Archiv für Juni 26, 2013

„In solchen Zeiten“

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Bange Blicke nach Sachsen und gen Himmel

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Sachsen

Nach erneutem Regen in Sachsen werden in Sachsen-Anhalt die Flüsse und Deiche intensiv beobachtet. Das betonte eine Sprecherin des Krisenstabes der Landesregierung am Mittwoch. An neuralgischen Punkten wie im Salzlandkreis hat sich die Lage noch nicht gänzlich entspannt. Dazu gehört Breitenhagen im Elbe-Saale-Winkel, wo die Einwohner erst nach zwei Wochen in den wegen Hochwassers gesperrten Ort zurückkehren durften, wie eine Sprecherin des Krisenstabes des Landkreises sagte. Probleme gebe es zum Beispiel noch mit der Stromversorgung. «Und die Menschen schauen besorgt zum Himmel und hoffen, dass kein großer Regen kommt.»

Unterdessen regte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf der Sondersitzung des Bundesrates in Berlin als Konsequenz aus der Flut die Einrichtung eines dauerhaften nationalen Fonds für Katastrophenfälle an. Zudem sei es notwendig, Verfahren zum Schutz vor Hochwasser zu beschleunigen. Haseloff lobte zugleich die Hilfsbereitschaft der Menschen beim Hochwasser, wie die Staatskanzlei weiter mitteilte. (dpa/sa)

Quelle: fr-online.de

Erster Hochwasser-Toter im Landkreis Stendal

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Stendal

In den noch immer nicht abgeflossenen Wassermassen der Elbe-Flut ist im Landkreis Stendal ein 81-Jähriger ums Leben gekommen. Gut zwei Wochen nachdem der Scheitel des Hochwassers Sachsen-Anhalt verlassen hat, wurde der Mann am Mittwoch tot in seinem fast vollständig im Wasser versunkenen Auto gefunden.

Wie die Polizei in Stendal berichtete, wurde der 81-Jährige aus der Gemeinde Wust-Fischbeck am Montagmorgen zum letzten Mal von Nachbarn gesehen. Angehörige meldeten den Mann am Dienstagabend als vermisst. Er soll mit seinem Wagen nahe der Gemeinde Schönhausen in einen gesperrten Bereich gefahren und dabei verunglückt sein.

Dagegen konnte sich nach Polizeiangaben ein 70-Jähriger bei einem ähnlichen Unglück an derselben Stelle alleine aus seinem Fahrzeug retten. Der Mann wollte am Dienstag die unpassierbare Straße befahren. (dpa/sa)

Quelle: fr-online.de

Klassik Stiftung benötigt Flut-Hilfe

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Die Klassik Stiftung Weimar ist für die Beseitigung der durch Hochwasser und Unwetter angerichteten Schäden auf Geld aus dem Hilfsprogramm von Bund und Ländern angewiesen. Der Stiftungsrat bezifferte die Flutschäden am Mittwoch in Weimar auf rund 900 000 Euro.

Nur ein Teil dieser Summe könne durch Umschichtungen im Stiftungshaushalt aufgebracht werden, sagte Präsident Hellmut Seemann. Daher will die Stiftung Hilfsgelder aus dem Flutfonds beantragen. Die Naturgewalten hatten vor allem den Park an der Ilm in Weimar – eines der meistbesuchten Touristenziele – und den Schlosspark Tiefurt getroffen. Beide gehören zum Weltkulturerbe.

Beschädigt wurden auch der Park im Wieland-Gut von Oßmannstedt bei Weimar und das Schloss Großkochberg bei Rudolstadt. In Großkochberg hatte ein Unwetter bereits wenige Tage vor der Hochwasserkatastrophe rund 350 000 Euro Schaden angerichtet. «Trotzdem sind wir noch relativ glimpflich davon gekommen», sagte Seemann. Die Kunstschätze und Archivalien der Stiftung waren von den Fluten verschont geblieben.

