Hochwasser zieht langsam davon

Veröffentlicht: Juli 2, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Der neue Hochwasser-Scheitel passiert Sachsen-Anhalt ohne Probleme. In Magdeburg sinkt das Wasser der Elbe inzwischen wieder. Wie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz mitteilte, wurde der Höchststand in der Nacht zum Dienstag mit 4,35 Metern gemessen. Am Mittag seien es bereits 4,24 Metern gewesen. Der Hochwasser-Scheitel der Elbe befand sich am Dienstagmittag bei Tangermünde im Landkreis Stendal. Dort stand die Elbe bei 5,41 Metern. Landrat Carsten Wulfänger hob den Katastrophenfall für den Landkreis auf. In Wittenberg und Aken konnte die niedrigste Hochwasser-Alarmstufe 1 ebenfalls aufgehoben werden. Damit gilt in Sachsen-Anhalt nach Angaben des Innenministeriums nur noch im Salzlandkreis der Katastrophenfall. Die Hydrologen gehen davon aus, dass der Scheitel spätestens am Donnerstag aus Sachsen-Anhalt raus sei.

Krisenstab wird zum Wiederaufbaustab

Der Hochwasser-Krisenstab des Landes wird von Dienstagabend an seine Arbeit einstellen und die Arbeit als Wiederaufbaustab weiterführen. Ministerpräsident Reiner Haseloff und Innenminister Holger Stahlknecht dankten den 161 Mitarbeitern, die seit dem 4. Juni unter der Leitung des Innenministeriums im Schichtsystem gearbeitet hatten. Der Krisenstab der Landesregierung organisierte während der Hochwasserkatastrophe unter anderem die Zusammenarbeit mit den anderen Ländern und informierte die Öffentlichkeit.

Landkreis Stendal rechnet mit 215 Millionen Euro Schaden

Das Hochwasser hat im Landkreis Stendal einen Schaden von etwa 215 Millionen Euro angerichtet. Das zeigt die erste Bilanz, die Landrat Carsten Wulfänger gezogen hat. Am härtesten betroffen ist die Verbandsgemeinde Elbe-Havelland. Allein dort werden die Schäden auf 110 Millionen Euro geschätzt. In der Region war etwa die Hälfte der Bevölkerung vom Hochwasser betroffen.

Mindestens 42 Millionen Euro Schaden im Burgenlandkreis

In vielen Regionen werden nach dem Hochwasser die Schäden zusammengerechnet. Für den Burgenlandkreis gibt es eine erste Schätzung. Landrat Harri Reiche sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Wirtschaft und Kommunen hätten einen Schaden von mindestens 42 Millionen Euro erlitten. Auch für den Elbe-Saale-Winkel gibt es die ersten Zahlen. Allein die Stadt Barby rechnet mit Flutschäden von mindestens 25 Millionen. In den Bilanzen fehlen allerdings noch die Verluste von privaten Haushalten. Der Burgenlandkreis gehört zu den Gebieten mit den meisten Hochwasserschäden

Quelle: mdr.de

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