Hochwasser-Liveticker vom Mittwoch 12. Juni

Veröffentlicht: Juni 13, 2013 von fluthelfer in Ticker

Der Norden Deutschlands kämpft weiter gegen das Elbe-Hochwasser an. Vor allem die Gemeinden Lauenburg und Hitzacker sind betroffen. In Sachsen-Anhalt müssen erneut Menschen in Sicherheit gebracht werden. Brandenburg scheint hingegen glimpflich davonzukommen.

+++ 23:50 Milliarden-Hilfspaket im Gespräch +++
Bund und Länder wollen sich am Donnerstag auf Hilfen für die Opfer der Hochwasserkatastrophe verständigen. Im Gespräch ist ein Hilfspaket von bis zu 8 Mrd. Euro, das je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert werden soll. Damit würde die Unterstützung weitaus höher ausfallen als 2002. Damals wurden etwa 6,5 Mrd. Euro abgerufen.

+++ 22:22 Soforthilfe in Magdeburg ausgezahlt +++
In Magdeburg wurden bereits 53.000 Euro Soforthilfe für Flutopfer ausgezahlt. Es seien weit über 100 Anträge gestellt oder entgegengenommen worden, teilte die Stadtverwaltung mit.

+++ 21:33 Erfolg für Helfer bei Kamern +++
Bei Kamern in Sachsen-Anhalt sind die Helfer offenbar einen Schritt weiter gekommen: Ein Straßendurchbruch auf der Landstraße 18 sei erfolgreich gewesen, meldet der MDR auf Twitter. Das Hochwasser solle so in die Havelpolder abfließen können.

+++ 20:30 Hertha BSC kickt für Spenden +++
Das Testspiel zwischen dem  Fußball-Bundesligisten Hertha BSC und dem Drittliga-Aufsteiger RB  Leipzig wird zur Hilfsaktion für die Hochwasser-Opfer. Die Ost-Klubs  treffen am Donnerstag um 15.00 Uhr im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion  aufeinander. Die Einnahmen des Spiels werden gespendet. Dies gaben die Leipziger am Mittwoch bekannt.

+++ 20:11 Deichabrutsch bei Niegripp droht +++
Der Deich am Niegripper Verbindungskanal droht offenbar abzurutschen. Das berichtet der MDR Sachsen-Anhalt auf Twitter. Der Katastrophenstab Haldensleben habe vorsorglich einen Hubschrauber angefordert.

+++ 19:58 De Maizière besucht Dannenberg +++
Verteidigungsminister Thomas de Maizière reist am Donnerstagvormittag nach Niedersachsen. Er will sich über die Hochwasserlage informieren, wie das dortige Landeskommando der Bundeswehr mitteilte. Zudem werde er Soldaten besuchen, die in Dannenberg den Deich schützen.

+++ 19:35 Xavier Naidoo singt für Flutopfer +++
Popsänger Xavier Naidoo hat im niederbayerischen Straubing spontan ein Konzert zugunsten der Flutopfer gegeben. Der Auftritt sollte bis zum Abend dauern – am Nachmittag waren nach ersten Schätzungen etwa 2000 Menschen gekommen. Eintritt wurde nicht verlangt, die Besucher konnten aber freiwillig spenden. Die Initiative ging von dem Popstar selbst aus. Naidoo war mit seinen Musikern in einem Truck samt Equipment ins vom Hochwasser betroffene Straubing gekommen.

+++ 19:20 Luftverkehr wird eingeschränkt +++
Wegen schaulustiger Hobbypiloten über den Hochwassergebieten hat das Bundesverkehrsministerium den Flugverkehr eingeschränkt. Im Raum Deggendorf in Bayern sowie im Korridor Dresden/Hamburg seien nur noch Flüge der Einsatzkräfte zugelassen oder solche im öffentlichen Interesse wie beispielsweise für Luftaufnahmen zur Auswertung von Experten, sagte eine Sprecherin von Minister Peter Ramsauer. Die Beschränkungen im Luftverkehrstourismus gelten seit Dienstag und sind vorerst bis Freitag, 24.00 Uhr, geplant.

