat das Gelände beschädigt. Dies wurde auch schon vom Landkreis aufgenommen, der sich auch direkt am Montagmorgen beim Vereinsvorsitzenden meldete. „Ab Mittwoch wird offiziell zurückgebaut, das wurde von der Stadt festgelegt und dementsprechend auch die bisherige Arbeit vergütet“, erklärte der Vorsitzende. Doch dies war am Sonntag noch nicht abzusehen, als die Sportler loslegten und etwa 40 Prozent des Vorplatzes in Ordnung brachten.

Am kommenden Sonntag geht es dann gleich weiter. Dann steht der übrige Teil im Mittelpunkt. Und dass alles nicht schnell genug angepackt werden kann, ist vor dem Hintergrund des Jubiläums allen klar. Ein Ausweichen auf einen neuen Platz käme ohnehin nicht in Frage, so der Vorstandsvorsitzende. „Denn die Plätze in Breese oder Weisen sind ebenfalls zerstört“, so Gutsche. Und dies ist nach der neuesten Entwicklung auch gar nicht mehr nötig. „Die Rückbauarbeiten vor dem Vereinsgebäude sind ein Glück für uns, jetzt müssen wir nur noch das Umfeld ordentlich gestalten. Damit steht dem Sportfest nichts mehr im Wege“, blickt der Vorsitzende zuversichtlich auf den 7. September voraus und ruft alle ESV-Freunde auf, am Sonntag auf das Gelände zu kommen und zu helfen.

Quelle: svz.de

Die Deichberaterin – ein neues Berufsbild

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Mehrmals am Tag traf sich  der Katastrophenstab des Landkreises Lüchow-Dannenberg während des Katastrophenalarms. Dann ging es darum, die neuesten Entwicklungen zum Elb-Hochwasser zu besprechen. Mit dabei war auch Miriam Glinka. Die 29-Jährige ist eine der wenigen technischen Beraterinnen für Deichverteidigung und Hochwasserschutz beim Technischen Hilfswerk (THW). Es war ihr erster großer Einsatz.

Experten prüfen Zustand der Deiche

Seit Montag 10.6.13  war die sonst in Lehrte (Region Hannover) stationierte Glinka im Überschwemmungsgebiet. Dort begutachtete sie gemeinsam mit sieben anderen Fachberatern Gefahrenstellen an den Deichen. „Die Beurteilung von Sickerstellen hier vor Ort ist eine ganz andere als in der Theorie oder in Übungen, da die Gegebenheiten so unterschiedlich sind“, sagt sie. Deshalb stand ihr auch immer ein erfahrener Kollege zur Seite.

Einstieg über Lehrgänge und Weiterbildungen

„Schon immer habe ich mich für das Thema Deichverteidigung interessiert. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Einsatzoptionen des THW“, sagt die 29-Jährige, die bemerkenswerterweise bereits seit 20 Jahren in der Katastrophenschutzorganisation aktiv ist. Nach einem Lehrgang und einer Weiterbildung ist sie nun geschulte Deichverteidigerin. Direkt vor dem Hochwasser absolvierte Miriam Glinka, die auch selbst Kräfte von Feuerwehr oder Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in der Deichverteidigung ausbildet, eine weiterführende Schulung.

Überzeugungskraft ist wichtiges Handwerkszeug

Vor Ort zeigte sich, dass Glinka neben Messbecher und Zollstock vor allem eines braucht: Fingerspitzengefühl und Überzeugungskraft. Nur so konnten Krisenstab und Einsatzkräfte optimal zusammenarbeiten.

