Archiv für Juni 10, 2013

Flut spült Milliarden Euro weg

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Egal wo das Wasser hinsprudelt, immer wieder sind die Einsatzkräfte machtlos: Deiche kollabieren unter dem Druck der Fluten. Häuser versinken im Meer, das früher ein friedlicher Fluss namens Elbe war. Bahnstrecken sind unterbrochen, Straßen sowieso. Die Bundesregierung ist unter Druck, mehr Hilfsmittel freizugeben, denn Stunde um Stunde vernichtet das Wasser Millionenwerte.

Die Hochwasserkatastrophe in Ost- und Süddeutschland kostet Zehntausende Betroffene und den Staat mehrere Milliarden Euro – und ein Ende ist noch immer nicht abzusehen. Zum Wochenbeginn erwischte es Teile von Sachsen-Anhalt hart: Ganze Landstriche sehen nach Deichbrüchen und geplanten Flutungen wie eine Seenplatte aus. Abermals verließen Tausende Menschen ihre Häuser auf der Flucht vor den Wassermassen – unzählige andere Menschen mussten weite Umwege auch mit der Bahn in Kauf nehmen, weil vielbefahrene Fernverbindungen gesperrt wurden.

ICE-Verbindungen etwa von Frankfurt am Main nach Berlin und von Hannover nach Berlin beinahe lahmgelegt. Eine Brücke über die Elbe nahe Stendal musste für eine nicht absehbare Zeit gesperrt werden, viele Züge umfahren das Gebiet. Die Bahn spricht von stundenlangen Verspätungen und rät Reisenden, diese Verbindungen möglichst zu meiden.

Dramatischer Mittelpunkt des Flutgeschehens: Ein Deich bei Fischbeck im Landkreis Stendal in der Nacht zu Montag auf einer Länge von rund 50 Metern gebrochen. 1000 Kubikmeter Wasser schossen pro Sekunde durch die Lücke. Etwa 3000 Menschen in nahen Ortschaften mussten ihre Häuser sofort verlassen. Die Orte Fischbeck und Kabelitz stehen etwa einen Meter unter Wasser. Im Bereich um Fischbeck sind die Bundesstraßen 107 und 188 wegen Überschwemmungen gesperrt.

Stundenlanger Kampf am Deich

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht kündigte an, dass sich noch mehr Bundeswehrsoldaten auf den Weg machten. Hubschrauber der Bundeswehr warfen Säcke aus der Luft auf Bruchstellen im Deich ab. Doch nicht nur in Fischbeck war die Lage dramatisch. Auch bei der Ortschaft Hohengöhren brach ein Deich auf 30 Metern Länge. Zuvor hatten Hunderte Einsatzkräfte von Bundeswehr, THW und Feuerwehr stundenlang versucht, den Deichbruch zu verhindern. Nur wenige Kilometer nördlich von Hohengöhren bei Wulkau drohte lange Zeit die Krone eines Elbdeiches abzurutschen. Irgendwann gaben die Einsatzkräfte auch hier die Hoffnung auf.

Weite Teile der Altmark standen unter Wasser. Im Salzlandkreis bei Klein Rosenburg floss das Wasser durch einen gebrochenen Damm in die Stadt Aken, die schließlich komplett geräumt werden musste. Auch Einsatzkräfte hatten kaum noch Zugang. Im benachbarten Brandenburg errichteten die Einsatzkräfte derweil einen 3,5  Kilometer langen Notdeich, der das Havelland nach den Deichbrüchen gegen das vordringende Wasser schützen sollte.

Es ist ein schwacher Trost für die Opfer, aber die Bundesregierung deutet inzwischen an, weitaus mehr Geld für den Wiederaufbau locker zu machen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte bei einem Besuch in Wittenberge: „Wir wissen natürlich, dass die Schäden in die Milliardenhöhe gehen werden.“ Bislang hatte der Bund 100 Millionen Euro Soforthilfe zugesagt. Der Bund werde die Menschen nicht im Stich lassen, betonte sie. Inzwischen gehen die deutschen Versicherer von mehr als 1,8 Milliarden Euro Flutschaden aus. Damit liegt die Schadenssumme höher als bei der „Jahrhundertflut“ von 2002.

Erster Flutgipfel am Donnerstag

Am Donnerstag treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder zu einer Konferenz mit Merkel – dieses reguläre Treffen soll um Tagesordnungspunkte ergänzt werden und so eine Art erster „Flutgipfel“ sein.

Für Dienstagmittag wird der Höhepunkt der Flutwelle in Brandenburg erwartet. Auf der Elbe rund um Wittenberge verzeichneten die Behörden zwischenzeitlich einen sinkenden Wasserstand, nachdem an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg planmäßig Polder vollliefen, also speziell angelegte Überflutungsflächen. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck sagte beim Treffen mit Merkel in Wittenberge: „Ich denke, wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.“

Allein in der brandenburgischen Region Prignitz wurden schon bis zum Wochenanfang eine Million Sansäcke aufgeschichtet. Die Helfer stapelten in Wittenberge so schnell, dass ihnen zeitweise der Nachschub ausging, wie Landrat Hans Lange sagte. Daraufhin wurden 300.000 neue Säcke geordert.

Niedersachsen steht Höhepunkt bevor

Auch in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen laufen Evakuierungen. Teilweise gibt es schulfrei, weil Gebäude zu nah am Wasser liegen oder als Notquartiere nötig sind. Ein Beispiel ist Lauenburg in Schleswig-Holstein, wo die Altstadt evakuiert werden musste.

Niedersachsen erwartet den Hochwasser-Scheitel der Elbe erst noch. In Schnackenburg und Hitzacker wurden schon am Sonntag neue Rekordwerte erreicht. Die von Elbe und Jeetzel umflossene Altstadtinsel von Hitzacker wurde dann doch evakuiert – zwischendurch herrschte Unsicherheit, ob dies nötig sei.

In Magdeburg hat sich die Lage bei leicht sinkendem Pegel dagegen etwas entspannt. Das bedrohte Umspannwerk in Rothensee ist durch die Fluten nicht mehr in Gefahr. Bei einem Ausfall wären Tausende Haushalte in Magdeburg ohne Strom gewesen. Dennoch drückt das immer noch hoch stehende Wasser sehr massiv.