+++ 18:57 Hilfsfonds wird größer als der 2002 +++
Der geplante Hochwasser-Hilfsfonds von Bund und Ländern wird voraussichtlich größer ausfallen als der Aufbaufonds nach der Flutkatastrophe von 2002. In Koalitionskreisen war am Mittwoch in Berlin von bis zu acht Milliarden Euro die Rede, die sich Bund und Länder jeweils zur Hälfte teilen sollen. 2002 hatten Bund und Länder einen Fonds von mehr als 7 Milliarden Euro für die Opfer des damals als „Jahrhundertflut“ eingestuften Hochwassers bereit gestellt. Davon wurden etwa 6,5 Milliarden Euro abgerufen.

+++ 18:21 Einige Magdeburger dürfen nach Hause +++
In Magdeburg stabilisiert sich die Lage langsam. Die Bewohner mehrerer Stadtteile östlich der Elbe können demnach in Ihre Häuser zurückkehren, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Allerdings gilt die Alarmstufe vier weiter. Sie wird voraussichtlich erst am Wochenende unterschritten. Auch die Bewohner von Mangelsdorf und Kleinmangelsdorf durften in ihre Wohnungen zurückkehren.

+++ 17:55 Zentralrat der Muslime ruft zur Hilfe auf +++
Der Zentralrat der Muslime hat zu Spenden, Gebeten und tatkräftiger Hilfe für die Flutopfer aufgerufen. „Diesen Freitag werden in vielen Gemeinden Spenden gesammelt“, sagte der Vorsitzende Aiman A. Mazyek. Man könne aber auch bei den Aufräumarbeiten mithelfen oder für die Opfer beten. Hilfe für den Nachbarn sei ein wichtiger Aspekt im Islam. Mazyek berichtete weiter, in Halle sei die untere Etage einer Moschee überschwemmt worden.

+++ 17:35 Ein zweiter Deich für Neu Darchau +++
Der Notdeich in Neu Darchau im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg könnte wegrutschen. Der NDR berichtet auf Twitter, ein zweiter Deich werde hinter dem ersten errichtet.

+++ 17:20 Länder bitten EU um Wiederaufbauhilfe +++
Die neun von der Hochwasserkatastrophe getroffenen Bundesländer wollen in Brüssel um Wiederaufbauhilfe der EU bitten. Dazu ist ein gemeinsames Schreiben der Ministerpräsidenten an Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Vorbereitung. Die Federführung hat Sachsen, beteiligt zudem die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Es sei absehbar, dass der Wiederaufbau finanzielle Mittel in großem Umfang erfordern werde, heißt es in dem Entwurf des Schreibens. „Allein werden die Regionen die Folgen der Hochwasserkatastrophe aber kaum bewältigen können.“ Die EU hatte bereits Finanzhilfen angeboten – wofür sich die neun Ministerpräsidenten in dem Brief an Barroso bedanken wollen.

+++ 17:00 Landwirtschaft beklagt hohe Flutschäden +++
Auf 321 Millionen Euro beziffert Agrarministerin Ilse Aigner die bisherigen Schäden für die Landwirtschaft durch das Hochwasser in Deutschland. Diese Summe ergebe sich aus den Schadensmeldungen der Landwirtschaftsministerien der betroffenen Länder, sagte Aigner der „Saarbrücker Zeitung“ und fügte hinzu: „Aber das ist lediglich eine vorläufige Schätzung, am Ende dürfte die Gesamtsumme noch deutlich höher sein.“ Inzwischen seien mehr als 431.000 Hektar Land von Hochwasser und Starkregen betroffen. Auch in Tschechien richtete die Flut beträchtliche Schäden in der Landwirtschaft an. Nach ersten Erhebungen belaufen sich die Kosten auf 3,3 Milliarden Kronen – umgerechnet etwa 128 Millionen Euro, sagte der Agrarminister des EU-Staats, Petr Bendl, wie die Agentur CTK berichtete.