Seemann bleibt über 2015 hinaus Stiftungspräsident. Der Stiftungsrat verlängerte seine Amtszeit einstimmig um weitere vier Jahre bis Juli 2019. Der Germanist steht seit 2001 an der Spitze der Stiftung. Die Stiftung habe sich in den vergangenen beiden Jahren sehr positiv entwickelt, betonte der Stiftungsratsvorsitzende, Thüringens Kultusminister Christoph Matschie (SPD). So seien wichtige Vorhaben des Masterplans wie die Wiedereröffnung des Goethe- und Schiller-Archivs oder die Sanierung des Goethe-Nationalmuseums umgesetzt worden, in diesem Jahr folge das zentrale Museumsdepot.

«In Seemann haben wir einen erfahrenen Präsidenten, bei dem wir diese Aufgaben in guten Händen wissen», fügte Matschie hinzu. Noch vor zwei Jahren hatte es einen monatelangen Streit um die Stellenbesetzung gegeben, da Matschie gegen eine längere Amtszeit Seemanns war. Trotz 27 Bewerbungen fand sich seinerzeit aber kein durchsetzbarer Kandidat.

Der Stiftungsrat vergab zudem die Planungsarbeiten für den Umbau des Weimarer Stadtschlosses an ein Berliner Architektenbüro. Das ehemalige Residenzschloss der Herzöge von Sachsen-Weimar und Eisenach soll klassisches Zentrum Weimars werden und nach der Sanierung die Verknüpfung der Weimarer Klassik mit dem Herzogshaus aufzeigen. Bislang ist von 40 Millionen Euro Kosten die Rede. (dpa)

Quelle: fr-online.de

Minister sagt Landwirten weitere Hochwasserhilfen zu

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

 

Überfluteter Bauernhof in Schönhausen. Foto: Jens Wolf/Archiv

Überfluteter Bauernhof in Schönhausen. Foto: Jens Wolf/Archiv

Sachsen-Anhalts Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) hat hochwassergeschädigten Landwirten weitere Hilfen versprochen. Man lasse die Betroffenen nicht allein, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch auf MDR INFO. Über die bereits bewilligten 5000 Euro Soforthilfe hinaus seien weitere Regelungen in Vorbereitung. Danach könne das Land die Hälfte der Flutschäden ersetzen.

Aeikens versicherte zugleich, dass den Landwirten beim Hochwasserschutz nicht die Existenz genommen werden solle. Für zusätzliche Überflutungsflächen werde es einen Ausgleich geben. Möglich sei aber auch ein Flächentausch oder im Extremfall die Umsiedlung eines Landwirtschaftsbetriebes.

Pauschallösungen gebe es nicht, es müsse immer nach den konkreten Bedingungen vor Ort entschieden werden. «Polderlösungen können sehr effektiv sein, Deich-Rückverlegungen sind an anderer Stelle gefordert, wo wir auch Deich-Linien begradigen wollen», sagte der Minister. Aeikens besucht am Donnerstag Landwirte im Elb- Havel-Winkel, die vom Hochwasser stark betroffen sind. (dpa/sa)

Bundeswehr Video im Hochwasser Einsatz 2013

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von Generaldirektor in Videos

Hochwasser Passau im Zeitraffer 3Tage

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von Generaldirektor in Passau

Kuhrettung im Hochwasser

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von Generaldirektor in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Kostenlose Telefonanlage für Flutopfer

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

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Unwetter in Lohmar – Unwetteropfer haben viele Fragen

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen, NRW

Mit einem Spendenkonto will die Stadt Lohmar die Betroffenen des Unwetters unterstützen und leistet eine Anschubfinanzierung von 5000 Euro. Mehr als 200 Anwohner hatten sich in der Ratssitzung eingefunden und stellten zahlreiche Fragen.

Lohmar.  Die Stadt will nach dem schweren Unwetter in der vergangenen Woche ein Spendenkonto für Betroffene einrichten. Die Anschubfinanzierung der Stadt beträgt 5000 Euro. Dies gab Bürgermeister Wolfgang Röger im Stadtrat bekannt. Mehr als 200 Anwohner hatten sich dort zur Einwohnerfragestunde eingefunden. Sie wollten wissen, wie die Stadt ihren Bürgern hilft und wie sie sich künftig zu schützen gedenkt. Tiefbauamtsleiter Dietmar Schlösser erläuterte die Hochwasserschutzmaßnahmen und legte Ursachen und Zusammenhänge der Überflutungen dar.

