Naturschützer fordern Überflutungsflächen

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Brandenburg

Um Brandenburg zukünftig besser vor Hochwasser zu schützen, fordert der Naturschutzbund mehr Überflutungsflächen. Gegen diese Forderungen gehen die Landwirte auf die Barrikaden. Sie sprechen von Enteignung.

Die Forderungen des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) für mehr Überflutungsflächen in Flussgebieten hat der Bauernbund Brandenburg scharf kritisiert. „Das wäre faktisch die Enteignung der Bauern, die dort seit vielen Jahrhunderten wirtschaften”, sagte Lutz Wercham, Vorstandsmitglied des Bauernbundes aus Wilhelmsaue (Märkisch-Oderland), am Mittwoch

Die Landwirtschaft sei nicht verantwortlich für Naturkatastrophen, sondern in erster Linie Opfer, betonte er mit Blick auf überflutete Äcker und Wiesen vor allem im benachbarten Sachsen-Anhalt.

Der Naturschutzbund (Nabu) hatte am Dienstag gefordert, angesichts der Hochwasserkatastrophe an der Elbe schnell mehr Überflutungsflächen zu schaffen. Bis 2020 sollten mindestens 500 000

Hektar sowie langfristig 80 Prozent der heute landwirtschaftlich genutzten Auen an Flüssen naturnah gestaltet werden, hatte es in der Mitteilung geheißen.

Wercham betonte, der Bauernbund sei offen für sinnvolle Maßnahmen, wie etwa der Vorhaltung von Polderflächen. Diese würden von Landwirten normal bewirtschaftet und bei starkem Hochwasser gegen Entschädigung der Betriebe geflutet. (dpa)

 

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