Bundespräsident Joachim Gauck, der sich am Sonntag bereits in Sachsen und Sachsen-Anhalt ein Bild von der Flutkatastrophe gemacht hat, will am Freitag in die bayerische Hochwasser-Region reisen. Derweil läuft die Diskussion um langfristige politische Folgen der Flutkatastrophe an – die oppositionellen Grünen etwa forderten Milliardenhilfen und ein langfristiges Schutzkonzept. Die Schäden seien größer als bei der Flut von 2002, doch die Mittel bislang weit kleiner als damals.

Bundesagrarministerin Ilse Aigner schloss nicht aus, dass einige Bauern künftig zwangsweise enteignet werden, wenn sie ihre Flächen nicht freiwillig dem Hochwasserschutz zur Verfügung stellen. Dies sei aber nur „in letzter Konsequenz in Erwägung zu ziehen“, sagte. Besser seien einvernehmliche Lösungen.

In Deutschland gab es bislang mindestens sieben Tote durch die Flut. Bei mindestens zwei weiteren Toten blieb der Zusammenhang noch unklar. In Tschechien wurde ein elftes Flutopfer tot geborgen. Starkregen und Sturm erschwerten dort die Aufräumarbeiten.

Quelle: n-tv.de

Wie ein Kampf gegen die Fluten verloren geht

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Von Peter Poprawa, Fischbeck

Sie kämpfen bis zur letzten Minute. Dann gibt der durchweichte Deich dem enormen Druck der Elbe nach. Zur Stunde ergießt sich das Wasser des zu einem riesigen See angeschwollenen Flusses aus einem 50 Meter breiten Tor mit voller Wucht über das Land. Die Schäden sind noch nicht benannt, wohl aber das Leid der Bewohner.

„Helft uns, wir saufen ab!“, ruft Heidi Gericke in den Telefonhörer. Am anderen Ende ist ein Sprecher des Krisenstabes Sachsen-Anhalt. Er hat die schwierige Aufgabe, all die Verzweifelten auf Distanz zu halten. „Wir tun alles, was wir können. Wir setzen aber kein Leben aufs Spiel. Begeben Sie sich in Ihre Notquartiere – und zwar unverzüglich.“ Der Sprecher des Krisenstabes wiederholt damit nur, was ein Polizeiwagen unmittelbar zuvor den Einwohnern des 1000-Seelen-Ortes Fischbeck über Lautsprecher mitteilte: Die Lage am Elbdeich sei kritisch, man möge das Nötigste packen und sich unverzüglich in Sicherheit bringen. Stunden später gibt es in Fischbeck keinen Ort mehr, der irgendwie erreichbar wäre. Millionen von Kubikmeter Wasser ergießen sich durch einen riesigen Riss im Elbdeich übers Land.

Wie Heidi Gericke hat zuvor niemand wirklich an die Katastrophe geglaubt. „Wir sind mit dem Hochwasser von 2002 fertiggeworden. Damals wurde unser Ort verschont. Seitdem wurden Millionen in neue Deiche gesteckt, die sind stabiler und höher als die alten von damals.“ Die 55-Jährige hat schon viele Hochwasser an der Elbe erlebt. In der gegenüberliegenden Stadt Tangermünde wurde sie geboren und kennt ihren Fluss – glaubte, ihren Fluss zu kennen. „Irgendwas stimmt diesmal nicht“, sagt sie. Der Fluss sei höher denn je. Schon immer habe es starke Regenfälle gegeben, die die Elbe habe aufnehmen können. Doch diesmal steigt das Wasser und steigt. Als der Deich dem Druck der Elbe nicht mehr standhalten kann, sind es 8,36 Meter und damit fast 70 Zentimeter mehr als 2002.

Noch am Freitag hat die Fischbeckerin ihr Haus ausgeräumt. Wie viele ihrer Nachbarn in der kleinen Eigenheimsiedlung schafft sie mit Hilfe ihres Mannes und der Geschwister ihr Hab und Gut in das Obergeschoss des Hauses. Die Fenster werden mit Platten verrammelt, das Tor zur Tiefgarage wasserdicht mit Bauschaum versiegelt. Ebenso die Toiletten, Abflüsse und Belüftungen. „Du kannst ja nicht alles mitnehmen“, sagt sie mit Tränen in den Augen. Die Sauna, der Pool, der Fitnessraum, der Waschraum, der Heizungsraum – alles liegt unter dem Niveau der Elbe. Draußen wird das Grundstück mit Sandsäcken geschützt. Schwester, Bruder, Schwager, Neffe – alle helfen beim Schippen. Am Ende müssen sie sich entscheiden zwischen Aktionismus und reeller Gefahr. Die Gefahr wird zu dieser Stunde von allen Beteiligten unterschätzt.

„Wir haben das im Griff“

Bereits am Samstag erreichte der Elbepegel fast acht Meter. In der Gemeinde bemüht sich der Bürgermeister, die Leute zu beruhigen. „Wir haben das hier im Griff“, sagt er. Wenn alle anpacken, werde die Lage beherrschbar bleiben. Irgendwie liegt zu dieser Zeit das Unheil bereits in der Luft und niemand will ihm recht glauben. „Das klingt mir sehr nach Beruhigung der Massen“, sagte Heidi Gericke.

Nachdem die Gerickes ihr Haus gesichert haben, gilt die Hilfe jetzt der Allgemeinheit. Wieder werden Sandsäcke gefüllt. Wenn sie auch nicht mehr vor Ort benötigt werden, dann eben an anderen Brennpunkten. Der Deich in dieser Region, dem Landkreis Stendal, ist rund 40 Kilometer lang. Diese Strecke gilt es zu verteidigen. Die Einwohner wissen, wo die neuralgischen Punkte sind. Das sind Deiche, die zwar erneuert wurden, aber noch so „frisch“ sind, dass sich auf ihnen keine schützende Grasnarbe bilden konnte. Die hohe Fließgeschwindigkeit des Flusses und der enorme Druck lasten auf dem Bauwerk. Nach und nach stellt sich heraus, dass es ein Kampf gegen die Zeit werden wird, der Elbpegel ist längst Nebensache geworden.

