Hochwasser-Liveticker vom Donnerstag 13.Juni

Veröffentlicht: Juni 14, 2013 von fluthelfer in Ticker

Das Elbe-Hochwasser erreicht vielerorts seinen Höhepunkt, doch die Gefahr von Deichbrüchen bleibt hoch. Unermüdlich sind die Helfer im Kampf gegen die Wassermassen im Einsatz. Kritisch ist die Lage weiterhin in Sachsen-Anhalt, wo weite Landstriche überflutet sind. Zum aktuellen Wetterbericht geht es hier.

+++ 21:35 Konzert der Toten Hosen findet statt +++
Die Toten Hosen können ihr Konzert am Veranstaltungsort Ferropolis in Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt) spielen. Das Konzert werde trotz der angespannten Hochwasserlage wie geplant am Samstag stattfinden, teilten Ferropolis und die Band auf ihren Internetseiten mit. Ein für den 9. Juni geplantes Konzert der Sängerin Helene Fischer musste auf den 22. Juni verschoben werden.

+++ 21:14 Gauck besucht Deggendorf +++
Joachim Gauck reist am Freitag erneut in eine Hochwasserregion. Er wird das besonders schwer vom Hochwasser betroffene Deggendorf in Bayern besuchen. Am Sonntag hatte Gauck die Hochwasser-Städte Halle an der Saale und Meißen in Sachsen besucht.

+++ 20:24 Pegel bei Lüchow sinken langsamer +++
Die Wasserstände im Landkreis Lüchow-Dannenberg sinken langsamer ab. Grund ist, dass die Havel in die Elbe abfließt, teilte der Landkreis mit. Die Menschen von der Stadtinsel Hitzacker können damit nicht so schnell in ihre Häuser zurück, wie zunächst gehofft. Zwischenzeitlich hatte die Samtgemeinde Elbtalaue mitgeteilt, die Evakuierung könne möglicherweise schon am Freitag aufgehoben werden, wenn der Pegelstand weniger als 7,76 Meter betrage. Jetzt hieß es beim Landkreis, dieser Wasserstand werde voraussichtlich erst am Samstagabend erreicht.

+++ 19:23 Schöpfwerk in Aken wird nicht angeschaltet +++
Ein Schöpfwerk in Aken (Sachsen-Anhalt) wird zunächst nicht in Betrieb genommen. Es sei zu gefährlich, heißt es in einer vom MDR über Twitter verbreiteten Pressemitteilung des Krisenstabs der Landesregierung. Stattdessen würden zwei Hochleistungspumpen in Betrieb genommen. Entlastung werde sich auch durch eine Sprengung des bereits gebrochenen Deichs bei Breitenhagen am Freitag erhofft. Der MDR in Sachsen-Anhalt berichtete auf seiner Internetseite weiter, die Entscheidung, das Schöpfwerk nicht anzuschalten, habe zu „tumultartigen Szenen geführt“. Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtete Innenminister Holger Stahlknecht sei von einem 68-jährigen Akener mit einem Stück Holz beworfen worden. Verletzt worden sei der Minister nicht.

+++ 18:43 DWD meldet Regen und Gewitter +++
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet schauerartigen Regen und teils kräftige Gewitter, die vom Westen her kommen und sich in Richtung Osten ausweiten. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde mit Sorge auf die Ankündigung reagiert, wie NDR.de berichtete. Dort bestand kürzlich noch die Gefahr, dass ein Notdeich abrutscht. „Regen ist natürlich ungünstig“, sagte eine Sprecherin NDR.de. Der Deich sei mit Planen abgedeckt worden.

+++ 18:33 Millionenschäden an Straßen und Schienen +++
Das Hochwasser hat an Straßen und Schienen in Deutschland erhebliche Spuren hinterlassen. „Insgesamt liegt der Schaden in den betroffenen Gebieten wahrscheinlich im hohen dreistelligen Millionenbereich“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer nach Besuchen entlang der Elbe in Sachsen-Anhalt. „Belastbare Summen können wir erst nennen, wenn das Wasser abgeflossen ist.“

+++ 18:20 Sportler engagieren sich für Flutopfer +++
Weitere Sportler wollen sich für die Opfer der Hochwasserkatastrophe einsetzen: Das Team des Deutschen Schwimm-Verbandes kündigte während ihrer Mare-Nostrum-Tour im Süden Europas an, Spenden in den eigenen Reihen zu sammeln. Der Deutsche Schützenbund will unterdessen den Hilfsfonds des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für hochwassergeschädigte Sportvereine mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro unterstützen.

