Hilfe in der Not: Solidarität wird in Greiz groß geschrieben

Veröffentlicht: Juni 13, 2013 von fluthelfer in Hochwasserfolgen, Thüringen

Mehrere Unternehmer unterstützten die arg gebeutelten Gaststätten Tivoli und PM Lounge in der Brückenstraße.

Greiz. Sichtlich niedergeschlagen sind Jacqueline Heilsberg und Beate Degelmann vom Restaurant Tivoli in der Greizer Brückenstraße nach dem verheerenden Hochwasser. 80 Zentimeter hoch habe das Elsterwasser im Gastraum gestanden. All das, was sich die Frauen seit März 2010 aufgebaut haben, wurde buchstäblich weggespült. Kaum besser ist es Manja Weiß, die seit fünfeinhalb Jahren die PM Lounge betreibt, ergangen. Hier stand das Wasser kniehoch. Eine Versicherung haben die Gastronomen nicht.

Nun steht das Park- und Schlossfest vor der Tür, normalerweise eine Gelegenheit für die Gastronomie, sich gut zu präsentieren und Umsatz zu machen. Die arg gebeutelten Restaurantbesitzer in der Brückenstraße können jedoch keine Gäste empfangen. Zumindest nicht in den Häusern. Denn dank der Hilfe von mehreren Unternehmen werden PM Lounge und Tivoli beim Stadtfest mit von der Partie sein.

Zunächst einmal stellt die Vereinsbrauerei zehn Tischgarnituren und die Schankanlage, damit das Bier fließen kann. „Ein gewisses Kontingent an Freibier gibt es für sie zudem von uns“, verrät Brauereichef Thomas Schäfer. Andreas Malz von der gleichnamigen Fleischerei spendiert den Damen 100 Roster, die sie verkaufen können. Denn die Unternehmerinnen haben sich dazu entschlossen, sich zum Stadtfest zusammen zu tun. So wird vor dem Tivoli der Grill stehen, während die PM Lounge mit Kaffee sowie Kuchen aufwartet. Und mit Torten. Weitere Unterstützung für die Frauen gibt es nämlich von Immobilienmakler Jan Popp. Der hat einen Aufruf gestartet, gesucht werden die drei schönsten Hochwassertorten. Das soll nicht heißen, dass die Torten nun in Gummistiefelform daher kommen müssen, sondern „sie sollen einfach schön aussehen“, so Popp. Bis 13.30″Uhr müssen die Torten am Sonnabend in der PM Lounge abgegeben werden, dann entscheidet eine Jury, welches die drei ansprechendsten Exemplare sind. Welche Torte am besten schmeckt, können die Besucher entscheiden, der Verkaufserlös soll für die Sanierung der Gaststätten verwendet werden.

Für die erfolgreichen Tortenproduzenten gibt es Gutscheine, vom Fotoatelier Fetzer in Mylau, von der Greizer Friseurmeisterin Kristin Haupt sowie von der Greizer „SchnittBlume“. Auch für Unterhaltung ist gesorgt. Ohne Gage wollen mehrere Unterhalter auftreten, so „Chris Feuerdrache“, der eine heiße Show liefern will. Diskomusik gibt es von N-Projekt aus Greiz und Jana Schinnerling hat sich fürs Kinderschminken bereit erklärt.

Auch Jana Haucke von Express-Design unterstützt die Hochwasser geschädigten Gaststätten. Für die PM Lounge hatte sie 150 Euro dabei. Für das Tivoli will Haucke im Internet bei Facebook eine Fan-Seite einrichten. „Da könnt ihr dann den Leuten auch immer mitteilen, wie es mit den Bauarbeiten voran geht“, so Jana Haucke.

Gerührt waren Beate Degelmann, Jacqueline Heilsberg und Manja Weiß bei so viel Hilfe. Und dankbar, auch darüber, dass zahlreiche Freiwillige in den letzten Tagen beim Saubermachen und Räumen spontan mit angepackt haben. Auch wenn sie noch nicht genau wissen, wie es nun weitergeht, huschte trotz aller Sorgen doch ein kleines Lächeln über die Gesicher der Unternehmerinnen.

Quelle: thueringer-allgemeine.de

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