Danach wurden Fragen der Bürger zugelassen. Die gab es zu Dutzenden: Ein Anwohner vom Hollenberg etwa monierte, das Regenrückhaltebecken in Weegen sei im Vortrag nicht erwähnt worden – es sei für derartige Wassermassen schlicht zu klein sei. Die Stadt räumte Nachbesserungsbedarf ein. „Wie soll man sich gegen Hochwasser schützen, wenn Bauvorschriften Maßnahmen verhindern?“ wollte ein anderer wissen. Bürgermeister Wolfgang Röger sagte zu, dass bei hochwassergefährdeten Haushalten Schutzvorrichtungen großzügiger genehmigt werden sollen.

Bürger sollen Schäden melden

Röger signalisierte Verhandlungsbereitschaft auf die Frage von Anwohnern, ob sie mit Erleichterungen bei den hohen Strom- und Wasserrechnungen durch Pumpen und Reinigungsarbeiten rechnen dürften: „Wenn Sie Kunde der Stadtwerke sind, können wir gerne darüber diskutieren.“ Zudem wurden die Betroffenen aufgefordert, Schäden bei der Stadt zu melden.

Das hatten bis dato nur zwölf Haushalte getan. Offenbar hatten die meisten von der Möglichkeit, Schäden anzuzeigen, noch gar nichts mitbekommen, ebenso wenig wie von der „Hotline“ des Ordnungsamtes und von den zusätzlichen Abfuhrterminen der Müllentsorger. Sämtliche Informationen finden Betroffene nun im Internet. Auskünfte erteilt das Ordnungsamt unter ☎ 02246/15-214 und -219.

Quelle: ksta.de

Staatskanzlei – Pressemitteilung Nr.: 324/2013

Magdeburg, den 26. Juni 2013

Ministerpräsident im Bundesrat zur Fluthilfe/ Haseloff: Danke Deutschland!

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat heute in der Sondersitzung des Bundesrates zur Fluthilfe gesprochen. Der Ministerpräsident dankte dem Bund und den Ländern für ihre Bereitschaft zur Auflage eines Fluthilfefonds. „Die Solidarität, die wir im politischen Miteinander an dieser Stelle gezeigt haben, haben uns die Menschen in den letzten Wochen eindrucksvoll vorgelebt“, so Haseloff. Die Botschaft an alle von der Flut Betroffenen sei: „Wir lassen euch nicht allein, wir sind in der Lage, die enormen Herausforderungen zu bestehen, die auf ein Hochwasser dieser Dimension folgen.“

 

Der Ministerpräsident betonte, dass es nun notwendig sei, mit der Bewältigung der Flutfolgen zügig zu beginnen. Wichtig sei zudem, dass die gesamte Bandbreite der Betroffenen erfasst werde, von der Wirtschaft über privates Wohneigentum und die Infrastruktur bis hin zu sozialen oder kulturellen Einrichtungen. Daher müsse im Aufbauhilfe-Fonds-Gesetz und der folgenden Verordnung der Kreis der potentiell Anspruchsberechtigten weit gefasst werden.

 

Als Konsequenz aus der Flut regte Haseloff die Einrichtung eines dauerhaften nationalen Fonds für Katastrophenfälle an. Zudem seien Verfahrensbeschleunigungen bei Hochwasserschutzmaßnahmen und eine stärkere länderübergreifende Kooperation notwendig. Der Hochwasserschutz benötige auch eine bessere Abstimmung im europäischen Kontext. Für die Elbanrainer kündigte der Ministerpräsident eine entsprechende Initiative an.

Impressum:

Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt
Pressestelle
Hegelstraße 42
39104 Magdeburg
Tel: (0391) 567-6666
Fax: (0391) 567-6667
Mail: staatskanzlei@stk.sachsen-anhalt.de

Ein Handballtrainer startet große Auktion

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Von Christoph Dach

Handball-Trainer Daniel Untermann will den Geschädigten des Hochwassers mit einer Auktion helfen und hat über Nacht Spenden von Ballack bis Nguyen erhalten. Nun soll die Auktion mit 180 Teilen starten.

Herr Untermann, Sie haben mit „Handballer helfen“ eine der größten privaten Spendenaktionen zugunsten der Flutopfer ins Leben gerufen. Wie kam es dazu?