Quelle: ndr.de

Mit der Übergabe eines neuen Rheinpolders bei Römerberg (Rhein-Pfalz-Kreis) ist das achte von insgesamt zehn geplanten Hochwasser-Rückhaltebecken in Rheinland-Pfalz offiziell fertiggestellt. „Die jüngste Hochwasserkatastrophe in Deutschland hat deutlich gemacht, wie wichtig es ist, auf solche Naturereignisse vorbereitet zu sein“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) bei der Übergabe am Donnerstag laut Mitteilung.
Der Polder Mechtersheim fasst 3,6 Millionen Kubikmeter Wasser. Das 23 Millionen Euro teure Rückhaltebecken wurde vom Land zusammen mit dem Bund und dem Land Hessen finanziert. Bisher hat Rheinland-Pfalz 900 Millionen Euro für Polder, Renaturierung und Deiche ausgegeben.
Quelle: focus.de
Nach dem Hochwasser der vergangenen Wochen hat am Rhein bei Breisach (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) der Bau eines Regenrückhaltebeckens begonnen.
Es kann bei steigendem Wasserstand mit bis zu 9,3 Millionen Kubikmeter Wasser auf einer Fläche von 505 Hektar gefüllt werden, sagte Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) beim Spatenstich am Donnerstag. Die Bauzeit werde voraussichtlich sechs Jahre betragen. Durch eine Überflutung der Rückhaltefläche werde der Rhein bei Hochwasser entlastet. So könne verhindert werden, dass er über die Ufer trete und die Wassermassen Schäden anrichteten.
Quelle: focus.de

Nach Kälte und Hochwasser sprießt wieder Gemüse

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Bayern
Nach Kälte, Dauerregen und Hochwasser kommen die bayerischen Bauern langsam wieder auf einen grünen Zweig. Das Wetter hatte unter anderem den Gemüsebauern zu schaffen gemacht, einige konnten nichts ernten. Doch am Dienstag gab der Bayerische Bauernverband Entwarnung: Es gebe wieder frisches Gemüse. Der Engpass sei überwunden, sagt Michael Brückner, Vorsitzender des Gemüseerzeugerverbandes Knoblauchsland.
Auf den Feldern des Gemüseanbaugebietes in dem Städtedreieck zwischen Nürnberg, Fürth und Erlangen sprieße es wieder. „Der Saisonverlauf hat sich wieder normalisiert“, sagte Brückner. Die Gegend ist das größte Anbaugebiet für frisches Gemüse in Bayern. Etwa 190 landwirtschaftliche und gärtnerische Betriebe bewirtschaften dort rund 2100 Hektar Nutzfläche. 1000 Hektar davon sind reine Gemüseanbaufläche. Hauptkulturen sind Salat, Kraut, Lauch, Sellerie, Spargel, Rettich, Gurken und Tomaten sowie viele für Bayern untypische Gemüsesorten wie Artischocken und Melonen.
Quelle: focus.de

Filmnächte am Elbufer bauen nach Hochwasser Bühne wieder auf

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Dresden
Die Dresdner Filmnächte am Elbufer bauen nach dem neuerlichen Hochwasser in der Vorwoche ihre Bühne wieder auf. An diesem Donnerstag soll es mit einem Konzert von Mark Knopfler endlich losgehen.
„Es reicht langsam allen mit dem Regen und dem Wasser, und ich bin mir sicher, dass uns da alle Dresdner nur zustimmen können“, sagte Pressesprecherin Viktoria Franke am Dienstag. Das Sommerkino hofft nun auf reichlich Zuspruch, um zusätzliche Kosten aufzufangen. Ursprünglich sollte Peter Maffay am vergangenen Freitag den Auftakt bestreiten. Die Bühne musste wegen eines neuen Hochwassers aber wieder abgebaut und das Konzert in die Messe verlegt werden. Die Filmnächte bezifferten den Aufwand auf 100 000 Euro. Das Sommerkino- und Konzertfestival unter freiem Himmel war zum wiederholten Mal ein Opfer der Fluten geworden.
Quelle: focus.de

