Zweites Juni-Hochwasser geht glimpflich aus

Veröffentlicht: Juni 28, 2013 von fluthelfer in Sachsen

Die Elbe in Sachsen hat am Donnerstag den Höchststand der zweiten Juni-Flut erreicht. „Vor einem Hochwasser wie vor 14 Tagen braucht niemand mehr Angst haben“, sagte eine Sprecherin der Landeshochwasserzentrale. An der Elbe bei Schöna und Dresden galt vorübergehend die zweite von vier Alarmstufen.

Dampferfahrten und Drachenbootrennen abgesagt

Die Sächsische Dampfschiffahrt hat ihre Fahrten bis einschließlich Freitag komplett eingestellt. Ab dem Wochenende gilt ein eingeschränkter Sonderfahrplan. Zudem sind zahlreiche Fährverbindungen in der Sächsischen Schweiz und in Dresden eingestellt. Der Beginn der Filmnächte am Elbufer in Dresden wurde um eine Woche verschoben. Die Veranstalter hatten die Bühne und die Leinwand wegen des Hochwasser abbauen müssen. Das Terrassenufer stand erneut unter Wasser, konnte aber am Freitagnachmittag schon wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Schon wieder tritt die Elbe über – Trübe Aussichten in Dresden
Programmänderungen gibt es auch beim Elbhangfest am Wochenende zwischen Loschwitz und Pillnitz. So wurde das traditionelle Drachenbootrennen abgesagt. Zudem wurden einige Veranstaltungsorte verlegt

In Meißen waren wieder die elbnahen Parkplätze sowie die Baustellenumgehung der Bundesstraße B6 (Siebeneichener Straße) gesperrt. Mit größeren Überflutungen rechnete die Stadtverwaltung aber nicht. Entwarnung gab es auch aus Radebeul, das nach Angaben aus dem Rathaus dieses Mal von Überschwemmungen verschont blieb. Im benachbarten Coswig beobachtete das Ordnungsamt den Fluss genau. Auch wurde jedoch nicht mit größeren Überschwemmungen gerechnet, sagte Stadtsprecherin Ulrike Tranberg. Der vorübergehend hohe Elbwasserstand könnte sich jedoch negativ auf die teilweise noch von Grundwasser gefluteten Keller in Wohnhäusern auswirken.

In Pirna beobachteten die Menschen die Elbe mit Unruhe, sagte Katja Riedel, amtierende Weinkönigin und Juniorchefin des Hotels Deutsches Haus. Die meisten Bewohner ufernaher Bereiche seien noch mit dem Trockenlegen ihrer Keller und Erdgeschosse von der ersten Flut beschäftigt. Sandsäcke vor die durchnässten Gewölbe zu legen würde sowieso nur wenig bringen. Das Hotel ist zwar wieder offen, allerdings kann das Erdgeschoss noch nicht wieder genutzt werden.

In Riesa wurden vorsorglich der Stadtpark, der Elberadweg und eine Straße in Ufernähe gesperrt. Ein Stadtsprecher sagte, es drohten aber keine Gefahren für Gebäude. Lediglich ein Wassersportklub hätte überschwemmt werden können, wenn der Pegel höher als die bisherigen Prognosen gestiegen wäre.

Entwarnung an Flüssen in Ostsachsen

In Ostsachsen hatte sich die Lage schon zuvor deutlich entspannt. Laut Landesamt sank das Wasser in Spree, Lausitzer Neiße und Schwarzer Elster wieder. Neben der Elbe galt am Donnerstag nur noch an der Spree bei Spreewitz und der Großen Röder bei Kleinraschütz die Alarmstufe 2.

Quelle: mdr.de

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