Archiv für Juli 2, 2013

Ab sofort können von Flutschäden betroffene Wohnungs- und Hauseigentümer eine kostenfreie Vor-Ort-Energieberatung im Rahmen notwendiger Sanierungsmaßnahmen in Anspruch nehmen.

BMWi übernimmt Eigenanteil für Verbraucher

Nach der Flut setzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) auf Soforthilfe in den betroffenen Hochwassergebieten. So können Flugeschädigte im Vorfeld einer Haus- oder Wohnungssanierung eine kostenlose Energieberatung in Anspruch nehmen. Die Beratung selbst wird durch den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) organisiert und beinhaltet auch Detail-Checks zu speziellen Fragen, wie dem Umgang mit Feuchteschäden, dem Ersatz der Heizungsanlage oder die richtige Reihenfolge möglicher Sanierungsmaßnahmen. Den Eigenanteil für Verbraucher in Höhe von 45 Euro übernimmt im Rahmen der Soforthilfe das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler: „Hochwassergeschädigte können sich einen kostenlosen und unabhängigen Energieberater direkt ins Haus holen. Das hilft ganz praktisch und konkret vor Ort. Sanierungsmaßnahmen, die zu Energieeinsparungen bei den Bürgerinnen und Bürgern führen, helfen langfristig Geld zu sparen.“

Download der Beratungsgutscheine

10.000 kostenfreie Beratungsgutscheine können direkt bei den Verbraucherberatungsstellen oder über die Internetseite Verbraucherzentrale-energieberatung.de als Download bezogen werden.

Hinweise der Initiative EnergieEffizienz zu weiteren Fördermöglichkeiten

Gebäude- und Wohnungseigentümer haben unabhängig von der gemeinsamen Flutopferaktion des BMWi und des vzbv einen Förderanspruch im Rahmen einer Vor-Ort-Energiesparberatung. Vorraussetzung ist die Beratung durch einen zugelassenen Energieberater, der das Wohngebäude daraufhin untersucht, wie es unter Wirtschaftlichkeitsmaßstäben zu einem Effizienzhaus saniert werden kann.

Grundlage dieser Bezuschussung aus Bundesmitteln ist die Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie über die Förderung der Energieberatung in Wohngebäuden vor Ort. Sie richtet sich an alle Gebäude- oder Wohnungseigentümer, sowie unter bestimmten Vorraussetzungen an selbständige Unternehmen und Einrichtungen mit gemeinnützigem, mildtätigem oder kirchlichem Charakter.

Die staatlichen Fördersätze für die  „Vor-Ort-Beratung“  fallen je nach Gebäudegröße und Zweck der Maßnahme unterschiedlich aus. So werden:

  • Ein- bis Zweifamilienhäuser mit bis zu 400 Euro,
  • Wohngebäude ab drei Wohneinheiten mit maximal 500 Euro,
  • eine zusätzliche Stromeinsparberatung mit 50 Euro,
  • und thermografische Untersuchung mit bis zu 100 Euro gefördert.

Dabei ist es die Aufgabe des Energieberaters den Förderantrag bereits vor Beginn seiner Beratung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einzureichen. Die Zuschüsse werden nach ihrer Bewilligung durch das Amt direkt an den Berater ausgezahlt.

Quelle: stromeffizienz.de

Hunderttausende Sandsäcke – kaum Helfer

Veröffentlicht: Juli 2, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

Tag und Nacht waren bis zu 3.000 Fluthelfer an der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Sie füllten Sandsäcke, stopften Sickerstellen – und verhinderten dadurch schlimmere Hochwasser-Schäden. Doch nach der Flut ist die Tatkraft der Helfer abgeebbt. Seit Bundeswehr und THW nach dem Ende des Katastrophenalarms vor zwei Wochen abgezogen wurden, gerieten die Aufräumarbeiten ins Stocken. Auf den Deichen im Landkreis Ludwigslust-Parchim liegen noch immer Hunderttausende Sandsäcke. Diese drücken auf die Deiche und gefährden so die Deichnarben.

Eine Woche lang hatte an der Elbe zwischen Dömitz und Boizenburg Katastrophenalarm geherrrscht. Die Deiche hielten aber dank kräftiger Verstärkung mit mehr als einer Million Sandsäcke den Wassermassen stand. Der Rückbau gestaltet sich aber schwierig.