Das Ende der Wildpferde

Beim Sandschippen dann eine Durchsage: Es würden dringend Helfer in Jerichow gebraucht. Dort sei ein Deich in hoher Gefahr. Die Stadt liegt fünf Kilometer südlich von Fischbeck und beherbergt eine romanische Klosteranlage – eine der größten und ältesten Backsteinbauten Norddeutschlands. Dort stehen rund 50 Freiwillige und stapeln Tausende Sandsäcke gegen einen durchweichten Deich. Unter den Freiwilligen sind auch die Familienmitglieder der Gerickes. Die Stimmung am Deich ist gut. Speisen und Getränke gibt es reichlich, dazu Geschichten vom aktuellen und von vergangenen Hochwassern. Feucht werden die Augen, als eine Anwohnerin von den Wildpferden erzählt. „Die haben eigentlich immer auf den Wiesen hier gelebt. Bis die Flut kam.“ Am Ende hätten die Przewalski-Pferde eingeschlossen von den Wassern der Elbe auf einer Insel gestanden. Niemand habe sie retten können. Bis zum Schluss habe man gehofft, sie würden einfach davonschwimmen. „Als sie bis zum Bauch im Wasser standen, sollten Jäger sie erschießen.“ Doch niemand sei bereit gewesen, über die reißenden Fluten bis zu dieser Insel zu fahren und „abzudrücken“. Dann habe man nichts mehr von ihnen gesehen – und auch nichts gehört. Für einen Moment halten die Helfer inne, dann stapeln sie weiter.

Am Montagmorgen wissen die Fischbecker noch immer nicht, was ihnen geblieben ist. Alle Zufahrtsstraßen zu ihrem Ort sind gesperrt, der Blick von der Elbe-Brücke verheißt nichts Gutes: Wasser, soweit das Auge reicht. Heidi Gericke versucht es von der gegenüberliegenden Seite, vom Tangermünder Burgberg aus. Doch auch hier nichts als Wasser. „Ein Meer liegt vor uns. Ich erkenne unseren Kirchturm und die Türme des Klosters Jerichow.“ Unklar ist, ob die Kirchen aus dem Wasser ragen, oder ob das Elbmeer davor endet.

Klar ist indes, dass der Elbpegel bei Tangermünde rasant fällt. Das Meer ergießt sich ins Hinterland und könnte bald bis Rathenow, tief nach Brandenburg, reichen. Was hier zur Katastrophe führt, könnte eine gute Nachricht für die nördlichen Anlieger der Elbe sein.

Ob den Gerickes mehr als ihre fünf Reisetaschen voller Habseligkeiten geblieben sind, ist zur Stunde unklar.

 

Quelle: n-tv.de

Dammbruch lässt der Elbe freien Lauf

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Im Kampf gegen drohende Überflutungen müssen die Einsatzkräfte in Sachsen-Anhalt einen herben Rückschlag hinnehmen: In der Nähe von Fischbeck gibt es einen massiven Bruch am Elbe-Deich. Der Ort ist überflutet. Weitere Städte und Dörfer werden zur Stunde evakuiert, während sich die Wassermassen der zu einem riesigen See angeschwollenen Elbe unkontrolliert ins Land ergießen.

Seit Samstag waren Hunderte Freiwillige an einem Elbdeich in Fischbeck (Sachsen-Anhalt) im Einsatz, um das Unheil abzuwenden. Am Sonntagmittag war für sie Schluss: Alle Zivilisten mussten augenblicklich das durchweichte Bauwerk verlassen und den Profis der Bundeswehr Platz machen. Mit schwerem Gerät und Helikoptern versuchten sie in einem Großeinsatz einen Deichbruch zu verhindern. Am Ende vergeblich, denn in der Nacht brach der Deich auf einer Länge von zehn Metern. Schnell wurden daraus 50 Meter – ein unglaubliches Tor, durch das sich die Wassermassen der zu einem riesigen See angeschwollenen Elbe ergießen. Der kleine Ort Fischbeck soll schon vollständig überflutet sein, dutzende weitere Orte – darunter Jerichow mit seinem romanischen Kloster – sind in höchster Gefahr. Fluchtartig müssen die Bewohner das Land verlassen.

Den Flüchtenden bleibt nur wenig Zeit. Die Wassermassen ergießen sich mit einer enormen Kraft in Richtung Osten, also in Richtung Brandenburg. Der Brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck hatte noch am Sonntag den gefährdeten Deich bei Fischbeck besucht und sorgenvoll auf sein Bundesland geschaut. „Ein Deichdurchbruch könnte Folgen für das Milower Land bis hinüber nach Rathenow haben“, sagte Platzeck noch vor Stunden. Das Dramatische an der Entwicklung: Zu dieser Zeit etwa waren zur Entlastung der Elbe-Hochwasser-Region rund um Wittenberge die Polder an der Havel geflutet worden. Die sind damit voll und nicht mehr in Lage, weitere Wassermassen aufnehmen zu können.

Die zehn Polder können bis zu 140 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. Die Flächen reichen von der südwestlichen Prignitz über Havelberg bis ins havelländische Rathenow. „Es ist möglich, dass dadurch in Rathenow einige Keller voll Wasser laufen können“, erklärte Bodo Schwiegk vom Landesumweltamt. Mit anderen Worten: Rathenow bekommt jetzt das Hochwasser von zwei Seiten ab. Noch hat sich der Katastrophenstab nicht zu dieser dramatischen Entwicklung geäußert. Vorerst werden Orte westlich Rathenows evakuiert – dazu gehören Kabelitz, Wust, Schönhausen Steinitz, Mangelsdorf und Klein Mangelsdorf im Landkreis Jerichower Land.

Weiterer Brennpunkt im Landkreis Stendal ist Höhengöhren, rund zehn Kilometer nördlich vom Fischbeck. Nach einer Deichrutsch auf 30 Metern Länge, wird dort zur Stunde versucht, ein Deichbruch zu verhindern. Die Lage ist kritisch. Die Menschen in Höhengöhren müssen unverzüglich ihre Häuser verlassen.