+++ 16:00 Millionenschäden an Bayerns Straßen +++
Das Hochwasser hat auf Bayerns Straßen einen Schaden von rund 40 Millionen Euro verursacht. „Wir spüren im Moment, wie stark wir auf unser Straßennetz angewiesen sind“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nach einem Besuch in Deggendorf. Auch für den Wiederaufbau der zerstörten Wohngebiete sei es daher enorm wichtig, die Straßen so schnell wie möglich wieder herzustellen. Allein am Autobahnkreuz Deggendorf betrage der Schaden 1,5 Millionen Euro. Dort werde mit Hochdruck und rund um die Uhr gearbeitet. „Ich hoffe sehr, dass wir das Autobahnkreuz bis Freitag wieder freigeben können, und dann ist die gesamte A3 wieder befahrbar“, sagte Herrmann.

+++ 15:45 Zollitsch ruft zu Spenden auf +++
Die Deutsche Bischofskonferenz hat zu Spenden für die Hochwasser-Opfer in Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei aufgerufen. Es gebe im großen Umfang praktische Hilfe, auch viele Hilfszusagen finanzieller Art sowie Sachspenden, hieß es in einer Erklärung des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Er appelliere an die Großzügigkeit der Deutschen. Die Spenden würden rasch auf alle betroffenen Gebiete verteilt. Zu Spenden rief auch der deutsche Tierschutzbund auf. Tierheime seien überschwemmt. Zudem hätten Tiere von Menschen, die ihre Häuser und Wohnungen hätten verlassen müssen, kurzfristig aufgenommen und versorgt werden müssen.

+++ 15:35 Merkel: Bundeswehr stellt keine Rechnung +++
Auf die vom Hochwasser betroffenen Gemeinden kommen keine zusätzlichen Kosten durch den Einsatz der Bundeswehr, der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks (THW) zu. Sie würden keine Rechnungen stellen, versicherte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Besuch in der niedersächsischen Stadt Hitzacker. Merkel sagte weiter, neben den Soforthilfen werde ein Fonds für Langfristschäden aufgelegt.

+++ 15:30 Landrat fordert mehr Hochwasserschutz +++
Der Landrat von Lüchow-Dannenberg, Jürgen Schulz, hat weitere Schutzmaßnahmen gegen Hochwasserschäden gefordert. Die aktuelle Lage zeige, dass die derzeitigen Programme nicht ausreichten, sagte er beim Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel in der niedersächsischen Stadt Hitzacker.

+++ 15:23 Merkel dankt Helfern in Hitzacker +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil haben sich bei den Helfern in Hitzacker für ihren Einsatz gegen die Flut bedankt. Allein die Deichläufer gingen zwölf Stunden am Tag die Deiche ab, sagte Weil. „Das ist wirklich ein großartiges Engagement.“ Die Menschen in Hitzacker hielten zusammen, fügte Merkel hinzu. „Das macht Mut, dass wir auch die anderen Probleme bewältigen werden“, sagte sie.

+++ 15:05 Bund will Betriebe entlasten +++
Der Bund will von Hochwasser betroffene Betriebe durch die zeitlich befristete Übernahme von Sozialversicherungsbeiträgen entlasten. Das Angebot gelte für Unternehmen, die unmittelbar von der Flut betroffen seien und aufgrund dessen Kurzarbeit angemeldet hätten, teilte das Bundesarbeitsministerium mit.

+++ 14:55 Hilfen für Unternehmen im Nordosten +++
Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe verspricht Unterstützung für Unternehmen, die vom Hochwasser betroffen sind. Geplant sei ein Soforthilfeprogramm. Die Verhandlungen mit dem Bund liefen, parallel werde die Umsetzung der Hilfe im Land vorbereitet, teilte sein Ministerium mit. Die Höhe der geplanten Hilfen wurde zunächst nicht genannt.

+++ 14:40 Merkel besucht Hitzacker +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht die von der Flut betroffene Stadt Hitzacker in Niedersachsen. Dort informiert sie sich über die aktuelle Lage und Hilfsmaßnahmen.

