Arbeitsmarkt Bayern – Hochwasser ohne Auswirkung auf Arbeitslosigkeit

Veröffentlicht: Juni 27, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Trotz des schwachen Frühjahrsaufschwungs ist die Zahl der Arbeitslosen im Juni leicht gesunken. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren zwei Millionen 865.000 Menschen als erwerbslos gemeldet.

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Das Hochwasser in Bayern hatte bislang keine negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt: Die bayerischen Arbeitsagenturen melden einen Rückgang der Arbeitslosen. Im Juni waren im Freistaat 247.130 Menschen ohne Arbeit, 8.433 weniger als im Mai.

Der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen, Ralf Holtzwart, rechnet nicht damit, dass sich die massiven Hochwasserschäden in Niederbayern negativ auf die Arbeitslosenzahl auswirken. Vor allem Baufirmen und Landschaftsgärtner dürften mit mehr Aufträgen rechnen, so der Chef der bayerischen Arbeitsagenturen. Aktuell bekommen 67 bayerische Firmen, die durch das Hochwasser Schäden erlitten haben, staatliche Hilfen.

Die betroffenen Firmen erhalten das konjunkturelle Kurzarbeitergeld, das im Rahmen der Fluthilfe von der Bundesregierung wieder belebt wurde. So können sich laut Holtzwart die Firmen auf die Aufräumarbeiten konzentrieren, ohne dass die Firma oder die Beschäftigten große finanzielle Einbußen hinnehmen müssen.

Niederbayern, das vom Hochwasser besonders betroffen war, verzeichnet mit 2,9 Prozent derzeit sogar die niedrigste Arbeitslosenquote aller Regierungsbezirke.

Weniger – und doch mehr

In Bayern waren im Juni 247.130 Menschen ohne Arbeit, 8.433 weniger als im Mai. Die Quote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 3,6 Prozent. Sie liegt damit aber immer noch höher als die Arbeitslosenquote vor einem Jahr (3,4 Prozent). Der Abstand lasse aber wieder nach und die Arbeitslosigkeit baue sich nicht mehr weiter auf, so Holtzwart.

„Wir hoffen, dass wir jetzt in eine Phase der konjunkturellen Belebung hinein kommen.“

Ralf Holtzwart, Chef der bayerischen Arbeitsagenturen

Positiv wertete Holtzwart, dass bereits die Hälfte der 96 bayerischen Landkreise und Städte eine Arbeitslosenquote von unter drei Prozent aufweist. Spitzenreiter ist Eichstätt mit 1,2 Prozent, Schlusslicht Nürnberg mit 7,6 Prozent. Auf Ebene der Regierungsbezirke ist Niederbayern mit 2,9 Prozent Spitzenreiter, danach folgen in kurzen Abständen Schwaben (3,2 Prozent), die Oberpfalz (3,3), Unterfranken und Oberbayern (je 3,4 Prozent) und Oberfranken (4,0). Schlusslicht ist Mittelfranken mit einer Arbeitslosenquote von 4,6 Prozent. Damit liegen alle Bezirke in Bayern weiter unter dem Bundesdurchschnitt.

„Insbesondere witterungsbedingte Branchen wie das Baugewerbe stellen nun vermehrt ein. Dies dürfte mit ein Grund dafür sein, dass in Niederbayern, wo viele Menschen im Baugewerbe tätig sind, die Arbeitslosenquote unter drei Prozent gesunken ist.“

Ralf Holtzwart, Chef der bayerischen Arbeitsagenturen

Arbeitsmarkt bundesweit

Im Juni ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland weiter gesunken: um 72.000 auf 2,87 Millionen. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 6,6 Prozent. Der deutsche Arbeitsmarkt zeige sich alles in allem in einer guten Verfassung, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise. Er entwickle sich trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds robust. Saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Mai leicht gesunken, im Vergleich zum Juni vor einem Jahr stieg sie allerdings um 56.000 an.

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