Hochwasser hinterlässt kaum Giftstoffe in Gera

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Thüringen
Im besonders vom Juni-Hochwasser betroffenen Gera sind kaum Giftstoffe in die überschwemmten Böden geraten. Wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte, ergaben die bislang untersuchten Flächen keine Überschreitungen der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Auch habe es in den „gegenwärtig vorhandenen chemischen Analysen“ keine Schadstoffeinträge durch ausgelaufene Heizöltanks gegeben. Die Bodenuntersuchungen seien aber noch nicht abgeschlossen, hieß es.
Die Weiße Elster war Anfang Juni in Gera über die Ufer getreten, so dass mehrere Stadtteile unter Wasser standen. In Thüringens drittgrößter Stadt galt deswegen Katastrophenalarm. Die Schäden werden inzwischen auf rund 30 Millionen Euro beziffert.
Quelle: focus.de
Mit einer Plakataktion in fünf deutschen Städten bedankt sich Sachsen-Anhalt bei seinen Hochwasser-Helfern – und will gleichzeitig den Tourismus wieder ankurbeln. Nach Angaben einer Sprecherin des Wirtschaftsministeriums sind viele Sommergäste durch die Berichte über das Hochwasser abgeschreckt worden. Unter dem Motto „Sachsen-Anhalt sagt: Danke!…und ist gerade jetzt eine Reise wert“ sollen die Poster wieder mehr Gäste in das Bundesland locken.
Am Montag enthüllten Industriekletterer in Anwesenheit von Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) in Berlin ein 140 Quadratmeter großes Riesenposter. Am selben Tag wurde die Werbekampagne auch in Dortmund gezeigt. Bereits am Freitag war das erste Plakat in Essen enthüllt worden. Weitere Aushänge sind in den Innenstädten von Düsseldorf und Köln geplant. Zudem sollen 114 kleinere Plakate für das Land werben.
Quelle: focus.de

Voß will Gesetz für Hochwasser-Hilfsfonds noch im Juli

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Thüringens Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) will noch vor der Sommerpause ein Gesetz für einen Hilfsfonds nach der Flutkatastrophe. Dazu beschloss die Landesregierung einen entsprechenden Entwurf für das Aufbauhilfefondsgesetz, das in der kommenden Woche in den Landtag eingebracht und verabschiedet werden soll. Auszahlungen seien dann vom 12. Juli an möglich, betonte Voß am Dienstag in Erfurt. „Wir sind es den Menschen schuldig, dass wir nicht erst in den Urlaub gehen“

Voß rechnet mit rund 200 Millionen Euro für die Beseitigung der Flutschäden im Freistaat, von denen 50 Millionen Euro bereits durch die Soforthilfe finanziert wurden. 150 Millionen Euro sollen durch die Mittel für die Wiederaufbauhilfe aus dem entsprechenden Fonds des Bundes nach Thüringen fließen. Mit dem Landesgesetz könne ein Nachtragshaushalt vermieden werden. Auch wolle er Rechtssicherheit, sagte Voß.

Quelle: focus.de

Verband sieht Tourismussaison durch Hochwasser nicht verloren

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Dresden

Dresden. Das Juni-Hochwasser und seine Folgen belasten nach Angaben des Landestourismusverbandes Sachsen die gesamte Saisonbilanz 2013. „Aber noch ist nicht alles verloren“, sagte Präsident Andreas Lämmel am Mittwoch in Dresden. Konkrete Angaben dazu seien erst im Winter möglich. „Das Hochwasser ist weg, es gibt natürlich Schäden an der Infrastruktur, aber alle Urlaubsregionen können bereist werden“, betonte Lämmel. Von der Flut betroffene Gastgeber versuchten, die Zahl der Stornierungen so gering wie möglich zu halten. Andere machten provisorisch auf und verlegten die Generalsanierung in den Winter, berichtete Lämmel.

 

„Einschränkungen werden mit Kreativität und Initiative umschifft“, sagte er. Das erste Quartal sei trotz schlechter Witterung mit 1,3 Millionen Gästen und 3,4 Millionen Übernachtungen besser als im Rekordjahr 2012 gewesen. „Nach dem Hochwasser nun ist es wichtig, entsprechend Gas zu geben.“

 

Abgesehen von der Natur hätten Betriebe auch Probleme damit, Fachkräfte zu gewinnen. Laut den Zwischenergebnissen einer aktuellen Analyse kann jedes zweite Unternehmen offene Stellen nicht besetzen, erläuterte Lämmel. „Es gibt mittlerweile zu wenig Interessenten.“ Dabei sei bedenklich, dass nur ein Viertel der Befragten selbst ausbilde. „Wir müssen die Branche attraktiv für junge Menschen machen.“ Nötig seien auch Arbeitszeitmodelle für Familien und ältere Mitarbeiter. (dpa)

Quelle: sz-online.de

150.000 Euro für Hochwasser-Opfer gespendet

Veröffentlicht: Juli 3, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Die Branche zeigt Solidarität mit den Opfern der Hochwasserkatastrophe: 150.000 Euro an Spenden sind bisher im Hochwasser-Hilfsfonds des Sozialwerk des Deutschen Buchhandels eingegangen (Stichtag: 2. Juli). Unter den Spendern seien vor allem Buchhandlungen und Verlage, aber auch etliche Privatpersonen, teilt der Börsenverein mit.