Sinkende Pegel

Aufgrund des massiven Deichbruchs in Fischbeck sinkt jetzt der Pegelstand bei Tangermünde rasant. Das könnte die nördlichen Regionen um Wittenberge entlasten.

In der Landeshauptstadt Magdeburg bleibt die Lage derweil angespannt, obwohl der Pegelstand der Elbe in der Nacht nach Aussagen einer Sprecherin des Krisenstabs „schneller als gedacht“ sank. Inzwischen liege der Pegel unter 7,30 Meter, er hatte zuvor einen Höchststand von 7,48 Meter erreicht. Der Deichbruch bei Fischbeck habe auf Magdeburg keine Auswirkungen, sagte die Sprecherin.

„Die Situation in Magdeburg ist im Moment unter Kontrolle“, sagte die Sprecherin weiter. „Grund zum Aufatmen oder zur Entwarnung gibt es aber noch nicht.“ Deshalb könnten die evakuierten Einwohner auch noch nicht in ihre Häuser zurück. In Magdeburg waren in den vergangenen Tagen insgesamt 23.500 Menschen zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert worden.

Heftige Unwetter in Sachsen

Nach heftigen Regengüssen hat es in Sachsen weitere Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen gegeben. Betroffen ist vor allem der Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge. Für Glashütte und Sebnitz wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Wegen eines Erdrutsches war am Abend zeitweise eine Straße zwischen Berggießhübel und Pirna blockiert. In vielen Orten, so auch in Zschorlau im Erzgebirge, wurden Grundstücke und Straßen überflutet. Keller liefen voll. In Königswalde bei Annaberg-Buchholz machte eine Schlammlawine den Rettungskräften zu schaffen. In Hochkirch im Landkreis Bautzen mussten Menschen per Hubschrauber in Sicherheit gebracht werden.

Zugverkehr betroffen

Wegen eines Dammbruchs bei Fischbeck musste die nahe gelegene Elb-Eisenbahnbrücke bei Hämerten gesperrt werden. Vor allem auf den Strecken von Hannover und Frankfurt/Main nach Berlin mussten sich Bahn-Reisende auf erhebliche Beeinträchtigungen und Zugausfälle einstellen. Die Bahn spricht von Verspätungen zwischen einer und drei Stunden. Sie richtete großräumige Umleitungen ein.

Auf bestimmten Teilstrecken fallen Verbindungen allerdings ganz aus. Zwischen Rathenow und Stendal in Sachsen-Anhalt verkehrt kein Regionalverkehr. Die Einrichtung eines Busnotverkehrs ist wegen des Hochwassers derzeit nicht möglich.

Die Bahn kündigte wegen der Störungen Kulanzregelegungen für Reisende an, die bis zum 23. Juni gelten. Die Ticketkosten für Fahrten in die Hochwassergebiete sollen erstattet werden. Informationen erhalten Reisende auf der Homepage der Bahn oder telefonisch unter 08000 99 66 33.

Quelle: n-tv.de

+++ 20:44 Auch Mecklenburger sollen ihre Häuser verlassen +++
In der Region um Dömitz und Boizenburg in Mecklenburg-Vorpommern sollen die Menschen freiwillig ihre Häuser nahe der Elbe verlassen. „Wer nicht in der Region bleiben muss, sollte sich langsam auf den Weg machen“, sagte der Chef des Katastrophenabwehrstabes, Landrat Rolf Christiansen. Morgen soll das Pflegeheim in Dömitz mit rund 50 Bewohnern evakuiert werden.

+++ 20:02 Leiche treibt in den Fluten +++
In der Elbe bei Pirna ist die Leiche eines älteren Mannes gefunden geworden, der offenbar das achte Todesopfer dieser Flut ist. Es handle sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen 74 Jahre alten Bewohner eines nahen Seniorenheimes, teilt das Innenministerium von Sachsen mit. Bereits gestern wurde die Leiche entdeckt, doch erst jetzt geben die Behörden es bekannt. Der 74-Jährige soll an Demenz erkrankt gewesen sein und zuvor angedeutet haben, bei den Schutzarbeiten für das Hochwasser helfen zu wollen.

+++ 19:44 Pegel der Elbe wird nur ganz langsam fallen +++
Der Höchststand der Elbe bei Magdeburg scheint erreicht – doch der Wasserstand geht nur in Superzeitlupe nach unten. Mit einem Rückgang von 15 Zentimetern innerhalb von 24 Stunden rechnet Oberbürgermeister Lutz Trümper laut dem MDR. Derweil kämpfen Soldaten und weitere Helfer bislang erfolgreich, das für die Stromversorgung wichtige Umspannwerk in Magdeburg-Rothensee zu verteidigen.

+++ 18:11 Steinbrück lehnt „Gummistiefelwettbewerb“ ab +++
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will erst nach der Flut in die Hochwassergebiete reisen. Er werde sich nicht am „Gummistiefelwettbewerb“ beteiligen, sagt er in der ARD. „Wenn dann das Ärgste überstanden ist, dann möchte ich mich mit den Betroffenen gerne hinsetzen, wie konkret die Hilfe aussehen soll.“ Steinbrück fordert die Einsetzung eines Ombudsmanns beziehungsweise einer Ombudsfrau für die Koordinierung der Flutopferhilfe. Kanzlerin Angela Merkel besuchte bereits zwei Mal die Hochwasserregionen, Bundespräsident Joachim Gauck war am Sonntag in Sachsen-Anhalt und Sachsen.

