Erste Hochwasser-Hilfen kommen an

Veröffentlicht: Juni 21, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

Nach dem Hochwasser in Sachsen-Anhalt profitieren die ersten Betroffenen von Soforthilfe und Spendengeldern. Wie die Stadt Magdeburg mitteilte, wurden allein in der Landeshauptstadt bislang 900.000 Euro Soforthilfe ausgezahlt. Die Stadt bewilligte nach eigenen Angaben rund 1.260 Anträge auf Unterstützung vom Land.

Das Soforthilfe-Programm Sachsen-Anhalts stellt noch bis Mitte Juli maximal 2.000 Euro für jeden vom Hochwasser betroffenen Haushalt in Aussicht. Bei den Kosten springt zur Hälfte der Bund ein. Auch für Hauseigentümer und Landwirte gibt es Fluthilfen. Unternehmen können bis zu 50.000 Euro betragen, bei Existenzgefährdung auch bis 100.000 Euro.

Bauern im Elb-Havel-Winkel hoffen auf schnelle Hilfe

Unterdessen kommen in Sachsen-Anhalt die ersten Spenden für Hochwasseropfer an. Der Deutsche Bauernverband hat am Donnerstag an Betriebe in Fischbeck und Schönhausen Gelder in Höhe von 40.000 Euro verteilt. Die Bauernfamilien hatten ihre Betriebe evakuieren beziehungsweise im Hochwasser ausharren müssen. Der Präsident des Bauernverbands, Joachim Rukwied, forderte eine Sonderlösung für die Bauern: „500 Euro pro Hektar sind das mindeste.“ Gerade im dünn besiedelten und von der Landwirtschaft geprägten Norden des Landes seien die Bauern wichtige Arbeitgeber. Man dürfe sie nun nicht allein lassen.

Nach Angaben des Bauernverbands sind in Sachsen-Anhalt über zehn Prozent der landwirtschaftlichen Flächen vom Hochwasser betroffen. Demnach stehen rund 115.000 Hektar unter Wasser. Davon seien etwa 73.000 Hektar Äcker. Die genauen Schäden an Betrieben sowie auf den Flächen würden derzeit bilanziert.

Erste Schadensbilanz im Burgenlandkreis

Die Stadt Zeitz hat eine erste Bilanz der Hochwasserschäden vorgelegt. Bürgermeister Volkmar Kunze sprach auf der Stadtratssitzung von knapp elf Millionen Euro. Gleichzeitig betonte er, dass die Stadt mehr in den Hochwasserschutz investieren wolle. Vorgesehen sei unter anderem der Bau einer Mauer, die das Wasser der Weißen Elster aus der Stadt fernhalten solle.

Der Burgenlandkreis selbst hatte bislang nur eine Prognose der Hochwasserkosten abgegeben. Allein die Schäden der Kommunen bewegten sich demnach jenseits der 10 Millionen Euro. Der Kreis im Süden Sachsen-Anhalts war als erster vom Hochwasser betroffen.

Die Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalts (ÖSA) rechnen damit, dass das Hochwasser 2013 Kosten in zweistelliger Millionenhöhe verursacht hat. Damit werde die Dimension der Jahrhundertflut von 2002 weit übertroffen. Nach eigenen Angaben betrug die Schadenssumme der ÖSA seinerzeit etwa drei Millionen Euro.

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