„Die Hilfsbereitschaft in der Branche ist überwältigend“, sagt Ingrid Mäusle, Geschäftsführerin des Sozialwerks des Deutschen Buchhandels. „Spenden kamen von kleinsten Buchhandlungen bis hin zu großen Verlagen. Und es gehen immer noch weitere ein.“

Größtenteils wurden Kleinbeträge in Höhe von 10 bis 30 Euro gespendet. Einige Branchenvertreter stellten größere Summen zur Verfügung: 50.000 Euro kamen etwa von den Gesellschaftern von KNV und KNO VA, 20.000 Euro von der Osianderschen Buchhandlung, 10.000 Euro vom Verlag C.H. Beck. Einzelne Buchhandlungen haben angeboten, Ladeneinrichtung abzugeben.

Bis Mitte Juli haben geschädigte Buchhändler noch die Möglichkeit, sich beim Sozialwerk oder ihrem Landesverband zu melden. Danach beginnt das Sozialwerk in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden mit der Verteilung der Spenden.

Für eine Schadensmeldung oder Fragen steht Ingrid Mäusle vom Sozialwerk des Deutschen Buchhandels zur Verfügung, Tel. 069 / 1306 – 239, E-Mail: maeusle@boev.de

Das Sozialwerk freut sich über weitere Spenden

Sozialwerk des Deutschen Buchhandels
Konto-Nr. 351 555
Frankfurter Sparkasse BLZ 500 502 01
Stichwort „Hochwasser“.

Quelle: boersenblatt.net

Das Hochwasser in Bayern und Sachsen hat viele Landwirte ihrer Existenz beraubt. Nun hat die EU-Kommission eine Hilfe in Höhe von 600 Millionen Euro genehmigt. Doch das Geld wird wahrscheinlich nicht vollständig ausgegeben werden.
Deutsche Bauern können nach dem verheerenden Hochwasser mit bis zu 600 Millionen Euro an Nothilfen rechnen. Die EU-Kommission genehmigte am Dienstag die deutschen Hilfsgelder. Die Länder und die Bundesregierung stemmen jeweils die Hälfte der Summe, erläuterte das Bundeslandwirtschaftsministerium. Das Geld soll im laufenden und im kommenden Jahr fließen. Die Unterstützung an die Landwirte gilt als Staatshilfe und bedarf deshalb der Genehmigung der EU.

„Damit haben die Länder nun die Möglichkeit, unverzüglich mit der Auszahlung der Mittel zu beginnen“, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner. „Es ist wichtig, dass jetzt schnell denen geholfen wird, die es nötig haben.“

Das Geld wird wohl nicht ganz ausgegeben werden

Dass die ganze Summe ausgeschöpft wird, ist nach Angaben des Berliner Ministeriums unwahrscheinlich. Derzeit hätten die Landwirte Schäden von rund 400 Millionen Euro gemeldet. Davon entfielen die Löwenanteile von jeweils 117 Millionen Euro auf Bayern und Sachsen-Anhalt. „Wir schließen nicht aus, dass die Schadenssumme noch steigt“, sagte ein Sprecher. Schließlich fließe das Wasser derzeit noch ab.

Die Hilfen für Land-, Forst- und Fischwirtschaft fallen dem Ministerium zufolge allerdings deutlich geringer aus als der gemeldete Schaden – schließlich springen neben dem Staat auch Versicherungen ein. Bisher sind den Angaben zufolge 120 Millionen Euro an Soforthilfen eingeplant. Nicht ausgegebene Mittel von den 600 Millionen könnten auch bei eventuellen weiteren Naturkatastrophen bis Ende 2014 eingesetzt werden.

Das Hochwasser aus der Luft