+++ 17:27 Neuverschuldung wegen Fluthilfe +++
Die Neuverschuldung des Bundes wird sich durch den Fluthilfefonds erhöhen. Dies könne jedoch auch mit der ab 2015 geltenden Schuldenbremse in Einklang gebracht werden, da Naturkatastrophen eine Ausnahme darstellten, sagte Merkel. Möglicherweise werde es einen Nachtragshaushalt für 2013 geben. Sie wolle dem Parlament aber nicht vorgreifen. Eine Steuer- oder Abgabenerhöhung schloss sie aus.

+++ 17:18 Hilfsfonds basiert auf Schadensschätzung +++
Das Volumen des Hilfsfonds orientiert sich an einer Schadensschätzung. Die tatsächliche Höhe der vom Hochwasser angerichteten Schäden stehe aber noch nicht fest, erläutert Merkel. Wenn die Summe bekannt sei, werde man sich dem auch stellen. Sie meine aber, dass die acht Milliarden Euro eine realistische Schätzung sein könnten. Bei der Flut 2002 waren mehr als 7 Milliarden Euro bereit gestellt worden. Davon wurden etwa 6,5 Milliarden Euro abgerufen.

 +++ 17:08 Merkel lobt Solidarität +++
Merkel dankt erneut den Helfern und lobt die gute Zusammenarbeit auf allen staatlichen Ebenen bei der Bekämpfung der Flut. „Die bundesweite Solidarität war beachtlich“, sagt die Kanzerlin und betont: Der Einsatz der Bundeswehr bei dem Hochwasser in diesem Jahr sei der größte im Inneren gewesen, den es je gegeben habe.

+++ 17:03 Hilfsfonds soll bis zum 5. Juli stehen +++
Der Hilfsfonds soll hälftig von Bund und Ländern getragen werden, sagte Merkel. Die Rahmenbedingungen werden bis zur letzten Bundesratsitzung vor der Sommerpause am 5. Juli geschaffen.

+++ 16:57 Merkel bestätigt Höhe des Fluthilfefonds +++
Nun auch aus dem Mund der Kanzlerin: Der Hilfsfonds für die Hochwasseropfer soll bis zu acht Milliarden Euro betragen.

+++ 16:53 Pressekonferenz mit Merkel beginnt +++
Mit etwa 20 Minuten Verspätung hat die Pressekonferenz zur Hochwasserkatastrophe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten von Thüringen und Schleswig-Holstein begonnen.

+++  16:47 15 Prozent der Deutschen haben gespendet +++
15 Prozent der Deutschen haben laut einer Umfrage für die Opfer der aktuellen Flutkatastrophe gespendet. Das berichtete das Meinungsforschungsinstitut YouGov in Köln. 40 Prozent der Bundesbürger sind demnach bereit, einen Beitrag zu den Spendenaktionen zu leisten. 27 Prozent wollten nicht spenden, 18 Prozent waren sich noch nicht sicher.

+++ 16:25 Elbe-Pegel in Niedersachsen sinken +++
Die Pegel der Elbe in Niedersachen sinken laut dem NDR. Eine Entwarnung gebe es aber noch nicht, schreibt der Sender auf Twitter.

+++ 16:20 Schulen in Magdeburg öffnen ab Freitag +++
In den meisten Schulen in Magdeburg kann ab Freitag wieder unterrichtet werden. Die Gebäude, in denen Einsatzkräfte untergebracht oder die als Ausweichquartiere genutzt worden seien, würden langsam wieder frei, teilte die Stadtverwaltung mit. Wann genau der Unterricht wieder beginne, entschiede aber der jeweiligen Schulleiter.

+++ 16:10 Klietz und Hohengöhren wohl wasserfrei +++
Trotz des Wassereinbruchs in Schönhausen zwei positive Nachrichten aus dem Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt: Ein großer Teil von Klietz ist frei von Wasser, wie der MDR auf Twitter unter Berufung auf seinen Verkehrsflieger meldet. In Hohengöhren sei sogar gar kein Wasser. Bis nach Wulkau sei das Wasser noch nicht gekommen, hieß es weiter. Schönfeld sei nur im Norden betroffen.