Dömitz: 900 Helfer gesucht

Deshalb veranstaltet die Stadt Dömitz eine Aufräumaktion. Gesucht werden 900 freiwillige Helfer. Sie sollen von Donnerstag bis Sonntag die Sandsäcke entsorgen. Das staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) rief seine Mitarbeiter dazu auf, einen Arbeitstag am Deich zu verbringen. Auch Mitarbeiter des Landkreises und der Stadtverwaltung wurden zur Unterstützung aufgerufen.

Im Raum Dömitz seien erst rund die Hälfte der Sandsäcke geleert und weggeräumt worden, sagte Iris Weber, Leitende Verwaltungsbeamtin des Amtes Dömitz-Malliß. Es gebe nicht genügend Freiwillige. Zudem müssten die Stadt und umliegende Gemeinden für die Räumeinsätze Technik wie Radlader und Lastwagen zum Abtransport des Sandes zur Verfügung stellen. Dies sei für die Kommunen ein finanzieller Kraftakt, sagte die Verwaltungschefin. Der Landkreis dürfe sich nicht aus der Verantwortung stehlen.

Boizenburg: Ehrenamtliche Helfer fehlen

In Boizenburg konnte eine spezielle Deicherhöhung mit Sand und Folien noch nicht wieder beseitigt werden, sagte Dagmar Poltier vom Fachbereich Bau und Ordnung des Kreises. Der Deich war dort auf fünf Kilometern Länge um bis zu 50 Zentimeter aufgeschüttet und mit schwerer Technik erhöht worden. Der Rückbau sei nicht per Hand zu schaffen. Poltier: „Die Stadt kann das nicht allein bewältigen.“ Auch die Fachbereichsleiterin sieht den Kreis in der Verantwortung. Auch in Boizenburg müssten noch unzählige Sandsäcke weggeräumt werden. Viele Helfer der Freiwilligen Feuerwehren seien allerdings berufstätig oder derzeit im Sommerurlaub. Es fehle an genügend Ehrenamtlichen in den Gemeinden für die dringenden Aufräumarbeiten.

Keine Unterstützung von der Bundeswehr

Hilfe beim Aufräumen sei von der Bundeswehr nicht zu erwarten, sagte der Sprecher des Landeskommandos, Klaus Brandel. Er wisse von erheblichen Problemen mit der Sandsackrückfuhr. Zwar habe die Bundeswehr während der Flut helfen können – doch der Katastrophenalarm sei aufgehoben, eine Gefahr für Leib und Leben der Bürger bestehe nicht mehr. Die Aufräumarbeiten seien allein Aufgabe der Landkreise und Bundesländer, betonte Brandel.

Neue Hochwasserwelle erwartet

Unterdessen hat der Regen die Elbe erneut anschwellen lassen. Am Donnerstag wird die neue Hochwasserwelle in Dömitz erwartet, am Freitag in Boizenburg, wie das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Schwerin am Dienstag mitteilte. Die Pegelstände steigen in Dömitz im Vergleich zum derzeitigen Wert voraussichtlich um fast 40 Zentimeter auf 4,80 Meter, in Boizenburg um fast 70 Zentimeter auf 4,65 Meter. Damit bleibe das Hochwasser aber unterhalb der Fünf-Meter-Marke für die Alarmstufe eins. In der Folgezeit werde der Wasserstand um 10 bis 20 Zentimeter pro Tag sinken.

Quelle: ndr.de

Das Hochwasser ist in Deutschland wieder zurückgegangen. Jetzt werden die Schäden in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar: Es wird teuer – auch für die Versicherungen. Die Schadensfälle überschreiten die der Elbeflut 2002.