+++ 14:07 Hochwasser zerstört Steuerakten +++
Das Hochwasser in Gera trifft auch Thüringens größtes Finanzamt. Dort sind etliche Akten zerstört worden. Betroffen seien rund 100 laufende Meter, erklärt der Sprecher des Finanzministeriums, Alexander Flachs. Schuld sei Wasser, das aus der Kanalisation in den Keller des Gebäudes gedrückt wurde. Doch seien die Unterlagen nicht gänzlich verloren, weil sie auch als Kopie oder in elektronischer Form vorlägen.

+++ 13:51 Elbebrücke bei Schönhausen bleibt gesperrt +++
Die Sperrung einer Elbbrücke wegen Hochwassers bei Schönhausen in Sachsen- Anhalt wird weiterhin den Fernbahnverkehr behindern. Es sei nicht abzusehen, wann die Brücke wieder freigegeben werden kann, da auch mit Schäden an dem Bauwerk zu rechnen sei, sagt eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

+++ 13:43 Halle zahlt Soforthilfe aus +++
Die Stadt Halle (Saale) beginnt mit der Auszahlung der Soforthilfe für Hochwassergeschädigte. Beim Bürgerservice des Ratshofes sind bis zu elf Schalter geöffnet. Die Beratung wird täglich, auch am Wochenende, zunächst bis zum Freitag, dem 21. Juni 2013, von 8 bis 20 Uhr angeboten. Mitzubringen ist lediglich der Personalausweis.

+++ 13:37 Kanzlerin Merkel dankt Helfern in Lauenburg +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht sich in Lauenburg ein Bild von der angespannten Hochwasserlage. Bei ihrem etwa zehnminütigen Besuch dankt sie den Helfern von Feuerwehr und THW für ihren Einsatz.

+++ 13:28 Kanzlerin Merkel in Lauenburg +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trifft im Hochwasser-Gebiet in Lauenburg ein. Zusammen mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) informiert sie sich über die Lage in der Kleinstadt an der Elbe und die Arbeit der Einsatzkräfte. Zuvor hatte Merkel bereits Katastrophengebiete in Bayern, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg besucht.

+++ 12:57 Letzter Katastrophenalarm in Sachsen aufgehoben +++
Der Landkreis Nordsachsen hebt als letzter im Freistaat den Katastrophenalarm wegen Hochwassers auf. Bis auf das nördlich von Torgau liegende Gehöft Roter Ochse sind damit alle Evakuierungsmaßnahmen aufgehoben, teilt das Landratsamt mit. Es wird allerdings vor dem Betreten der Deiche und Hochwasserschutzanlagen gewarnt, da diese nach wie vor aufgeweicht sind.

+++ 12:43 Autobahnkreuz Deggendorf ab Freitag befahrbar +++
Die notwendigsten Maßnahmen zur Ertüchtigung der A3 am Autobahnkreuz Deggendorf werden 1,5 bis 2 Millionen Euro kosten. Noch immer wird mit einer Verkehrsfreigabe am Freitag gerechnet. Innenminister Joachim Herrmann besucht heute das bayrische Katastrophengebiet.

+++ 12:18 Deich bei Fischbeck nicht zu schließen +++
Der Deich bei Fischbeck im Landkreis Stendal kann laut Landrat Carsten Wulfänger nicht mehr geschlossen werden. Fischbeck ist inzwischen zu 80 Prozent überflutet.

+++ 11:55 Unwettergefahr in Hochwassergebieten +++
Von Donnerstag auf Freitag zieht eine Kaltfront über Deutschland hinweg. Dadurch kommt es örtlich zu unwetterartigen Regenfällen, Gewitter, Hagel und starken Sturmböen. Für die sowieso bereits instabilen Deiche in den Hochwassergebieten könnte das Wetter erneut zur Bewährungsprobe werden.

