Die Blutspende hängt am Tropf

Veröffentlicht: Juni 12, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Die Mega-Flut ebbt ab, die Probleme kommen erst noch zum Vorschein: Unter anderem wird das Blut knapp. Durch die prekäre Lage in den Hochwassergebieten mussten dutzende Blutspendetermine ausfallen. Vor der anstehenden Urlaubswelle werden dringend Spender gesucht.

 

Am kommenden Freitag ist Weltblutspendetag. Der 14. Juni wurde hierfür nicht grundlos ausgesucht. Es ist der Geburtstag von Karl Landsteiner – dem Mann, der die Blutgruppen des Menschen entdeckt hat.

Derzeit gibt es nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 3,8 Millionen Blutspender in der Bundesrepublik. Pro Tag müssen mindestens 15.000 davon zum Aderlass, um die bundesweite Versorgung von Bluttransfusionen im Ernstfall zu gewährleisten. Angesichts der Spenderzahl auf den ersten Blick nicht viel.

Doch das Hochwasser hat auch hier ganze Arbeit geleistet und den DRK-Blutspendedienst in arge Bedrängnis gebracht. In weiten Teilen Bayerns, Niedersachsens, Sachsen, Sachsen-Anhalts und Thüringens sei es nach Organisationsangaben zu hunderten Ausfällen von Blutspendeterminen gekommen – und werden auch in den kommenden Tagen nicht stattfinden können.

Angesichts der bevorstehenden Sommerferien, in der das Spenderaufkommen bedingt durch Urlaubsreisen generell niedriger als im Jahresvergleich ist, könnte sich die Blutarmut jedoch ernsthaft zuspitzen.

Wer darf Blut spenden?

Das DRK appelliert deswegen an die Spender und alle, die es werden wollen und nicht unmittelbar von den Fluten betroffen sind: Bitte die Termine wahrnehmen! Wann diese stattfinden, kann im Internet unter drk-blutspende.de eingesehen werden.

Generell ist jeder als Spender willkommen, der sich gesund fühlt, volljährig ist und mehr als 50 Kilogramm auf die Waage bringt. Doch bevor die Venen angezapft werden, muss die gesundheitliche Vorgeschichte des möglichen Spenders erfasst werden. Danach wird er von einem Arzt durchgecheckt, der sein Okay geben muss.

Um die freiwilligen Helfer nicht sprichwörtlich auszusaugen, müssen zwischen jeder Blutspende mindestens acht Wochen Regeneration liegen. Insgesamt dürfen Frauen nur bis zu viermal im Jahr spenden – das starke Geschlecht zweimal mehr.

http://www.news.de

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