Das extreme Hochwasser im Juni wird die Versicherungen in Deutschland fast zwei Milliarden Euro kosten. Die Branche zählte rund 180 000 versicherte Schäden, wie der Branchenverband GDV am Dienstag in Berlin mitteilte. Davon unabhängig können deutsche Bauern in diesem und im nächsten Jahr mit insgesamt bis zu 600 Millionen Euro an Nothilfen rechnen. Die EU-Kommission genehmigte die geplante staatliche Unterstützung, die je zur Hälfte vom Bund und den Länder kommt.

n der Versicherungssumme enthalten sind alle Schäden an Gebäuden, Hausrat, in Gewerbebetrieben und an Fahrzeugen. Die nicht versicherten Schäden etwa durch zerstörten Straßen dürften weitaus höher liegen. Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche einen Hilfsfonds im Höhe von acht Milliarden Euro beschlossen.

Die Elementarversicherung für die Landwirtschaft habe bei den Assekuranzen kaum zu Buche geschlagen, weil sie erst Anfang dieses Jahres eingeführt worden sei, sagte eine GDV-Sprecherin. Die Schadenshöhe der Versicherungen liegt etwa auf dem Niveau der Elbeflut des Jahres 2002. Damals zählten die Versicherungen 150 000 Schadensfälle in Höhe von zusammen 1,8 Milliarden Euro.

„Nach aktuellem Stand gibt es dieses Mal mehr versicherte Schäden, auch weil die Menschen nach der Elbeflut 2002 verstärkt ihre Häuser gegen Überschwemmung versichert haben“, erklärte GDV-Präsident Alexander Erdland. Inzwischen seien 32 Prozent der Gebäude in Deutschland gegen Naturgefahren versichert, 2002 seien es lediglich 19 Prozent gewesen.

Das Schadenvolumen sei aber nicht in gleichem Maße wie die Schadenzahl gestiegen. Dazu hätten staatliche, aber auch individuelle Schutzmaßnahmen beigetragen. „Viele Betroffene waren besser auf die Katastrophe vorbereitet als 2002“, sagte Erdland. Durch Starkregen seien beim diesjährigen Hochwasser viele Schäden weitab großer Flüsse entstanden.

Nach der Genehmigung durch die EU könnten die Bundesländer „unverzüglich mit der Auszahlung der Mittel beginnen“, erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Dass die ganze Summe ausgeschöpft wird, ist nach Angaben des Ministeriums unwahrscheinlich. Bisher sind den Angaben zufolge 120 Millionen Euro an Soforthilfen eingeplant.

Hochwasser zieht langsam davon

Veröffentlicht: Juli 2, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Der neue Hochwasser-Scheitel passiert Sachsen-Anhalt ohne Probleme. In Magdeburg sinkt das Wasser der Elbe inzwischen wieder. Wie der Landesbetrieb für Hochwasserschutz mitteilte, wurde der Höchststand in der Nacht zum Dienstag mit 4,35 Metern gemessen. Am Mittag seien es bereits 4,24 Metern gewesen. Der Hochwasser-Scheitel der Elbe befand sich am Dienstagmittag bei Tangermünde im Landkreis Stendal. Dort stand die Elbe bei 5,41 Metern. Landrat Carsten Wulfänger hob den Katastrophenfall für den Landkreis auf. In Wittenberg und Aken konnte die niedrigste Hochwasser-Alarmstufe 1 ebenfalls aufgehoben werden. Damit gilt in Sachsen-Anhalt nach Angaben des Innenministeriums nur noch im Salzlandkreis der Katastrophenfall. Die Hydrologen gehen davon aus, dass der Scheitel spätestens am Donnerstag aus Sachsen-Anhalt raus sei.

Krisenstab wird zum Wiederaufbaustab

Der Hochwasser-Krisenstab des Landes wird von Dienstagabend an seine Arbeit einstellen und die Arbeit als Wiederaufbaustab weiterführen. Ministerpräsident Reiner Haseloff und Innenminister Holger Stahlknecht dankten den 161 Mitarbeitern, die seit dem 4. Juni unter der Leitung des Innenministeriums im Schichtsystem gearbeitet hatten. Der Krisenstab der Landesregierung organisierte während der Hochwasserkatastrophe unter anderem die Zusammenarbeit mit den anderen Ländern und informierte die Öffentlichkeit.

Landkreis Stendal rechnet mit 215 Millionen Euro Schaden

Das Hochwasser hat im Landkreis Stendal einen Schaden von etwa 215 Millionen Euro angerichtet. Das zeigt die erste Bilanz, die Landrat Carsten Wulfänger gezogen hat. Am härtesten betroffen ist die Verbandsgemeinde Elbe-Havelland. Allein dort werden die Schäden auf 110 Millionen Euro geschätzt. In der Region war etwa die Hälfte der Bevölkerung vom Hochwasser betroffen.