Ich hatte von einer Aktion des Freundeskreises deutsche Handballer gehört, der bereits bei der letzten Flut im Jahr 2002 vielen Vereinen geholfen hat, die ihr Hab und Gut verloren hatten. Diesmal war die Resonanz jedoch sehr überschaubar. Da wollte ich ein wenig nachhelfen, weil ich in der deutschen Handball-Szene gut vernetzt und mit einigen Bundesliga-Spielern befreundet bin, mit Sven-Sören Christophersen von den Füchsen zum Beispiel oder mit Johannes Sellin.

Diese habe ich dann um Mithilfe gebeten.

Als Plattform dafür haben Sie sich das soziale Netzwerk Facebook ausgesucht.

Am Sonntag vor zwei Wochen habe ich ein Foto auf meiner privaten Seite gepostet, ein paar befreundete Handballer verlinkt und bin dann ins Bett gegangen. Als ich am nächsten Morgen aufgestanden bin und meine Seite geöffnet habe, konnte ich kaum glauben, was über Nacht passiert war. Das Feedback war so überwältigend, dass wir eine eigene Facebook-Seite einrichten mussten. In den folgenden Tagen hat die Aktion eine unglaubliche Eigendynamik entwickelt. In den vergangenen beiden Wochen haben 500 000 Leute die Seite besucht. Ich habe mich teilweise gefühlt wie die Ute Ohoven des Handballs.

Die zentrale Idee ihrer Aktion ist es, dass Sportler Trikots oder andere Utensilien spenden, die dann meistbietend verkauft werden. Wie viel hat sich denn mittlerweile angesammelt in Ihrem Büro?

Ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll, mittlerweile liegen nämlich um die 180 Teile auf meinem Schreibtisch. Stefan Kretzschmar hat beispielsweise sein Trikot aus der Saison eingeschickt, in der der SC Magdeburg als erste deutsche Mannschaft die Champions League gewonnen hat. Handball-Moderatorin Anett Sattler hat die Kiste gespendet, auf der sie steht, wenn sie die groß gewachsenen Sportler interviewt. Außerdem hat sie bei ihrem Sender Sport1 ein gutes Wort für uns eingelegt. Allerdings haben wir auch schnell gemerkt, dass sich nicht nur Handballer an der Aktion beteiligen. Mario Gomez und Michael Ballack haben ein Trikot geschickt, ebenso Kunstturner Marcel Nguyen, der in London zwei Silbermedaillen gewonnen hat.

Haben Sie ein persönliches Lieblingsstück?

Nicht wirklich. Bei einem Paket habe ich aber eine Gänsehaut bekommen, nachdem ich es geöffnet hatte. Eine junge Frau hat uns ein Trikot des 2010 an Krebs verstorbenen Handball-Nationalspielers Oleg Velyky geschickt, das sie einst beim Benefizspiel zu Gunsten seiner Familie gewonnen hatte. Sie schrieb dazu, das Trikot habe schon einmal einem guten Zweck gedient – und solle das nun ein zweites Mal tun. Das war ein sehr emotionaler Moment.

Wann beginnen die Auktionen?

Eigentlich sollten sie bereits am Wochenende online gehen. Und glauben Sie mir: Ich habe meinen halben Urlaub dafür geopfert, dass alles möglichst zeitnah passiert, weil die Flutopfer das Geld natürlich lieber heute als morgen gebrauchen können. Allerdings hat man sich bei einem großen Internet-Auktionshaus geweigert, uns im Sinne möglichst niedriger Kosten einen Charity-Account einzurichten, da wollte man offenbar mitverdienen. Stattdessen wickeln wir unsere Aktion jetzt über die Internetseite http://www.unitedcharity.de ab. Ab Mittwoch kann man für die Trikots mitbieten. Weil die Nachfrage so groß ist, haben wir noch separate Charity-Shirts produzieren lassen, damit sich wirklich jeder beteiligen kann.

Werden Sie auch auf ein Stück mitbieten?

(lacht) Eher nicht. Manchmal denke ich allerdings so bei mir: Wenn ich doch bloß eine Geschäftsidee hätte, die so eine Eigendynamik entwickelt wie unsere Spendenaktion.

