Höhepunkt der Flutwelle in Wittenberge am Dienstagmittag erwartet

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Wittenberge

 

Das Hochwasser sorgt im Norden Brandenburgs weiterhin für eine angespannte Situation. Die Lage rund um Wittenberge in der Prignitz bleibt kritisch, aber stabil. Seit Sonntag hat sich die Lage nach der Polderflutung etwas entspannt, das Wasser der Elbe steht aber immer noch auf Rekordhöhe. Im Süden Brandenburgs dagegen wurde der Katastrophenalarm am Montag aufgehoben, in Mühlberg im Elbe-Elster-Kreis durften Anwohner am Montagnachmittag in ihre Häuser zurückkehren.

Durch das Hochwasser ist der Schienenverkehr beeinträchtigt. Infolge eines Deichbruchs bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt sperrten die Behörden am Montagmorgen eine Eisenbahnbrücke. Damit sind die ICE-Verbindungen von Frankfurt am Main nach Berlin und von Hannover nach Berlin unterbrochen. Weiterhin sind neben lokalen Strecken auch die Fernverkehrstrecken zwischen Berlin und Leipzig/Halle (Saale) sowie Magdeburg – Berlin und die ICE-Strecke Berlin –Wolfsburg betroffen. Die Bahn informiert aktuell im Internet.

Der Landkreis Prignitz hat wegen des Hochwassers verboten, die Elbe-Deichanlagen zu betreten. Auch Bußgelder drohen. Polizeibeamte kontrollierten die Einhaltung, teilte Landrat Hans Lange (CDU) am Montag nach der Sitzung des Krisenstabes in Perleberg mit. Katastrophen-Touristen hätten seit Beginn des Hochwassers immer wieder die Arbeit der Einsatzkräfte behindert. Bei der Polderflutung in Quitzöbel behinderten Gaffer die Arbeit der Hilfskräfte. „Mancher Gaffer ist sogar auf die Sandsackwälle gestiegen. Das geht überhaupt nicht”, betonte Lange.

„Polizeibeamte werden das Betretungsverbot durchsetzen. Nur Helfer kommen auf die Deiche”, ergänzte der Hochwasserberater des Landkreises, Bernd Lindow. Buß- und Verwarngelder können ausgesprochen werden. 130 Polizeibeamte patrouillierten seit Montag, teilte ein Sprecher mit.

.Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke richtete deutliche Worte an die Schaulustigen. „Wir können niemanden gebrauchen, der da nicht hingehört“, sagt er. „Die Schaulustigen sollen verschwinden – sofort.“ Der Innenminister drohte sogar mit einem Polizeieinsatz.

Die Polizei nehme außerdem Anschlagsdrohungen auf Deichanlagen ernst. Bisher sind in Brandenburg aber keinerlei Vorkommnisse bekannt, teilte Wolfgang Brandt, Sprecher des Koordinierungszentrums Krisenmanagement, mit. Die Behörden seien dabei, den Hintergrund der Drohungen zu ermitteln. Mehrere Medien hatten Drohschreiben am Wochenende erhalten.

Bis zum Montag haben die knapp 2.400 Einsatzkräfte in der Prignitz eine Million Sandsäcke befüllt und eingesetzt. Zwischenzeitlich war am Sonntagabend den Helfern der Nachschub in Wittenberge ausgegangen, teilte Prignitz-Landrat Hans Lange (CDU) mit. Daraufhin habe sich Landesinnenminister Dietmar Woidke (SPD) persönlich ans Telefon gesetzt und neue Säcke geordert, sagte Lange in Perleberg. Am Montagmorgen seien dann weitere 300.000 Sandsäcke geliefert worden.

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12525699/62249/

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