Mindestens 42 Millionen Euro Schaden im Burgenlandkreis

In vielen Regionen werden nach dem Hochwasser die Schäden zusammengerechnet. Für den Burgenlandkreis gibt es eine erste Schätzung. Landrat Harri Reiche sagte MDR SACHSEN-ANHALT, Wirtschaft und Kommunen hätten einen Schaden von mindestens 42 Millionen Euro erlitten. Auch für den Elbe-Saale-Winkel gibt es die ersten Zahlen. Allein die Stadt Barby rechnet mit Flutschäden von mindestens 25 Millionen. In den Bilanzen fehlen allerdings noch die Verluste von privaten Haushalten. Der Burgenlandkreis gehört zu den Gebieten mit den meisten Hochwasserschäden

Quelle: mdr.de

Live-Show | MDR FERNSEHEN | 06.07.2013 | 19:50 Uhr

Das Hochwasser 2013 hat Betroffene und Helfer bis an ihre Grenzen gebracht. Gemeinsam mit vielen Stars will der MITTELDEUTSCHE RUNDFUNK in einer Live-Show daran erinnern, was Großes geleistet wurde – und immer noch wird. Mareile Höppner und Marco Schreyl werden Gäste vor Ort in Dresden und die Zuschauer daheim durch den Abend führen.

Mareile Höppner und Marco Schreyl werden Sie auf auf dem Gelände der Dresdner Filmnächte am Elbufer zur Live-Show „Gemeinsam gegen die Flut – Wir sagen Danke! “ begrüßen. Wir wollen daran erinnern, welche schweren Stunden hinter vielen Flutopfern und -helfern liegen und welche Hürden noch überwunden werden müssen, um die Hochwasserschäden zu beseitigen – um schließlich wieder zur Normalität gelangen zu können.

Wie sieht es heute an den Brennpunkten aus?

Noch vor wenigen Wochen schoss das Hochwasser durch Dörfer und Städte. An diesen ehemaligen Brennpunkten der Flutkatastrophe treffen sich am 6. Juli 2013 Flutopfer und -helfer. Erzählt werden – auch in Live-Schalten nach Magdeburg, Grimma und Greiz – bewegende Geschichten aus den vergangenen Wochen und vom beginnenden Wiederaufbau.

Welche Erfolge wurden erzielt, wie geht es in den Katastrophenregionen weiter, welche Hilfe wird jetzt gebraucht? Aus den vier Orten, die miteinander verbunden sein werden, wird darüber live berichtet. Nationale und internationale Künstler werden in der Show auftreten, um gemeinsam mit uns Danke zu sagen und Kraft für die kommende Zeit zu spenden.

Live-Veranstaltungen in den drei mitteldeutschen Ländern

Bis zu 10.000 Gäste können die Show live vor der Bühne am Elbufer verfolgen. Der Eintritt ist kostenlos. Von dort wird zu den Live-Veranstaltungen in den drei Ländern geschaltet: In Ferropolis veranstaltet MDR JUMP ein großes Dankeschön-Konzert. In Magdeburg wird zur Bühne von MDR SACHSEN-ANHALT geschaltet. Die Stadt Greiz lädt gemeinsam mit dem MDR THÜRINGEN zu einer Dankeschön-Veranstaltung für die Fluthelfer ein. Und in Grimma gestaltet der MDR SACHSEN gemeinsam mit der Stadt einen großen Dankeschön-Abend auf dem Marktplatz.

Quelle: mdr.de

 

Umweltminister will Klagemöglichkeiten einschränken

Veröffentlicht: Juli 2, 2013 von fluthelfer in Thüringen

Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz will Hochwasserschutzbauten künftig schneller bauen können. Der Minister schlug vor, bundesweit den Klageweg einzuschränken und so Hochwasserschutzbauten schneller zu genehmigen.