Daniel Untermann, 34, trainiert Handball- Oberligist PSV Berlin. Mit Handballer Johannes Sellin und Volleyballer Henry Glöckner betreibt er in Berlin ein Dienstleistungsunternehmen.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de

Polderflutungen am Rhein zeigten Wirkung

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe
Die Flutungen mehrerer Polder am Ober- und Mittelrhein während des jüngsten Hochwassers haben den Pegel des Flusses merklich gesenkt. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz und des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Rohdaten belegten eine erkennbare Wirkung dieser sogenannten „Rückhaltemaßnahmen“ bis an den Niederrhein.
In dem rund 60-seitigen Bericht, der sich auch mit dem Hochwasser an Donau und Elbe beschäftigt, betonen die Experten zudem, dass der zeitliche Versatz zum Mosel-Hochwasser den Niederrhein vor Schlimmerem bewahrt habe. Das jüngste Moselhochwasser sei zwischen dem 20. und 26. Mai am Pegel Cochem abgeflossen und damit gut eine Woche vor der Rheinwelle. „Eine Scheitelüberlagerung hätte potenziell sicherlich bedeutende Folgen haben können“, heißt es in dem Bericht.
 
Quelle: focus.de

Europa soll für natürlichen Sieg-Lauf zahlen

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Hochwasserschutz, NRW

Mit 3,1 Millionen Euro soll die Europäische Union die Renaturierung der Siegmündung fördern. Die Bezirksregierung will die Siegauen zwischen der A 59 an der Siegburger Stadtgrenze und Niederkassel-Mondorf in einen naturnahen Zustand versetzen.

Die Europäische Union soll die Renaturierung der Siegmündung mit 3,1 Millionen Euro finanziell unterstützen. Einen Förderantrag hat die Bezirksregierung Köln nach Brüssel geschickt.

Die Behörde will die Siegauen zwischen der A 59 an der Siegburger Stadtgrenze und der Mündung bei Niederkassel-Mondorf wieder in einen naturnahen Zustand versetzen lassen und damit eine verbindliche Gewässerrichtlinie der Europäischen Union umsetzen. Die Sieg, die mit Uferbefestigungen aus dem 19. Jahrhundert zu einem kanalartigen Fluss gemacht wurde, soll von diesen Fesseln befreit werden.

Landschaftsplaner wollen der Sieg innerhalb bestimmter Grenzen die Möglichkeit geben, sich ihren wieder einen natürlichen Lauf zu suchen und dabei auch Seitenarme auszubilden, ohne dabei die Hochwassergefahr zu erhöhen. Die Kosten des Projekts belaufen sich nach bisheriger Planung auf 6,2 Millionen Euro. Gewährt die EU den beantragten Zuschuss, müsste das Land einen gleichhohen Betrag zahlen

Quelle: ksta.de

Starnberger See – Immer noch Hochwasser

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

Drei Wochen nach den Überschwemmungen in Oberbayern hat sich die Situation an Seen und Flüssen längst beruhigt. Nur der Starnberger See meldet immer noch Hochwassermeldestufe 1.

Ein Großteil der Stege kann von den Schiffen immer noch nicht angefahren werden. Schuld sind die unterirdischen Quellen, die den Starnberger See speisen. Das  Grundwasser lässt nach einem Hochwasser zeitversetzt den Seespiegel ansteigen – und dieser Zustand hält nun schon seit drei Wochen an: der Wasserstand liegt  noch 60 Zentimeter über dem normalen Durchschnittswert.

Besserung noch nicht absehbar – Stege werden aufgerüstet

Darum können auch die Schiffe nach wie vor nur die Haltestellen Starnberg und Tutzing anfahren –  an allen anderen Orten sind die Übergangsbrücken von den Stegen zu den Schiffen durch den hohen Wasserstand zu steil. Da nicht absehbar ist, wann der Seespiegel wieder sinkt, sollen weitere Landestege nun provisorisch aufgerüstet werden – mit zusätzlichen Rampen und Aufbauten, damit die Gäste wieder gefahrlos ins Schiff steigen können. Los geht es mit dem Landesteg in Seeshaupt. Folgen könnten  dann je nach Bedarf auch die Stege in Berg, Possenhofen, Bernried, Leoni, Ammerland und Ambach.

Quelle: br.de

Mainfrankentour 2013 – Wein, Fische und Hochwasser in Randersacker

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Bayern

In Randersacker ist in den letzten Jahren ein Freizeitparadies für Einheimische und Touristen direkt am Mainufer entstanden. Hier kann man grillen, baden, im Main paddeln, spielen oder einfach nur die Sonne genießen.

