Familie Gruber: Neuanfang mit Geld von der PNP-Fluthilfe

Veröffentlicht: Juni 29, 2013 von fluthelfer in Deggendorf

von Hannah König

Das alte Haus war gerade renoviert. Abbezahlt war es noch nicht. Dann kam die Flut nach Fischerdorf, und Familie Gruber verlor alles. Die PNP-Fluthilfe unterstützt sie nun mit 10 000 Euro Soforthilfe beim Neuanfang.

Schau mal Papa, in den Scheinwerfern von deinem Motorrad steht das Wasser“, ruft Maxi seinem Vater zu. Josef Gruber zuckt nur mit den Achseln. „Das ist nicht mehr zu retten“, sagt der 50-Jährige. Er steht vor seinem Einfamilienhaus in Fischerdorf, einer Ruine, geflutet und ertränkt von den braunen Wassermassen, die vor knapp vier Wochen das kleine Dorf überschwemmt haben. Er weiß: Nichts ist hier mehr zu retten.

Acht Jahre hat die Familie gebraucht, um das alte Haus herzurichten. Sie ahnten nicht, dass die kleine Ortschaft in Deggendorf einmal traurige Berühmtheit erlangen würde. Alles war perfekt, „pikobello“, sagt Gruber. Sie verlegten neue Holzböden, wechselten Fenster und Türen, rissen Elektronik und Wasserleitungen aus den Wänden. Jetzt ist alles zerstört

Das Wasser stand bis zum ersten Stock  2,80 Meter hoch stand das Wasser in Wohnzimmer, Küche und Bad – bis zur obersten Treppenstufe. Nur wenige Zentimeter hätten gefehlt, um auch noch den ersten Stock zu fluten. Josef Gruber steht noch immer unter Schock. Der Familienvater kann es einfach nicht glauben. „In nur zwei Stunden verlierst du alles, worauf du zehn Jahre hingearbeitet hast“, sagt Gruber. Dass es so schlimm werden könnte – damit hat in Fischerdorf niemand gerechnet.

Um 8 Uhr morgens wurde die Familie zum ersten Mal aufgefordert, den Ort zu verlassen. Josef und seine Frau Claudia fuhren das Auto und ihre zwei Kinder – den 8-jährigen Maxi und die 16-jährige Lisa – zu den Großeltern. Sie selbst kehrten zurück. „Solange nichts ist“, wollten sie bleiben. Sie räumten ein paar Sachen nach oben, nicht in den ersten Stock, sondern nur in die höheren Fächer der Schränke. „Wir dachten, wenn das Wasser kommt, dann höchstens kniehoch“, erinnert sich Claudia Gruber.

 Um 16 Uhr wurde der Strom abgestellt. Das Ehepaar brachte Kerzen und etwas zu Essen in den ersten Stock. Doch eine Stunde später genügte ein Blick aus dem Fenster, um ihnen klar zu machen: Hier können wir nicht bleiben. Ungehindert floss das Wasser über die Autobahn herüber und strömte auf die kleine Ortschaft zu. „Da ist uns dann doch anders geworden“, sagt Gruber.

 Um 17 Uhr ließen sie ihr Haus in Fischerdorf zurück. Um 18.45 Uhr hörte die Uhr in der Küche auf zu schlagen. Etwa 1,50 Meter über dem Boden hing sie an der Wand. Doch das Wasser kletterte schnell und hoch, verschluckte die Mechanik nicht einmal zwei Stunden, nachdem die Flut die Autobahn überquert hatte.

  Als Josef und Claudia Gruber fünf Tage später zum ersten Mal mit einem Boot zu ihrem Haus fuhren, stand das Wasser immer noch bis zum ersten Stock. Über die schlammige Brühe, in der Schuhe, Fotos und Schallplatten herumtrieben, hatte sich ein blutroter Schleier gelegt – ausgelaufenes Benzin und Heizöl. Das „Gift“, wie Gruber es nennt, tränkt auch heute noch Decken, Wände und Möbel.

 Knapp einen Monat nach der Katastrophe gleicht das Haus einer Baustelle. Die Decke hat sich mit Wasser vollgesaugt und hängt bedrohlich durch. Bis in den ersten Stock ziehen sich Risse durch die Wände. Im einst gemütlichen Wohnzimmer liegt kein Holzboden mehr, sondern nur noch nackter Beton. Insgesamt schätzt die Familie den Schaden auf etwa 300 000 Euro.

  Ein Gutachter soll nun entscheiden, ob das ganze Haus abgerissen werden muss. Doch hier wieder neu zu bauen und zu leben – das ist für die Familie ohnehin kaum vorstellbar. „Die Unsicherheit ist jetzt einfach da. Schon nächstes Jahr kann es wieder so sein“, sagt Claudia Gruber. „Wenn es dann mal ein paar Tage regnet, hat man das immer im Hinterkopf“, bestätigt ihr Mann.

 Am meisten schmerzen die verlorenen Erinnerungen. Die Flut hat nicht nur das Haus zerstört, sondern auch Fotoalben. „Jetzt hab‘ ich gar keine Bilder mehr von dir, als du klein warst“, sagt Josef Gruber zu seiner Tochter Lisa und drückt die 16-Jährige einen Moment an sich. „Du musst einfach wieder rückwärts wachsen.“ Alle lachen. Die Familie wirkt gefasst und ruhig. Aber die Nerven liegen blank.

