Katastrophenschutzstab im Kreishaus im Dauerdienst

Veröffentlicht: Juni 17, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

 

»Hochwasser ist ein Thema, das steckt in den Köpfen. Jedem, der im Katastrophenschutzstab mitarbeitet, ist das stets bewusst», unterstreicht der 1.Kreisrat Claudius Teske. Gemeinsam mit Landrat Jürgen Schulz und Kreisbrandmeister Claus Bauck hat er die »überörtlich wichtigen» Entscheidungen während des 13 Tage dauernden Katastrophenalarms getroffen. »Dabei haben sich die kurzen Wege in der Zentralen Füh-rungseinheit (ZFE) bewährt. Alles hat ausgesprochen gut geklappt», ist Teske zufrieden. Sichtlich angetan war auch Christoph Unger, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, von der flüssigen Stabs- arbeit im Kreishaus.

Umgesetzt wurden die Entscheidungen in der ZFE, bestehend aus dem Stab der Hauptverwaltungsbeamten und der Technischen Einsatzleitung (TEL). Gut 40 Stabsmitarbeiter von Feuerwehr, THW, DRK, DLRG, Polizei und Verwaltung – also ein bunter Stab – hatten die Aufträge rund um die Uhr in Zwölf-Stunden-Schichten abzuarbeiten. Mit dabei die Reservis-ten des Kreisverbindungskommandos, die den Einsatz der Bundeswehr koordienierten. »Insgesamt sind dabei fast 12000 Tagebuchnummern zusammengekommen, die zumeist mit den Örtlichen Einsatzleitungen in Dannenberg und Gartow abzuarbeiten waren», ergänzt Christian Schlenker. Er verantwortet das TEL-Sachgebiet 3 Einsatzführung. Weitere Sachgebiete der TEL sind Personal und innerer Dienst (1), Lage und Dokumentation (2), Unterbringung und Versorgung samt Küche (4), Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (5) sowie Kommunikation und EDV (6).

Als »absolut Spitze» beurteilt Claudius Teske die Tatsache, »wie schnell der bunte Stab nach dem Ausrufen des Katastrophenalarms arbeitsfähig war. Jeder wusste sofort, was er zu tun hatte.» Claus Bauck ergänzt: »Auch die Fachberater, die von außerhalb kamen, waren schwer beeindruckt, wie schnell sie in die Abläufe integriert wurden. Das läuft in anderen Kreisen erheblich schleppender.» Was für organisatorische Leistungen dahinter stecken, wird an einem Beispiel deutlich: An nur einem Tag organisierte der Einsatzabschnitt des DRK die Unterbringung von fast 4000 Helfern.

Ursache für den gelungenen Kaltstart seien die monatlichen Übungen, freut sich Teske. Im Wechsel zwischen Stab HVB und der TEL üben jeweils rund zwei Dutzend Stabskräfte, wobei stets ein Austausch über die Lernerfolge stattfinde. Bei den nächsten Übungen würden die aktuellen Erfahrungen einfließen. »Optimierungsbedarf» bestehe beispielsweise beim Verkürzen von Transportwegen bei der Verpflegung, beim Weiterentwicklen des speziellen EDV-Programms sowie beim Verbessern der Kommunikation während des Aufwachsens der Örtlichen Einsatzleitungen.

http://www.ejz.de/index.php?&kat=50&artikel=110341938&red=28&ausgabe=

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