Dortmunder Feuerwehr muss zweite Deichlinie aufbauen

Veröffentlicht: Juni 13, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

 

Es war die bislang härteste Prüfung für die 96 Hochwasser-Helfer der Dortmunder Feuerwehr in Niedersachsen: Als der Pegel der Elbe am Mittwoch seinen Höhepunkt erreichte, drohte der Deich im Einsatzbereich der Dortmunder zu brechen. Die Feuerwehrmänner mussten eine zweite Deichlinie aufbauen. Der Elbdeich in Neu Darchau im Einsatzgebiet der Dortmunder Feuerwehr – hier ein Bild von Dienstag – muss einem enormen Wasserdruck standhalten.

Im Einsatzbereich der Abteilung Arnsberg, die über 250 Einsatzkräfte umfasst und unter Dortmunder Führung steht, erreichte die Elbe am Mittwoch gegen 14 Uhr ihren Höchststand. Im Bereich Damnatz stand das Wasser knapp über 8 Meter (Normal: 2 – 2,5 Meter) und in Neu Darchau knapp unter 8 Meter.

Da der enorme Wasserdruck dazu führte, dass das Deichhinterland aufweicht, wurde am Mittwochvormittag die Bereitschaft 5 mit Einsatzkräften aus Hamm, Soest und Unna eingesetzt, um eine zweite Deichlinie mit Sandsäcken weiter auszubauen.

Gegen Mittag wurden auch die Kräfte der Bereitschaft 3 aus Dortmund und dem Ennepe-Ruhr-Kreis wieder nach Neu Darchau entsandt und zur Deichsicherung eingesetzt.

Bundeswehr hilft mit

Da das Deichhinterland mittlerweile nicht mehr befahrbar ist, werden die Strecken, über die die Sandsäcke an den Deich zu bringen sind, immer länger. Um diese längeren Wege zu überbrücken, wurden seit dem Mittwochnachmittag Soldaten der Bundeswehr der Abteilung unterstellt. Am Abend arbeiteten so mehr als 600 Einsatzkräfte auf Hochtouren daran, die Deichanlage zu sichern. Gegen 1.20 Uhr wurden die Einheiten ausgelöst und die Einsatzstelle an Feuerwehreinheiten aus Niedersachsen übergeben, die bis in die Morgenstunden den Damm sicherten.

100.000 Sandsäcke in 48 Stunden

In den letzten beiden Tagen wurden von der 3. und 5. Bereitschaft aus dem Regierungsbezirk Arnbsberg mit Unterstützung der Bundeswehr über 100.000 Sandsäcke verbaut. „Die Einheiten sind dementsprechend erschöpft aber immer noch hoch motiviert um zu helfen“, heißt es in einer

Pressemeldung der Feuerwehr.

Am Donnerstagmittag befanden sich die Einheiten aus Hamm, Soest, Unna, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und Dortmund in Dannenberg in Alarmbereitschaft. Weitere Einheiten aus Nordrhein-Westfalen sind seit Donnerstagmorgen unterwegs, um vor Ort Personal abzulösen. Die Dortmunder Feuerwehrmänner im Hochwasser leisten großartige Arbeit

http://www.derwesten.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s