+++ 15:16 Wassereinbruch im Klärwerk Schönhausen +++
Elbwasser dringt in das Klärwerk Schönhausen ein. Der Ort ist vom Deichbruch in Fischbeck betroffen.

+++ 14:54 Lieberknecht: Fluthilfe-Fonds bei acht Mio Euro +++
Der von Bund und Ländern getragene Fluthilfe-Fonds wird ein Volumen von etwa acht Milliarden Euro haben. Das teilt Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) in Berlin nach einem Treffen der Ministerpräsidenten mit.

+++ 13:38 Gera schätzt Schäden auf 30 Mio Euro +++
In einer ersten Bilanz schätzt die Gera die Hochwasserschäden auf 30 Millionen Euro. Die Fluten der Weißen Elster beschädigten in Thüringens drittgrößter Stadt etliche kommunale Gebäude und Einrichtungen.

+++ 13:26 Landkreis Lüneburg warnt vor Bakterien und Viren +++
Der Landkreis Lüneburg warnt vor Bakterien und Viren im Hochwasser. Es bestehe beispielsweise die Gefahr, sich mit Hepatitis A anzustecken. Behörden raten deshalb zur Vorsicht.

+++ 12:24 Bundeswehreinsatz kostet 50 Millionen +++
Bundesverteidigungsminister de Maizière spricht vom größten Katastropheneinsatz in der Geschichte der Bundeswehr. Rund 12.000 Soldaten leisten Unterstützung bei  der Sicherung der Deiche. Der Einsatz koste mehr als 50 Millionen Euro. Die Summe werde den Kommunen nicht in Rechnung gestellt.+++ 11:43 Wasser fließt bei Groß Rosenburg in Saale zurück +++
Am Deichbruch bei Groß Rosenburg fließt Wasser in die Saale zurück. Der Deich ist dort auf 140 Meter gebrochen. Der Landrat erwägt noch immer eine Deichsprengung, um mehr Wasser ablaufen zu lassen. Allerdings kommt es dazu frühestens morgen.

+++ 11:24 Verteidigungsminister de Maizière im niedersächsischen Hochwassergebiet +++
Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) trifft zu einem Besuch im Hochwassergebiet an der Elbe in Niedersachsen ein. Er will sich dort ein Bild von der Lage machen und mit Soldaten sprechen, die seit Tagen im Kampf gegen die Elbefluten helfen. Der Minister flog mit dem Hubschrauber nach Penkefitz im Kreis Lüchow-Dannenberg.

+++ 11:11 Polizei fasst Plünderer +++
In Groß Rosenburg nimmt die Polizei zwei mutmaßliche Plünderer fest. Die Männer wollten offenbar in einen Supermarkt eindringen. Der Ort ist seit fünf Tagen evakuiert.

+++ 11:03 Sachsen und Thüringen lehnen Flut-Soli ab +++
Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) lehnt eine Erhöhung des Solidaritätszuschlags zur Bewältigung der Flutschäden ab. „Wir müssen die Bürger nicht zusätzlich belasten“, sagt Lieberknecht im ZDF. Viele Menschen spendeten ohnehin. Auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) erteilt einem „Flutsoli“ eine Absage.

+++ 10:24 Künast: Bundesregierung muss Hochwasserschutz in die Hand nehmen +++
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast, fordert im Gespräch mit n-tv von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass sie jetzt den Hochwasserschutz in Deutschland in die Hände nimmt. „Wie viele Deiche gebrochen sind – unkontrolliert fließt Wasser in Dörfer: Das zeigt uns doch, dass viel, viel zu wenig Hochwasserschutz gemacht wurde, auch in Sachsen-Anhalt, in Sachsen.“

+++ 10:10 Umweltbundesamt warnt vor Schimmel und Bakterien nach Hochwasser +++
Die hohe Luftfeuchtigkeit der vom Hochwasser gefluteten Räume bietet ideale Bedingungen für Schimmel und Bakterien, die gesundheitsschädlich sein oder Baumaterialien zerstören können. Darauf weist das Umweltbundesamt hin. Wenn das Wasser abgelaufen ist, bleiben oft Chemikalien, Fäkalien oder Heizölreste zurück. So schnell wie möglich sollte sachkundig mit dem Trocknen begonnen werden, damit sich Schimmel, Stäube und Fasern nicht im ganzen Haus ausbreiten können.