+++ 17:42 Magdeburg meldet leicht sinkenden Pegel +++
In Magdeburg sinkt der Pegel der Elbe erstmals während dieser Rekordflut. Er geht um etwa zwei Zentimeter zurück. Für Prognosen, wie es weitergeht, ist es den Behörden zufolge aber noch zu früh. Der Leiter des Katastrophenstabes der Stadt, Holger Platz, sagt, dass Deiche auch bei sinkenden Pegelständen noch brechen könnten. „Man kann keine Entwarnung geben, noch nicht.“

+++ 17:26 Gauck fordert Deutsche zum Spenden auf +++
Bundespräsident Joachim Gauck fordert die Deutschen zum Spenden für die Flutopfer auf. „Wer keine Säcke schleppen kann, hat vielleicht ein gefülltes Portemonnaie“, sagt er nach Besuchen in Sachsen-Anhalt und Sachsen. Ein Flug über das Flutgebiet an der Elbe erschüttert Gauck. Er betont jedoch, er habe bei seinem Besuch kein Zittern und Zagen erlebt, sondern „gefasste Flutopfer“ und „total motivierte Helfer“.

+++ 16:38 Deich-Anschläge versetzen Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft +++
Nachdem unbekannte Chaoten mit Anschlägen auf Deiche in Sachsen-Anhalt drohen, sind dort verstärkt Einsatzkräfte unterwegs. Das sagt Ministerpräsident Reiner Haseloff. „Wir nehmen das sehr ernst, weil solche Drohungen natürlich zu einer katastrophalen Auswirkung führen könnten, wenn wir sie nicht ernst nehmen.“

+++ 16:29 Meteorologen haben keine gute Aussichten für Bayern +++
In Bayerns Flutgebieten kann sich die Lage nach der jüngsten Entspannung wieder verschärfen. Schuld daran sind Regen in der südlichen und westlichen Hälfte Deutschlands. Im Interview erläutert n-tv-Meteorologe Björn Alexander: „Die Zuflüsse der Donau können also neue, aber kleinere Hochwasserwellen aufbauen. Das wird an der Donau selber dazu führen, dass der Rückgang auf jeden Fall gebremst wird.“ Bis zu 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter könnten am Alpenrand fallen. „Eine nachhaltige und rasche Entspannung sieht leider anders aus.“

+++ 15:08 Abrutschende Hänge und Hagel in Sachsen +++
Heftige Unwetter erfassen Teile von Sachsen. Die Behörden lösen einen Katastrophenalarm aus. „Es gibt überschwemmte Straßen, abrutschende Hänge und Hagel von bis zu einem Meter Höhe“, sagt eine Sprecherin des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Aufgrund des starken Regens hätten Evakuierungen vorbereitet werden müssen. Auf die Lage in den Hochwassergebieten entlang der Elbe soll das Unwetter jedoch zunächst keine gravierenden Auswirkungen haben.

+++ 14:59 Magdeburg lässt Stadtteile räumen
Die Stadt Magdeburg lässt wegen der Flut mehrere Stadtteile räumen. Rund 23.000 Bewohner müssen ihre Häuser östlich der Elbe verlassen. Dies entscheidet der Katastrophenstab. Die Bewohner des Gebiets vom südlichen Stadtrand bis zur Berliner Chaussee sind aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Hintergrund ist, dass der Hochwasserscheitel eine Länge von rund 40 Kilometern hat und mehrere Tage lang gegen die Deiche drücken wird, wie der Krisenstab der Landesregierung mitteilt.

+++ 14:45 Gauck erschüttert vom Ausmaß der Flut +++
Bundespräsident Joachim Gauck zeigt sich überwältigt von der Schwere der Schäden, die die Flut in weiten Teilen von Süd- und Ostdeutschland hinterlassen hat. „Man kann sich nicht vorstellen, was da zu bewältigen ist“, sagt er während seiner Reise nach Halle an der Saale und Meißen. Zugleich betont er aber, Deutschland sei ein solidarisches Land. „Wir werden es schaffen, die zerstörten Gebiete wieder aufzubauen.“

+++ 12:20 In Brandenburg werden Polder geflutet +++
Zur Entlastung der Elbe-Hochwasserregion rund um Wittenberge in Brandenburg sollen Polder an der Havel geflutet werden. Landesumweltministerin Anita Tack sprach von einer bundesweit einmaligen Möglichkeit, den Hochwasserstand der Elbe zu senken. Polder sind von Deichen umgebene Gebiete, die bei Hochwasser absichtlich geflutet werden. Die Rückhalteräume sollen Wohn- und Industriegebiete flussabwärts schützen. Die zehn Polder können bis zu 140 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen.

+++ 11:20 Deich in Bitterfeld gerettet – 10.000 Menschen kehren heim +++      Erleichterung in der Bitterfeld: 10.000 Menschen aus dem östlichen Teil der Stadt und dem Ort Friedersdorf können in ihre Häuser zurück. Helfern und Soldaten der Bundeswehr gelingt es, ein Leck an einem Deich am Goitzschesee zu schließen. Es drohe nun keine akute Gefahr mehr, dass Wassermassen aus dem See nach Bitterfeld strömen, teilt der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit.

+++ 11:00 Elbebrücke gesperrt – Fern- und Regionalverkehr betroffen +++
Wegen des Hochwassers sperrt die Bahn eine Elbebrücke bei Magdeburg. Davon ist der Fernverkehr zwischen Hannover und Leipzig betroffen, wie der Konzern in Berlin mitteilt. Die Intercity-Züge von und nach Hannover enden und beginnen im Magdeburger Hauptbahnhof. Zwischen dem Hauptbahnhof und Halle wird ein Busnotverkehr eingerichtet. Ab Halle müssen Reisende dann Nahverkehrszüge nach Leipzig nutzen. Auch der Regionalverkehr aus Leipzig und Berlin nach Magdeburg ist betroffen.

+++ 10:25 Anschlagsdrohung auf Deiche in Sachsen-Anhalt +++
Nach einer Drohung mit Anschlägen auf Deiche verstärkt Sachsen-Anhalt die Überwachung der Anlagen aus der Luft und vom Boden aus. Dies teilt Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht mit. Ein Drohschreiben sei mehreren Medien übermittelt worden. „Wir nehmen das Bekennerschreiben ernst“, so der Minister. Es werde nun alles Erforderliche getan, die Bürger sollten weiterhin die Ruhe bewahren. Kein Deich sei unbewacht.