+++ 11:29 Neue Hochwasserwelle in Deggendorf geringer als erwartet +++
Die Voraussage des Pegelhöchststands für Deggendorf wird von 6,60 auf 6,10 Meter nach unten korrigiert. Der Krisenstab arbeitet derzeit an einem Konzept, wie das Wasser in den überschwemmten Gebieten von Fischerdorf und Natternberg so schnell wie möglich abgeleitet oder abgepumpt werden kann, sobald der Donaupegel wieder ausreichend weit gefallen ist.

+++ 11:16 Sickerstellen am Altengammer Hauptdeich +++
Am Altengammer Hauptdeich sickert an mehreren Stellen Wasser durch. Der Hamburger Katastrophenschutzdienst kann die betroffenen Stellen mit insgesamt 40 Paletten Sandsäcken abdichten, berichtet der NDR. Deichwarte überwachen die Lage.

+++ 11:03 Sorge um Häuser in Lauenburgs Altstadt +++
Die ständige Strömung in der Lauenburger Altstadt bereitet dem Krisenstab des Kreises Herzogtum Lauenburg  große Sorgen. Da die Elbe mit bis zu 20 Stundenkilometern die jahrhundertealten Häuser umspült, drohen Sedimente aus den Fundamenten herausgespült zu werden. Das könnte die Standhaftigkeit der Gebäude nachhaltig beeinträchtigen. Würde ein Gebäude wegbrechen, ist ein Domino-Effekt zu befürchten.

+++ 10:32 Tonnenweise Treibgut auf der Elbe +++
Noch immer bedrohen schwimmende Bäume und Äste die Deiche. Rund 50 Tonnen Treibgut haben die Einsatzkräfte in den letzten drei Tagen schon aus der Elbe gefischt. Das sind etwa 80 Raummeter.

+++ 10:05 Eisenbahnbrücke bei Magdeburg wieder frei +++
Die Eisenbahnbrücke über die Elbe bei Magdeburg ist nach dem Hochwasser freigegeben. Damit können laut Bahn zwischen Magdeburg und Biederitz wieder Züge verkehren. Das sind die Verbindungen, die zwischen der Landeshauptstadt und der Strecke Burg – Genthin – Berlin sowie Dessau – Leipzig fahren.

+++ 09:49 Telekom kann Dienste nicht überall aufrecht erhalten +++
Wegen des Hochwassers kommt es bei Telekom-Anschlüssen in einigen Landkreisen in Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt zu Störungen. Die meisten zentralen Einheiten des Festnetzes konnten vor dem Hochwasser geschützt werden. Mobilfunk steht überall zur Verfügung. Sobald ein Gebiet vom Hochwasser befreit ist, beginnen Telekom-Mitarbeiter Technik und Hausanschlüsse wieder herzustellen.

+++ 09:34 Stagnierender Pegel bei Lauenburg +++
In Lauenburg stagniert der Pegel seit der Nacht bei 9,63 Metern. „Das müsste der Scheitelpunkt sein“, sagte ein Feuerwehr-Sprecher.

+++ 09:00 Hotline für Flutopfer +++
Das Bundesverbraucherministerium schaltet eine zentrale Hotline für Hochwasser-Opfer. Die gebührenfreie Hotline ist seit 9 Uhr unter der bundesweit gültigen Telefonnummer 0800/100 3711 montags bis freitags von 9 Uhr bis 16 Uhr geschaltet. Betroffene erhalten Informationen und Unterstützung von Experten der Verbraucherzentralen vor allem zu vertrags- und versicherungsrechtlichen Fragen.

+++ 08:52 Anzeigen gegen Spendenbetrüger +++
Im Landkreis Nordwestmecklenburg werden fünf Spendenbetrüger von der Polizei festgenommen. Die Männer aus Rumänien wollten angeblich Geld für Flutopfer sammeln. Allerdings konnten sie keinen Spendenausweis vorlegen – ein Anwohner wurde misstrauisch und rief die Polizei. Die Männer im Alter zwischen 18 und 38 Jahren hatten bereits rund 270 Euro eingesammelt und mussten das Geld zurückgeben. Außerdem wurden sie wegen Betruges angezeigt.