+++ 09:35 Evakuierungen von Grünewalde, Elbenau und Ranies aufgehoben +++
Der Salzlandkreis hebt die Sperrgebietsverfügung für weitere Orte auf. Einwohner können nach Grünewalde, Elbenau und Ranies zurückkehren.

+++ 08:52 Straße bei Kamern muss Wasser weichen +++
Die Bundeswehr schafft eine etwa 100 Meter breite Öffnung in der Landstraße nördlich von Kamern. Damit soll ein Durchgang für das Elbewasser in die Havelpolder geschaffen werden.

+++ 08:27 Rückkehr nach Hitzacker vielleicht am Samstag +++
Eventuell dürfen die Einwohner von Hitzacker bereits am Sonnabend in die evakuierte Altstadt zurückkehren. Auch sonst entspannt sich die Lage zusehends. Die Pegelstände sinken seit Stunden. Von Entwarnung ist allerdings immer noch keine Rede. Denn das stehende Wasser lässt die Deiche mehr und mehr durchweichen

+++ 07:25 Flut bei Fischbeck weitet sich aus +++
Seit Mittwoch wurden 6.460 Menschen in dem Gebiet bei Fischbeck in Sicherheit gebracht. Dennoch verharren weiterhin einige Menschen in ihren Häusern, weil sie ihre Tiere nicht im Stich lassen wollen. Diese Menschen sollen heute von Booten und Hubschraubern aus mit Lebensmittel versorgt werden. Die Gegend wird seit einem Deichbruch am Montag nach und nach überflutet. In ganz Sachsen-Anhalt stehen nach einer Schätzung des Bauernverbandes bereits 1100 Quadratkilometer Agrarfläche unter Wasser.

+++ 07:05 Zugausfälle und Verspätungen +++
Wegen des Hochwassers müssen sich Bahn-Reisende weiter auf Zugausfälle und erhebliche Verspätungen einstellen. Die ICE-Strecke zwischen Berlin und Hannover ist nach wie vor nicht befahrbar. In Richtung Berlin entfallen die Stopps in Wolfsburg, Stendal und Berlin-Spandau. In Richtung Hannover die in Stendal und Wolfsburg. Reisende müssen laut Bahn mit einer bis zu 70 Minuten längeren Fahrtzeit rechnen.

+++ 06:50 Warnung vor Fäkalien im Wasser +++
Landkreis Lüneburg warnt vor möglicher Verunreinigung des Elbe-Hochwassers mit Fäkalien und einer Keimbelastung. Aus Klärgruben und anderen belasteten Bereichen seien Bakterien und Viren in das Hochwasser gespült worden. Für die gesamte Region wird empfohlen, Lebensmittel aus Gärten und überfluteten Gebäuden nur nach gründlicher Reinigung zu verzehren

+++ 06:20 Gestern Merkel, heute de Maizière +++
An der Elbe in Dannenberg wird heute der Bundesverteidigungsminister erwartet. Zahlreiche Soldaten der Bundeswehr helfen im Einsatz gegen das Hochwasser.

+++ 05:05 Vorsichtiges Aufatmen in Lauenburg +++
Der Pegelstand der Elbe bleibt nahezu unverändert. Während in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern vielerorts noch immer Deichbrüche drohten, bestünde diese Gefahr im schleswig-holsteinischen Lauenburg nicht, teilt der Krisenstab mit.

+++ 03:00 Baum gefährdet Hochwasserschutzwand in Wussegel +++
In Wussegel im Landkreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) sind Einsatzkräfte damit beschäftigt, einen großen Baum zu fällen. Es soll verhindert werden, dass er auf eine sporadische Hochwasserschutzwand fällt und diese zerstört.

+++ 02:10 Lieberknecht fordert nationales Hochwasserschutzkonzept +++
Nach Ansicht der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht muss der Hochwasserschutz in Deutschland künftig auf Bundesebene gesteuert werden. „Wir brauchen ein nationales Hochwasserschutzkonzept“, sagt die CDU-Politikerin. Auch die regionale Zusammenarbeit müsse überprüft werden. Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff plädiert für eine Anhebung des Solidarzuschlags zur Beseitigung der Hochwasserschäden.

Quelle: n-tv.de

 

 

 

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s