Hilfe mit lauter zuckersüßen Verführungen

Veröffentlicht: Juni 21, 2013 von fluthelfer in Brandenburg

 

Die Bilder von überschwemmten Orten und Landschaften haben die Malchiner Lindenschüler aufgerüttelt. Und sie hatten ein Idee.

Klar, den Flutopfern zu helfen, das machen wir! So viele schreckliche Bilder haben Anne, Ramon, Ricardo und ihre Mitschüler von der Malchiner Lindenschule im Fernsehen und in der Zeitung gesehen. Bilder, die betroffen sie machten.
Deshalb stand für die Mädchen und Jungen sowie ihre Lehrer fest: Wie veranstalten am Donnerstag vor den Sommerferien einen Kuchenbasar – gemeinsam mit dem Sozialwerk. Kirsch- und Schokoladenkuchen, kleine Törtchen und Muffins mit zuckersüßer Glasur – all das boten die Schüler auf dem Malchiner Marktplatz an. Und die Leute standen Schlange. Regina Fritsche brachte gleich einige Mitarbeiterinnen aus dem Rathaus mit. „Ich stamme selbst aus dem sächsischen Döbeln“, sagte sie. Der Ort liege an der Freiberger Mulde und war schon im Jahr 2002 bei der Flut überschwemmt. „Ich finde, die Aktion ist eine tolle Idee. Es ist wichtig, dass wir den Menschen dort helfen.“
Genauso sehen es Anke Steinbach und Peggy Scherbarth vom Friseursalon Figaro. Sie reihten sich ein in die lange Schlange und nahmen für ihre Kolleginnen das eine oder andere Stück Torte mit. „Für die Flutopfer wird jede Hilfe gebraucht.“
Anne legt Stück für Stück auf die Teller. Dabei hat sie Auswahl aus 42 Kuchen. Denn so viele Bleche und Torten haben die Eltern für die Aktion gebacken. Anne half ihrer Mutter natürlich beim Einrühren des Kuchens. Für sie ist es schön, den Flutopfern zu helfen. Viele hätten kaum Geld für Renovierungen oder für neue Möbel, meint sie. Ihre Mitschüler zogen indes mit Kuchenblechen durch Geschäfte, Praxen und ins Pflegeheim an der Bleiche.
Für Schulsozialarbeiterin Rica Düde-Grandtke war es schon der zweite Kuchenbasar gemeinsam mit der Lindenschule. Sie hoffte, dass wieder soviel Geld zusammenkommt wie bei der Spendenaktion für krebskranke Elmaida. Damals seien 500 Euro gesammelt worden. Ganz soviel wurde es dann doch nicht. 421 Euro können die Kinder jetzt überweisen. Rica Düde-Grandtke findet es aber schade, dass es bis jetzt kaum Aktionen für die Flutopfer in der Region gegeben hat.
Kontakt zu den Autoren
red-malchin@nordkurier.de

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