Hitzacker

Veröffentlicht: Juni 11, 2013 von fluthelfer in Hitzacker

Die Atmosphäre an der Elbe in Hitzacker erinnert ein wenig an einen Ausflug. Feuerwehrleute sitzen auf Klappstühlen in der Sonne, sie essen Wurstsemmeln am Deich, knipsen Bilder mit ihren Handys. Das Wasser ist hoch, aber still, nur die Geräusche von ein paar knatternden Motorbooten dringen ans Ufer. Das Elbe-Hochwasser hat hier seinen Höhepunkt erreicht. Für die Einsatzkräfte in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg gilt nun, die Deiche gegen die Wassermassen zu verteidigen. In Hitzacker fließt die Elbe bei 8,17 Metern. Die Spundwand, die die historische Altstadt von den Wassermassen trennt, hat noch rund 80 Zentimeter Luft nach oben. Das Wasser soll nach Einschätzung des Katastrophenstabs nicht weiter steigen. Doch bedrohen schwimmenden Bäume und Äste die dünne Aluminiumwand. „Falls da was mit Wucht dagegen treibt, würde sie verbiegen oder das Holz würde Löcher reinreißen“, sagt Feuerwehrmann Hans-Joachim Becker. „Gestern haben wir eine ganze Eiche rausgeholt.“ Auch ein ganzer Jägerstand sei bereits aus dem Wasser gefischt worden, erzählt er. Zehn Meter weiter hieven fünf Feuerwehrmänner gerade mit einem Autokran einen meterlangen Baumstamm aus dem Wasser über eine Mauer. „Da haben sie einen schönen, dicken Stamm gefangen, mindestens eine halbe Tonne“, sagt Becker zufrieden, „der hätte uns weh getan“. Am Ufer türmt sich das gesammelte Holz auf einem meterhohen Stapel.

 

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Hochwasserwelle-rollt-weiter-nach-Norden

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