+++ 10:15 Wasser in Magdeburg steigt unaufhörlich +++
Noch immer ist in Magdeburg der Hochwasser-Scheitel nicht erreicht. Dies ergeben neue Prognosen. An der Strombrücke in der Innenstadt wird ein Rekordwert von 7,45 Metern bei einer nahezu gleichbleibenden Tendenz gemessen, sagte Hydrologin Antje Rentsch vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz. Normal sind 2,00 Meter. Bis zum Abend müsse mit einem weiteren Anstieg um fünf bis zehn Zentimeter gerechnet werden.

+++ 9:25 Erste Evakuierungen in Schleswig-Holstein +++
In Lauenburg an der Elbe in Schleswig-Holstein müssen viele Bewohner der Unterstadt ihre Häuser verlassen. Das sagt ein Sprecher des Krisenstabes. Die gefährdeten Bereiche müssten bis Montag, 9.00 Uhr geräumt sein, heißt es in einer Anordnung des Landrates. Grund sind die neuen Prognosen der Hochwasservorhersagezentrale Magdeburg. Danach soll die Elbe am kommenden Donnerstag am Pegel Hohnstorf bei Lauenburg einen Höchststand von 10,10 Metern erreichen. Dann stünden die tief gelegenen Teile der Stadt mehr als einen Meter hoch unter Wasser. Höchster bislang gemessener Wasserstand in Hohnstorf war 9,88 Meter.

+++ 9:00 Damm am Zusammenfluss von Elbe und Saale bricht +++
Der umkämpfte Damm am Zusammenfluss von Saale und Elbe ist gebrochen. Dies teilt der Krisenstab der Landesregierung von Sachsen-Anhalt mit. Er ruft rund 150 verbliebene Menschen im Raum Groß Rosenburg, Breitenhagen, Lödderitz und Sachsendorf auf, sofort in höhere Gebiete zu flüchten. Betroffen von der Räumung ist ein Gebiet von mehreren Quadratkilometern an der Mündung der Saale in die Elbe.

+++ 7:30 Behörden warnen vor verschmutzten Badeseen im Flutgebiet +++
Das Rekordhochwasser in Deutschland könnte auch die Wasserqualität in den Badeseen beeinträchtigen. Kläranlagen könnten überflutet werden, auch Schmutzwasser aus Kanälen könnte an die Oberfläche gelangen, sagt Markus Venohr vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin. Dadurch wiederum könne unbehandeltes Abwasser inklusive Keimen in die Gewässer geraten. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums überprüfen die Gesundheitsbehörden der Länder regelmäßig die Seen. In einigen vom Hochwasser betroffenen Gebieten rieten die zuständigen Behörden bereits vom Baden ab. So warnte das Landratsamt im bayerischen Dillingen a.d. Donau vor dem Baden in vom Hochwasser betroffenen Badeseen wegen zu hoher Keimbelastung. Baden in den verunreinigten Gewässern könne zu Magen-Darm-Erkrankungen führen.

+++ 5:30 Seehofer will Ausgaben für Hochwasserschutz verdoppeln +++
CSU-Chef Horst Seehofer will angesichts der jüngsten Überflutungen die finanziellen Mittel für den Hochwasser-Schutz verdoppeln. „Wir haben bereits 1,6 Milliarden Euro verbaut und werden nach meiner Einschätzung noch einmal dieselbe Größenordnung brauchen“, sagte er einem Vorabbericht der Zeitung „Bild am Sonntag“ zufolge. In zwei Wochen werde seine Regierung entsprechende Pläne vorstellen. Es gehe nicht nur um Dämme, „sondern auch um naturnahe Maßnahmen wie Rückhalteflächen“. Man könne Hochwasser-Katastrophen zwar nie ganz verhindern, aber ihre Folgen abschwächen.

+++ 00:30 Bundespräsident Gauck besucht Hochwasserregionen +++
Bundespräsident Joachim Gauck besucht heute Hochwasserregionen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Halle wird er an einem Gottesdienst für Betroffene und Helfer des Saalehochwassers teilnehmen. Danach wird er mit Mitarbeitern von Einsatz- und Rettungsdiensten sprechen.

Quelle: n-tv.de

Von Hanna Hauck

Endlich beginnt das Hochwasser in Sachsen und Bayern zu weichen. Da meldet der Deutsche Wetterdienst heftige Regenfälle. Gewitter und Hagel gehen nieder. Die Flüsse schwellen zunächst an – eine neue Flut bleibt zum Glück aber aus.

Bis zu 90 Liter Regen auf den Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden messen die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in der Nacht. Am meisten geht an einer Station im Osterzgebirge nieder, sagt der DWD-Meteorologe Thomas Ruppert n-tv.de wenige Stunden später. Aber auch im bayerischen Schwaben regnet es heftig – Niederschlag, Gewitter und Hagel ausgerechnet im Südosten, wo die Menschen die vergangenen Tage gegen Hochwasser kämpfen mussten.

Und es bleibt nicht allein beim nächtlichen Unwetter: In Bayern regnet es den Tag über weiter, wie Ruppert sagt. Voraussichtlich werden die Niederschläge erst am Abend nachlassen. Große Tropfen, die in kurzer Zeit heftig herabregneten, hätten sich in einen Dauerregen gewandelt – und gerade der berge eine gewisse Hochwassergefahr.

So auch bei der Katastrophe der vergangenen Tage: „Das ganze Frühjahr war nass, die Böden waren vollgesogen“, sagt Ruppert. Als dann nach Fronleichnam der Regen kam, hätten sie das Wasser nicht mehr aufnehmen können. Inzwischen sind vor allem Gebiete weiter nördlich von der Flut betroffen, so etwa Sachsen-Anhalt. In Lauenburg in Schleswig-Holstein wurden Bewohner der Altstadt in Sicherheit gebracht.

Die Deiche sind sicher

Nun regnet es im Südosten wieder. Die Menschen in Riesa und Torgau hatten derweil kaum Zeit zum Durchatmen. Dort führt die Elbe noch so viel Wasser, dass die höchste Alarmstufe weiter gilt. Trotzdem haben die Menschen in Sachsen und Bayern diesmal mehr Glück: Die Flüsse treten nicht so stark über die Ufer wie in den Tagen zuvor. Die Dämme halten.