Als Vorbild nannte Reinholz das Gesetz zum beschleunigten Straßen- und Schienenausbau Anfang der 90er-Jahre. So könnte beim technischen Hochwasserschutz künftig nur eine Klageinstanz zugelassen werden. Einzelpersonen, Vereinen oder Kommunen sei es dann nicht mehr möglich, wichtige Vorhaben über Jahre zu verzögern oder gar zu stoppen. Als Beispiel nannte Reinholz die Stadt Gera. Dort hatte die Stadt den Schutz von Eichen vor dem Bau von Deichen gestellt. Der Vorschlag für eine Gesetzesänderung soll auf einer Sondersitzung der Umweltminister im Herbst beraten werden

Reinholz kündigte gleichzeitig an, in Thüringen die Ausgaben für den technischen und natürlichen Hochwasserschutz fast zu verdoppeln. Zu den bisher jährlich 13 Millionen Euro sollen von 2015 bis 2021 jeweils zehn Millionen Euro hinzukommen. Nach Angaben von Reinholz erfüllen 90 Prozent der vor Jahrzehnten angelegten Deiche die heutigen Anforderungen nicht mehr. Sie sollen deshalb erneuert werden. Gleichzeitig werde mit dem Finanzministerium über weitere zwei Millionen Euro für die Reparatur zerstörter Deiche verhandelt. Nach Angaben des Ministers soll bis Ende 2014 das Thüringer Hochwasserschutz-Konzept stehen, um mit Schutzkonzepten anderer Länder und der EU abgestimmt zu werden. Gleichzeitig sollten für alle Hochwasser-Risikogebiete im Freistaat die Überschwemmungszonen ausgewiesen werden. An 74 Gewässern sei ein Gefahrenpotenzial von drei Milliarden Euro errechnet worden.

Grüne begrüßen Finanzspritze für den Hochwasserschutz

Die Grünen reagierten positiv auf den Vorschlag des Ministers. Die Aufstockung der Mittel für den Hochwasserschutz sei ein wichtiges Signal. Allerdings müsste die Landesregierung auch dafür sorgen, dass in den zuständigen Fachbehörden genügend Experten vorhanden seien. Die Grünen forderten einen Mix aus technischen und ökologischen Hochwasserschutzmaßnahmen. Die Landwirte sollten bewirtschaftete Flächen für den Hochwasserschutz bereitstellen. Allerdings müsste die Forderung, im Schadensfall 100 Prozent Entschädigung zu zahlen, diskutiert werden. Um die Schäden im Hochwasserfall zu begrenzen, sollten die Flächen nicht intensiv bewirtschaftet, sondern als Grünland genutzt werden.

Quelle: mdr.de

Dankeschön-Konzerte für Flut-Helfer

Veröffentlicht: Juli 2, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Stars singen in Magdeburg und Ferropolis für die Flut-Helfer. In Magdeburg stehen vor allem Matthias Reim und Roman Lob im musikalischen Mittelpunkt, während in Ferropolis Die Atzen und die Band Stanfour für Stimmung sorgen werden.

 

Es waren harte Wochen, die an die Substanz gingen. Tausende Helfer nähten, füllten, schleppten in den Tagen der Flut Sandsäcke, schmierten Brötchen, gaben Betroffenen Obdach. Die Solidarität während des Hochwassers in Sachsen-Anhalt war groß. Und auch nach der Flutkatastrophe haben viele Menschen gespendet, mit aufgeräumt und ohne zu zögern überall da angepackt, wo Hilfe nötig schien. Jetzt können am kommenden Sonnabend, dem 6. Juli, alle Betroffenen und Helfer bei zwei Konzerten gemeinsam den Sieg über das Hochwasser feiern.

Jeweils ab 18 Uhr bis gegen Mitternacht treten in Ferropolis (Landkreis Wittenberg) sowie auf der Großen Angerwiese des früheren Bundesgartenschau-Geländes im Elbauenpark in Magdeburg nationale Musikstars bei den Veranstaltungen, die unter dem Motto „Gemeinsam gegen die Flut – Wir sagen Danke!“ steht, auf. Organisiert werden die Konzerte vom Mitteldeutschen Rundfunk, präsentiert von der Mitteldeutschen Zeitung. Der Eintritt ist jeweils kostenfrei.

