Tausende Menschen dürfen zurück in ihre Häuser

Veröffentlicht: Juni 20, 2013 von fluthelfer in Stendal

Die Pegelstände sinken langsam – und im Landkreis Stendal können viele Menschen wieder in ihre Heimatorte zurück. Die Region ist besonders stark von Überflutungen betroffen. Nun beginnen dort die Aufräumarbeiten.

Die Hochwasserkatastrophe ist noch nicht vorbei, vielerorts entspannt sich die Lage aber deutlich: Im besonders schwer betroffenen Elbe-Havel-Winkel in Sachsen-Anhalt hat der Kreis Stendal viele Evakuierungen aufgehoben. Das Wasser sinkt, Tausende Bewohner dürfen in ihre Häuser zurück – und beginnen nun mit dem Aufräumen. In Brandenburg beschädigten heftige Unwetter die Elbdeiche an zwei Stellen, was jedoch laut Behörden keine neue Gefahr darstellt.

In Sachsen-Anhalt betonten die Behörden trotz aufgehobener Evakuierungen, viele Zufahrtsstraßen seien noch überschwemmt. Zudem sei noch nicht überall die Abwasser- und Stromversorgung wieder intakt. Während des Elbe-Hochwassers waren im Kreis Stendal rund 8400 Menschen aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen.

Weiter südlich entspannt sich die Hochwasserlage entlang der Elbe weiter. Das Pretziener Wehr wurde wieder geschlossen. Die Hochwasserschutzanlage war am 3. Juni geöffnet worden, um Magdeburg und weitere Orte zu schützen. Das Wehr sorgt dafür, dass ein Drittel des Elbewassers in einem 21 Kilometer langen Kanal umgeleitet wird.

In Thüringen soll als Konsequenz aus den Fluten, die 18 der 23 Landkreise und kreisfreien Städte trafen, das Hochwasserschutzsystem verbessert werden. Das erklärten Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) und Vertreter der fünf Fraktionen bei einer Debatte im Landtag. Das Hochwasser hat nach Einschätzung von Lieberknecht in Thüringen Schäden im dreistelligen Millionenbereich hinterlassen. Eine komplette Schadensbilanz soll am 10. Juli vorliegen.

Der Oberbürgermeister des sächsischen Grimma, Matthias Berger (parteilos), erwägt Umsiedlungen aus der Muldeaue, um dem Fluss mehr Raum zu geben. Man wolle Vorreiter für einen neuen Hochwasserschutz werden, sagte Berger der „Leipziger Volkszeitung“. „Wir sind in einer Situation, in der es keine Denkverbote geben darf.“

wit/dpa

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s