Hochwasser rechtzeitig abgeflossen

Noch vor zwei Wochen waren die Mainwiesen und auch der angrenzende Mainradweg überschwemmt. Das ist die andere Seite des Mains: Bei Hochwasser hat das Weindorf zu kämpfen, dass alles trocken bleibt. Das waren auch Themen für die Bayern 1-Moderatoren Susanne Günther und Jürgen Gläser in der Bayern 1-Mittagssendung von 12.05 bis 13.00 Uhr am Mittwoch (26.06.13) live von der Fischerbucht.

Main-Fischerei blickt auf 300-jährige Tradition zurück

Die Fischerzunft in Randersacker feierte 2012 ihr 300-jähriges Bestehen. In der Mittagssendung berichtete Zunft-Obermeister Hubert Holl über den Fischfang auf dem Main davon. Die Mainfischer fangen und verkaufen zahlreiche Fischarten vom Aal über Schleie und Wels bis hin zum Zander. Beliebt sind auch die „Meefischli“: in heißem Öl frisch gebackene, fingerlange Weißfische.

Wasserkraftwerk mit Umgehungsbach

Thema der Live-Sendung war auch das Wasserkraftwerk an der Staustufe Randersacker. Es produziert ökologisch wertvollen Strom aus Wasserkraft. Damit die Fische die Staustufe und das Wasserkraftwerk unbeschadet passieren können, wurde 2007 der erste Umgehungsbach auf dem Main in Betrieb genommen. Der künstliche Wasserlauf ermöglicht es den Fischen ungestört flussaufwärts und flussabwärts zu wandern.

Randersacker und seine Steinbrüche

Randersacker war ehemals Zentrum der Natursteingewinnung. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde in den Steinbrüchen rund um den Ort Quaderkalk abgebaut. Diese Gesteinsart entstand vor etwa 220 Millionen Jahren als Ablagerung im Muschelkalmeer des „Trias“ genannten Erdmittelalters. Auf so gut wie allen Höhenzügen um Randersacker befinden sich die ehemaligen Steinbrüche. Der Steinbruch im Ortsteil Lindelbach ist heute ein Naturdenkmal. Von der Geschichte der Natursteinproduktion zeugt heute das Steinhauermuseum „Mönchshof“.

BR-Bühne an der Uferpromenade

Die Live-Bühne des Regionalstudios Mainfranken stand an der Uferpromenade von Randersacker. Bereits ab 10.30 Uhr gab es Swing am Mainufer mit „Audio Retro“, um 11.00 Uhr begrüßten die Moderatoren Irina Hanft und Eberhard Schellenberger die Gäste. Sie stellten den Weinort Randersacker und die drei Zünfte (Steinmetz, Winzer und Fischer) vor, die Randersacker in den letzten Jahrhunderten geprägt haben. Nach der Live-Sendung hatten die Besucher der Mainfrankentour ab 13.00 die Möglichkeit, sich an Führungen zu dem Umgehungsbach und der Schleuse sowie durch den historischen Ortskern anzuschließen.

Fernsehen und Video-Livestream

Die Frankenschau aktuell des Bayerischen Fernsehens war ebenfalls mit ihren Übertragungswagen vor Ort. Die Interviews und Reportagen aus Randersacker sind am Mitttwochabend (26.06.13) um 17.30 Uhr im Programm zu sehen. Live dabei war auch das Onlineangebot des Bayerischen Rundfunks. Von 11.00 bis 13.00 Uhr konnten User das Bühnenprogramm mit einem Video-Livestream direkt auf bayern1.de verfolgen.

Umwege für die Fische

Quelle: br.de

Jetzt sterben die Fische

Veröffentlicht: Juni 26, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

 

Gartower Seeufer nach Hochwasser mit Fisch-Kadavern bedeckt – Heute Aufräumarbeiten

bp Gartow. Ralf Pevestorf stampft mit seinen Gummistiefeln durch Fisch-Kadaver. Hunderte.