+++ 08:36 Klietz, Kamern und Wust werden evakuiert +++
Der Krisenstab der Landesregierung Sachsen-Anhalt ordnet die Evakuierung der verbliebenen Einwohner von Klietz, Kamern und Wust an. Die Aktion wird von der DLRG durchgeführt.

+++ 08:27 Rösler für Nachtragshaushalt +++
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler plädiert im Bayerischen Rundfunk für einen Nachtragshaushalt des Bundes zur Finanzierung der Hochwasserschäden. Steuererhöhungen wegen der hohen Flutschäden hält er dagegen nicht für nötig. Der Minister und FDP-Chef geht davon aus, dass am Donnerstag beim Gespräch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder im Kanzleramt über die Verteilung der Lasten für einen Hochwasser-Hilfsfonds gesprochen wird. Er ist für eine Aufteilung auf Bund und Länder je zur Hälfte.

+++ 08:14 Sandsäcke ausverkauft +++
Einer der größten Hersteller von Sandsäcken, die Seidel GmbH in Braunschweig, meldet leere Lagerhallen. Privatpersonen können nicht mehr beliefert werden, für Feuerwehren und Behörden gibt es keine verbindlichen Liefertermine mehr. Die Firma hat bereits vier Millionen Sandsäcke in die Hochwassergebiete geliefert.

+++ 08:00 Klietzer See läuft über +++
Durch das nach dem Deichbruch bei Fischbeck einlaufende Hochwasser tritt in dem etwa 20 Kilometer entfernten Ort Klietz der Klietzer See über die Ufer. Die Einwohner von Klietz werden evakuiert.

+++ 07:29 Pegel in Dömitz sinkt leicht +++
Das Elbehochwasser beginnt in Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern leicht zu sinken. Um sechs Uhr wurden 7,17 Meter gemessen, 3 Zentimeter weniger als am Vorabend. Im weiter stromabwärts gelegenen Boizenburg stieg die Flut hingegen in der Nacht weiter von 7,30 auf 7,32 Meter. Normal sind in beiden Städten um die zwei Meter.

+++ 07:05 40.000 Menschen in Sachsen-Anhalt evakuiert +++
Wegen des Hochwassers mussten in Sachsen-Anhalt bisher rund 40.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Das gibt der Krisenstab der Landesregierung bekannt.

+++ 06:49 Weiter Verspätungen auf ICE-Strecken +++
Die Sperrung einer Elbbrücke bei Schönhausen in Sachsen-Anhalt wird weiterhin Verspätungen im Fernbahnverkehr verursachen. Freigegeben wurde dagegen die bisher gesperrte Elbbrücke in Biederitz bei Magdeburg. Über sie sollen nun die ICE-Züge der Strecke Köln-Berlin fahren. Es komme aber zu Verspätungen; auch auf der Strecke Berlin-Frankfurt am Main sei weiter mit Verzögerungen zu rechnen. Auch im Regionalbahnverkehr gibt es in der Region zahlreiche Einschränkungen.

+++ 06:30 Merkel kommt nach Lauenburg und Hitzacker +++
Im von den Fluten bedrohten Ort Lauenburg sowie in Hitzacker in Niedersachsen will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Laufe des Tages über die Lage informieren.

+++ 04:03 Mann in Aken durch Stromschlag getötet +++
In der teilweise überfluteten Stadt Aken wird ein Mann durch einen Stromschlag getötet. Der 61-Jährige wollte seinen Keller auspumpen, der vollgelaufen war.

+++ 03:17 Wust wird evakuiert +++
Nach dem Bruch des Elbedeiches bei Fischbeck erreicht das Wasser die Ortschaft Wust. 150 Menschen müssen evakuiert werden.

+++ 02:09 Tausende Vogelbruten vernichtet +++
In der Saale-Elster-Aue zwischen Merseburg und Halle vernichtet die Flut tausende Vogelbruten. Betroffen sind davon auch seltene Arten, wie der Wachtelkönig. Ornithologen zufolge braucht der Bestand zwei bis drei Jahre, um sich davon zu erholen.

Quelle: n-tv.de

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