„Die Pegel sind innerhalb kurzer Zeit sehr schnell gestiegen, aber ebenso schnell wieder gesunken“, sagt Anne Matthies vom sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Fast alle Pegel seien im grünen Bereich. In Torgau, so die Hoffnung, kann noch in der Nacht oder am nächsten Morgen die Alarmstufe von vier auf drei herabgesetzt werden. Bis Mittwoch könne dort sogar Stufe zwei erreicht werden. In Riesa dauere es wohl etwas länger, vermutet sie.

Das Problem: Auch im tschechischen Einzugsgebiet der Elbe regnet es erneut. „Es wird die Pegel nicht ansteigen lassen“, prognostiziert Matthies. Aber das Hochwasser fließe dadurch langsamer ab.

Immerhin schießen keine neuen Wassermassen auf die Dämme zu. „In Sachsen muss man wirklich sagen: Was die Deiche angeht, ist alles gut“, sagt eine Sprecherin des sächsischen Innenministeriums. Alleine in Nordsachsen kontrollierten stündlich 230 Deichläufer die Schutzwälle. Ihr Fazit: Sie sind sicher.

Langsam könne sich der Blick auf den Wiederaufbau richten. „Aber das Katastrophenmanagement steht nach wie vor im Vordergrund“, betont die Ministeriumsprecherin. 6.451 Helfer seien noch immer im Einsatz, darunter Kräfte der Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und des Technischen Hilfswerks.

Ende der Woche wird das Wetter wieder wechselhaft

Auch in Bayern lässt der Regen Flüsse in der Nacht anschwellen, sie treten zunächst aber nur leicht über die Ufer. An mehreren Stellen wird die Meldestufe zwei erreicht – das Wasser stehe etwa auf Feldern und Wiesen, sagt der Sprecher des Bayerischen Landesamt für Umwelt, Stefan Zoller.

Ganz entwarnen will er jedoch nicht. Da es den Tag über weiter regne, könne das Wasser vereinzelt auch wieder bebaute Grundstücke erreichen und möglicherweise Keller fluten. In Nattenhausen und Untersteinach gilt später tatsächlich dann die Meldestufe drei. So dramatisch wie in den vergangenen Tagen werde die Lage aber nicht, meint er.

Auf Entspannung lässt die Vorhersage des DWD-Meteorologen Thomas Ruppert hoffen. Am Dienstag werden nur noch für den Südosten Bayerns Schauer erwartet. Die nächsten Tage werde es dann freundlich. Allerdings komme am Donnerstag aus Richtung des Nordwestens von Deutschland wechselhaftes Wetter.

Quelle: n-tv.de

Eichsfelder helfen in Magdeburg im Hochwassergebiet

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Madgeburg, Thüringen

Aus dem Eichsfeld sind 39 Kräften von Feuerwehr, DRK und Malteser in der Nähe von Magdeburg im Einsatz. Sie gehören zu den etwa 1000 Kräften, die aus Thüringen am Wochenende alarmiert worden sind.

Eichsfeld/Magdeburg. Diesmal muss alles ganz schnell gehen. Um 16 Uhr hat das Landesverwaltungsamt Thüringen Alarm geschlagen, etwa drei Stunden später die Mitglieder des Eichsfelder Katastrophenschutzes sowie des Sanitäts- und Betreuungszuges Eichsfeld am Samstagabend nach Magdeburg aufgebrochen. Dort spitzt sich in der Nacht zu Sonntag die Lage dramatisch zu, Dämme drohen zu brechen und ein Umspannwerk steht kurz vor der Überflutung. Hunderte Helfer aus allen Teilen der Republik sind in der Nacht nach Magdeburg aufgebrochen. Dort fehlt es so ziemlich an allem – vor allem an Sand und Sandsäcken, um die aufgeweichten Deiche zu sichern.

Sanitätszug muss stundenlang warten

Die Eichsfelder erreichen mit 39 Kräften von DRK, Maltesern und Feuerwehr die Stadt gegen Mitternacht. Während der Sanitätszug zunächst im Bereitstellungsraum auf Order wartet, ist für die Kameraden der Feuerwehr des Einsatzzuges 1 an eine Pause nicht zu denken. Gegen 1 Uhr steuern sie Pechau an, ein kleiner Ort in unmittelbarer Nähe des Bereitstellungsraumes. In den Stunden danach heißt es allerdings: „Warten, warten, warten.“ Kommt ein Einsatz oder muss abgebrochen werden. Erst gegen 6 Uhr am Sonntagmorgen kommt Bewegung rein, da sind die Eichsfelder allerdings bereits fünf Stunden außerhalb des Bereitsstellungsraumes unterwegs. „Wir sind nach Randau verlegt worden“, schildert Zugführer Manuel Fasse in einem Telefonat mit der TLZ. Dort heißt es allerdings zunächst erneut warten, weil die Sandsäcke zur Neige gegangen sind, Nachschub steht nicht zur Verfügung.

Im Bereitstellungsraum, wo sich alle Einsatzkräfte sammeln, liegen die Nerven unterdessen fast blank. Nicht nur die Eichsfelder Sanitätskräfte warten darauf, zu helfen. Einen Einsatzbefehl aber bekommen sie bis zum Sonntagnachmittag nicht. „Für unseren Sanitäts- und Betreuungszug ist es der erste Einsatz in einem Katastrophenfall“, sagt im TLZ-Gespräch der Eichsfelder DRK-Bereitschaftsleiter Stefan Jankowski, der froh ist, dass sich zahlreiche Eichsfelder Kräfte für diesen Einsatz gefunden und ein Mitglied des Zuges sogar eigens am Samstagnachmittag von seinem Studienort Hamburg angereist ist, um mitzufahren. „Viele haben bei uns als Jugendrotkreuz-Mitglieder angefangen“, erklärt Stefan Jankwoski. In den vergangenen Jahren hätte der Zug zwar den ein oder anderen Einsatz absolviert, sei noch nie vollständig im Katastrophenfalls ausgerückt. Dass es allerdings notwendig ist, eine solche Einsatzgruppe zu haben, zeige der aktuelle Fall Magdeburg.