„Es wird nie mehr so,wie es mal war“  „Man fühlt sich wie in einem schlechten Traum und wartet darauf, endlich aufzuwachen“, beschreibt Claudia Gruber die Situation. „Es wird einfach nie mehr so, wie es mal war.“ Trotzdem wollen sie jetzt nach vorne schauen und zusammenhalten – vor allem wegen der Kinder, die ihnen die Kraft geben weiterzumachen. „Wenn ich alleine wäre, wüsste ich nicht, was ich tun würde“, gibt Josef Gruber zu.

 Seit ihr Haus überflutet wurde, wohnen sie bei Claudia Grubers Eltern – zu sechst auf 70 Quadratmetern. Der psychische Druck werde immer größer. Die Familie hat einen Kredit für das Haus aufgenommen, der noch nicht abbezahlt ist. Im nächsten Jahr sollten eigentlich die Raten sinken, dann wollten sie sich endlich mal wieder etwas leisten. „Aber das ist jetzt hinfällig“, sagt Claudia Gruber traurig.

  70 000 Euro müssen sie noch abbezahlen. Wann Hilfe vom Staat kommt, ist ungewiss. Die erste Auszahlung der PNP-Fluthilfe von 10 000 Euro ist deshalb eine große Erleichterung für die Familie. „Dass wir jetzt Unterstützung kriegen, tut schon gut“, freut sich Claudia Gruber. Es ist nur der Anfang eines langen Weges zurück zur Normalität. Aber es ist ein Anfang.

Quelle: http://www.pnp.d

Das alte Haus war gerade renoviert. Abbezahlt war es noch nicht. Dann kam die Flut nach Fischerdorf, und Familie Gruber verlor alles. Die PNP-Fluthilfe unterstützt sie nun mit 10 000 Euro Soforthilfe beim Neuanfang.

Schau mal Papa, in den Scheinwerfern von deinem Motorrad steht das Wasser“, ruft Maxi seinem Vater zu. Josef Gruber zuckt nur mit den Achseln. „Das ist nicht mehr zu retten“, sagt der 50-Jährige. Er steht vor seinem Einfamilienhaus in Fischerdorf, einer Ruine, geflutet und ertränkt von den braunen Wassermassen, die vor knapp vier Wochen das kleine Dorf überschwemmt haben. Er weiß: Nichts ist hier mehr zu retten.

Acht Jahre hat die Familie gebraucht, um das alte Haus herzurichten. Sie ahnten nicht, dass die kleine Ortschaft in Deggendorf einmal traurige Berühmtheit erlangen würde. Alles war perfekt, „pikobello“, sagt Gruber. Sie verlegten neue Holzböden, wechselten Fenster und Türen, rissen Elektronik und Wasserleitungen aus den Wänden. Jetzt ist alles zerstört.

Lesen Sie mehr auf:
http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_deggendorf/deggendorf/848661_Familie-Gruber-Neuanfang-mit-Geld-von-der-PNP-Fluthilfe.html#348821980

 

Das alte Haus war gerade renoviert. Abbezahlt war es noch nicht. Dann kam die Flut nach Fischerdorf, und Familie Gruber verlor alles. Die PNP-Fluthilfe unterstützt sie nun mit 10 000 Euro Soforthilfe beim Neuanfang.

Schau mal Papa, in den Scheinwerfern von deinem Motorrad steht das Wasser“, ruft Maxi seinem Vater zu. Josef Gruber zuckt nur mit den Achseln. „Das ist nicht mehr zu retten“, sagt der 50-Jährige. Er steht vor seinem Einfamilienhaus in Fischerdorf, einer Ruine, geflutet und ertränkt von den braunen Wassermassen, die vor knapp vier Wochen das kleine Dorf überschwemmt haben. Er weiß: Nichts ist hier mehr zu retten.

Acht Jahre hat die Familie gebraucht, um das alte Haus herzurichten. Sie ahnten nicht, dass die kleine Ortschaft in Deggendorf einmal traurige Berühmtheit erlangen würde. Alles war perfekt, „pikobello“, sagt Gruber. Sie verlegten neue Holzböden, wechselten Fenster und Türen, rissen Elektronik und Wasserleitungen aus den Wänden. Jetzt ist alles zerstört.

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http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_deggendorf/deggendorf/848661_Familie-Gruber-Neuanfang-mit-Geld-von-der-PNP-Fluthilfe.html#348821980Das alte Haus war gerade renoviert. Abbezahlt war es noch nicht. Dann kam die Flut nach Fischerdorf, und Familie Gruber verlor alles. Die PNP-Fluthilfe unterstützt sie nun mit 10 000 Euro Soforthilfe beim Neuanfang.

 

Schau mal Papa, in den Scheinwerfern von deinem Motorrad steht das Wasser“, ruft Maxi seinem Vater zu. Josef Gruber zuckt nur mit den Achseln. „Das ist nicht mehr zu retten“, sagt der 50-Jährige. Er steht vor seinem Einfamilienhaus in Fischerdorf, einer Ruine, geflutet und ertränkt von den braunen Wassermassen, die vor knapp vier Wochen das kleine Dorf überschwemmt haben. Er weiß: Nichts ist hier mehr zu retten.

 

Acht Jahre hat die Familie gebraucht, um das alte Haus herzurichten. Sie ahnten nicht, dass die kleine Ortschaft in Deggendorf einmal traurige Berühmtheit erlangen würde. Alles war perfekt, „pikobello“, sagt Gruber. Sie verlegten neue Holzböden, wechselten Fenster und Türen, rissen Elektronik und Wasserleitungen aus den Wänden. Jetzt ist alles zerstört.

 

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