Das Ostufer des Gartower Sees liegt voll davon – kleine Fischchen, aber auch Hechte, Schleie, Aale, Zander, Welse. Es riecht faulig-fischig. Während der Vorsitzende des Angelclubs Gartow und Umgebung einen Zander aufhebt und an eine mobile Waage hängt, schüttelt er den Kopf. »Das ist zum Heulen, der Edelfisch geht drauf», presst er durch die Zähne. Seit Sonntag zeigen sich die Ausmaße des Fischsterbens: Mit jedem Zentimeter, den das Wasser nach der Flut zurückweicht, kommen weitere Kadaver zum Vorschein. »Da wird noch einiges kommen», prophezeit Klaus Wiech, der zweite Vorsitzende des Angelclubs. Noch steht das Wasser zwei Meter über dem normalen Stand. Für die Angler sind die vielen toten Fische ein Desaster. Denn schon einmal, nach der Flut im Jahr 2002, gab es ein großes Fischsterben im See. Gleich tonnenweise sammelte man damals die Kadaver auf. »Es hat anschließend Jahre gedauert, um wieder auf das Niveau von vor der Flut zu kommen», erinnert sich Pevestorf. Seit 2011 war der Angelclub wieder sehr zufrieden mit dem Fischbestand im See: »Wir waren stolz darauf, wieder ein Gewässer mit so einem Bestand zu haben.»

Betrübt sind die Mitglieder des Vereins über das Massensterben zwar, wirklich überrascht sind sie hingegen nicht. »Schon als das Hochwasser auf den Landkreis zurollte, wusste ich, dass das so kommt», sagt Wiech. Stehe das Wasser während der sommerlichen Temperaturen tagelang auf den Wiesen, so komme es zu Gärprozessen, der Sauerstoffgehalt des Wassers sinke rapide. Für viele Fische bedeutet das den Tod durch Ersticken. Zuerst sind die Krebse dran, denn die brauchen besonders reines Wasser, dann die Edelfische, schließlich auch die Aale. »Das Wasser ist jetzt 24 Grad warm, normal sind 18», sagt Wiech.

Noch eine Vermutung haben die Vereinsmitglieder: Gülle und Dünger von den Feldern könnten gleich massenweise in den See gelangt sein und die Gärprozesse verstärkt haben. Das Wasser ist dunkel, stellenweise fast schwarz. »Den Bauern kann man das natürlich nicht vorwerfen, aber für den See ist das ein großes Problem», so Wiechs Einschätzung. Und auch der Tourismus-Standort Gartow hat ein Problem: »Die Fischerei ist ein großer Faktor für den Tourismus in der Region – wenn man hier jetzt im Sommer weder angeln noch baden kann, dann werden viele Urlauber wegbleiben», meint Pevestorf. Diese Einschätzung teilt die Gartower Samtgemeindeverwaltung. »Wir gehen von einem großen Verlust, von Stornierungsraten im Bereich zwischen 60 und 70 Prozent aus», sagt Ordnungsamtsleiter Lutz Haas. Auch die Auswirkungen auf den See als Badegewässer sind massiv. Noch gibt es zwar kein Badeverbot – »Bei dem Gestank geht da im Moment sowieso niemand rein» -, doch es steht zu vermuten, dass sich in den kommenden Wochen Algen bilden könnten, was ein Badeverbot als wahrscheinlich erscheinen lässt. Der See ist als EU-Badegewässer klassifiziert, das Gesundheitsamt nimmt regelmäßig Proben. »Vier Sterne werden wir in diesem Jahr wohl nicht bekommen», sagt Haas. Wegen des unerträglichen Gestanks und weil die Fische mit Abwässern konterminiert sein könnten, laufen die Aufräumarbeiten bereits heute an. Ab dem frühen Morgen sammeln freiwillige Helfer, die unter anderem die Samtgemeindeverwaltung zusammengetrommelt hat, die toten Fische ein. Die Kadaver landen in einem Container der Tierkörperbeseitigungsanstalt in Rotenburg-Mulmshorn. Friedrich Rössler von den Gräflich von Bernstorffschen Betrieben, die die Fischereirechte für den Gartower See besitzen, koordiniert die Arbeiten. Er rechnet damit, dass eine Aktion allein nicht reicht, um das Problem zu lösen: »Es wird sicherlich noch neue tote Fische geben.» In der kommenden Woche soll es deshalb wohl weitere Aktionen geben.

Quelle: ejz.de