In Ferropolis werden Die Atzen Stimmung verbreiten, ihr Song „Das geht ab!“ war der Party-Hit des vergangenen Jahres. Aber auch die Gruppe Stanfour steht für tolle Musik: Internationale Stars wie Pink und A-ha nahmen sie schon als Vorbands mit auf ihre Konzerttourneen in Deutschland. Weitere Topacts auf der Bühne in Ferropolis werden die Auftritte der Musiker von Marquess („Vayamos compañeros“), Hot Banditoz („Veo Veo“), Staubkind, Le Kid („We Are Young“) und R.I.O. feat. U-Jean („Turn This Club Around“).

In Magdeburg stehen vor allem Matthias Reim und Roman Lob im musikalischen Mittelpunkt der Dankeschön-Konzerte. Während Reim unter anderem sein Kult-Lied „Verdammt, ich lieb dich“ singen wird, präsentiert Roman Lob seinen Song „Standing still“, mit dem er Deutschland beim Eurovision Song Contest in Baku vertrat. Außerdem ist Linda Hesse zu erleben, die seit ihrer letztjährigen Debüt-Single „Ich bin ja kein Mann“ von Halberstadt aus für Furore sorgt. Mit der Gruppe „48 Stunden“ werden noch weitere junge Musiker aus Sachsen-Anhalt auf der Bühne stehen. Die Show der Berlin Blues Brothers und die Band „Rockvalley“ ergänzen das Programm.

Parkplätze stehen in ausreichender Anzahl im Bereich des Elbauenparks auf dem benachbarten Messegelände sowie in Ferropolis (mit Shuttle-Service) kostenfrei zur Verfügung.

Beginn ist 18 Uhr

Einlass für die beiden Konzerte am 6.Juli in Magdeburg und in Ferropolis ist jeweils gegen 17 Uhr, um 18 Uhr soll es losgehen. Unter anderem werden folgende Gruppen und Stars auftreten:

Magdeburg: Matthias Reim, Roman Lob, Linda Hesse, 48 Stunden

Ferropolis: Stanfour, Die Atzen, Marquess, Hot Banditoz, Staubkind und R.I.O. feat. U-Jean.

 

Quelle: mz-web.de

Dank und Halleluja

Veröffentlicht: Juli 2, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

Sandsack-Party nach dem Hochwasser-Einsatz

Das hatte es in Lüchow-Dannenberg noch nicht gegeben: ein Frei-Konzert mit zwei Bands, dazu Essen und Trinken umsonst, am Ende sogar Sonnenschein – mehr geht einfach nicht.

Die Kreisfeuerwehr hatte die Party als Dankeschön an diejenigen organisiert, die an den Hochwasser-Tagen tatkräftig mit angepackt hatten.

Es war top angerichtet: Die Bands 2-Laid mit ihrem Popsound und Meiselgeier mit ihren bekannten Rock und Bluesrock spielten ohne Gage. Drei Brauereien hatten einige tausend Liter Bier und Softdrinks gespendet. Und schließlich mussten die Besucher noch nicht einmal für das Fleisch bezahlen. »Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen», erinnerte Claus Bauck, der oberste Feuerwehrmann in Lüchow-Dannenberg. Zu den Helfern sagte er: »Halleluja – Ihr habt wunderbare Arbeit geleistet.» Landrat Jürgen Schulz lobte noch einmal, wie »grandios» der Einsatz funktioniert habe. So seien innerhalb von nur zweieinhalb Tagen 1,5 Millionen Sandsäcke gepackt und auf die Deiche gebracht worden. Man habe die Jeetzel-Niederung und Neu Darchau geschützt -in Vietze seien allerdings acht Grundstücke unter Wasser geraten. »Das nächste Hochwasser kommt bestimmt», blickte Jürgen Meyer voraus. Man müsse sich weiter überlegen, wie man die Region gegen Hochwasser noch besser aufstelle und wie man mit Deichminderhöhen umgehe.

Bild: Ihr Rock- und Bluesrock-Repertoire präsentierte am Sonnabend auf der Sandsack-Party im Dannenberger Reiterstadion Meiselgeier. Die Band spielte wie auch 2-Laid ohne Gage. Aufn.: J. Feuerriegel

Quelle: ejz.de