Lauenburger bereiten Rückkehr in Häuser vor

Veröffentlicht: Juni 15, 2013 von fluthelfer in Lauenburg

 

Freudige Nachricht für die Bewohner der vom Elbhochwasser überflutete Lauenburger Altstadt: Sie dürfen voraussichtlich heute in ihre Häuser zurückkehren. Die Vorbereitungen dafür sind gestern angelaufen, nachdem klar war, dass das Hochwasser weiter zurückgeht. Mit Hilfe von Hochleistungspumpen wurden die Fluten aus den Straßen und Häusern befördert. Spezialisten müssen noch die Gas- und Stromleitungen in der Stadt überprüfen.

Gebäude werden einzeln überprüft

Vermutlich ab 8 Uhr am Sonnabend dürfen die Bewohner ihre Häuser wieder betreten – zusammen mit Statikern. Diese überprüfen ein Gebäude nach dem anderen. Sind diese sicher, dürfen die Bewohner dort bleiben. Im Laufe des Tages sollen dann alle etwa 300 Menschen wieder in ihre Räume zurückkehren können. Laut Krisenstab bleibt das Gebiet aber für Fußgänger und Autofahrer bis auf weiteres gesperrt, zum Schutz vor Hochwasser-Touristen. Außerdem wird es strenge Hygiene-Auflagen geben. Der Krisenstab befürchtet, dass durch das verschmutzte Elbwasser Keime und Krankheitserreger in die Altstadt gelangt sind.

Keine Gefahr an den Deichen

Noch immer sind Hunderte Helfer in Lauenburg im Einsatz, unter anderem um die Deiche zu kontrollieren. Sie sind laut Krisenstab stabil – Entwarnung gibt es aber nicht. „Wir haben in Sachsen-Anhalt gesehen, wie schnell es gehen kann“, sagte Krisenstabssprecher Peter Schütt. Der Pegelstand der Elbe sinkt derzeit um etwa einen Zentimeter pro Stunde. Der Krisenstab erwartet, dass es so weitergeht. Am Morgen lag der Pegelstand in Hohnstorf gegenüber von Lauenburg bei 9,10 Metern. In Lauenburg selbst sind es stets einige Zentimeter mehr. Normal sind rund fünf Meter.

Wer zahlt die Hochwasserschäden?

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Möglich macht das der sogenannte Fluthilfe-Fonds, den Bund und Länder am Donnerstag gemeinsam vereinbart haben. Wie groß der Hilfstopf sein wird, ist noch nicht sicher. In Berliner Koalitionskreisen ist von bis zu acht Milliarden Euro die Rede. Auch die Firmen im Lauenburger Industriegebiet können auf finanzielle Hilfen hoffen, auch wenn keine größeren Schäden entstanden sind. Den Betrieben seien Kosten durch die Umlagerung von Waren und Rohstoffen entstanden, sagte Landeswirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) bei einem Ortstermin. Man sei in intensiven Gesprächen.

Debatte über Finanzierung des Hochwasserschutzes

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat die Bundesregierung aufgefordert, dauerhaft mehr Geld als bisher für den Hochwasserschutz bereitzustellen. Der SPD-Politiker sagte der „Stuttgarter Zeitung“ (Donnerstagsausgabe), der Bund müsse die Finanzierung des Hochwasserschutzes im Binnenland neu ausbalancieren und an den Küstenschutz anpassen. „Heute ist die Lastenverteilung beim Hochwasserschutz im Binnenland zu 60 Prozent beim Bund und zu 40 Prozent bei den Ländern. Beim Küstenschutz sind es 70 zu 30.“

http://www.ndr.de/regional/schleswig-holstein/lauenburg241.html

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