Bis zum Sonntagnachmittag warten die Sanitäter allerdings weiter darauf, endlich helfen zu können. Die Kameraden der Feuerwehr versuchen unter der Leitung der Berufsfeuerwehr Erfurt unterdessen, den Deich bei Randau zu sichern, was ihnen zumindest bis zum Nachmittag auch gelingt. Ein Teil der Kräfte kommt dann mehr als 16 Stunden nach der Abreise zur Ruhe. Die Verpflegung im Feld, sagt Zugführer Manuel Fasse, sei dabei alles andere als optimal gewesen. Man habe sich allerdings selbst geholfen, so gut es eben ging. Als die Sandsäcke eingetroffen waren, konnte man zumindest am Deich versuchen, diesen zu stabilisieren.

Einsatz könnte Tage dauern

Für den Katschutzzug „Retten“ ist es binnen weniger Tage der zweite Einsatz. Bis Freitag habe man sich eingestellt, sagt der Dingelstädter Wehrführer Ansgar Nolte, der ebenfalls zur Unterstützung mit nach Magdeburg gefahren ist. Wie lange es allerdings dauert, das wird sich wohl erst in den kommenden Tagen entscheiden. „Der zweite Zug des Katastrophenschutzes steht derzeit noch im Eichsfeld“, sagt der Mitarbeiters des Sachgebietes Katastrophenschutz beim Landkreis, Dominik Dietrich, auf TLZ-Nachfrage. Bisher habe es auch keine Abforderung gegeben, erklärt er.

Möglicherweise fährt der Zug allerdings noch zur Ablösung für die bereits in Magdeburg befindlichen Eichsfelder los. „Wir haben uns auf mehrere Tage eingestellt“, sagt Manuel Fasse. Er hatte mit dem Trupp nachmittags noch die Stellung von Randau nach Pechau gewechselt. In dem Ort sind die Bewohner bereits evakuiert. „Wenn hier die Sirene geht, dann müssen auch wir weg“, sagt er 23 Stunden nach der Abfahrt im Feuerwehrzentrum in Wintzingerode. An ein paar Stunden Schlaf am Stück war für die Kameraden der Feuerwehr, die mit Kräften aus Suhl, Sömmerda und Erfurt in Pechau in Bereitschaft sind, bis zum Abend nicht zu denken. Allenfalls mal eine halbe Stunde im Auto sei möglich gewesen, beschreibt der Zugführer.

Quelle: otz.de

 

Das Hochwasser steht zurzeit in Hitzacker bei 8,16 m. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Pegelstände mindestens eine Woche lang auf hohem Niveau stehen werden. Eventuell steigt der Pegel sogar noch etwas an.

Die Sicherungsmaßnahmen in Neu Darchau sind abgeschlossen. Dort war der Notdeich an mehreren Stellen undicht geworden. Eine weitere Schadenslage gab es in Katemin. Beide Problemstellen wurden geschlossen. Die Lage in Neu Darchau ist momentan stabil. Gleiches gilt für den Bereich Tiesmesland und Penkefitz. Eine weitere Schadstelle gab es in Barnitz, wo Wasser auf halber Höhe aus dem Deich floss. Die undichte Stelle konnte instand gesetzt werden. Man muss sich darauf einstellen, dass aufgrund des lang anhaltenden Hochwassers in den nächsten Tagen noch weitere Schadstellen auftreten werden. Ein kritischer Bereich wird vermutlich der Abschnitt vom Friedhof Damnatz bis nach Wussegel sein.

Die Bürgertelefone der Samtgemeinde Elbtalaue bleiben auch in den nächsten Tagen rund um die Uhr besetzt, so dass Bürgerinnen und Bürgern jederzeit Informationen über die aktuelle Lage gegeben werden können. Dieser Service wird momentan sehr gut angenommen. Der Info-Point in Hitzacker bleibt ebenfalls rund um die Uhr besetzt.

Die Deichwachen in Hitzacker sollen nach Möglichkeit über den Absperrposten in der Drawehnertorstraße in den Sperrbereich gehen. Die Polizei hat so einen besseren Überblick über die Personen, die sich im Sperrgebiet aufhalten. Auf Nachfrage teil Samtgemeindebürgermeister Jürgen Meyer mit, dass einige Landwirte in Eigenvorsorge Vieh nach Quickborn getrieben haben. Die war aber keine offiziell angeordnete Evakuierung. Sandsäcke müssen zurzeit nicht gefüllt werden. Deshalb werden auch momentan keine weiteren Helfer benötigt.

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/kritische-deichbereich-zwischen-damnatz-und-wussegel-41398

 

Wie der NLWKN mitteilt, werden die Wasserspiegellagen in der Elbe derzeit von den Deichbrüchen in Barby und Stendal/Tangermünde sowie der Flutung der Havelpolder beeinflusst.

In der Folge sank der Pegel in Schnackenburg im Laufe des Montags von 779 auf 776 und ist seit den frühen Morgenstunden nahezu konstant. Lt. NLWKN hat sich der Wasserstand am Pegel Dömitz seit etwa 5 Stunden auf einer Höhe von 717/718 cm eingependelt.

Der Gewässerkundliche Landesdienst des NLWKN in Lüneburg geht davon aus, dass an diesen Pegeln der Scheitelwert nahezu erreicht ist, sich aber auf einem hohem Niveau über mehrere Tage halten wird.

Die Höchstwasserstände an den Pegeln Wittenberge, Schnackenburg, Dömitz und Hitzacker haben einen Wert erreicht, der in der Größenordnung von etwa 50 cm über den bisher höchsten gemessenen Wasserständen liegt.

 

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/nlwkn-scheitelwert-in-schnackenburg-nahezu-erreicht-25675

 

Ab sofort stehen für alle Vietzer Dusch- und Waschgelegenheiten in der Alten Schule in Pevestorf zur Verfügung. Dusch- und Waschzubehör sowie Handtücher sind selbst mitzubringen.

Ansonsten stehen die Duschen zu „normalen“ Tageszeiten für alle Bedürftigen zur Verfügung.

Die von der Ausquartierung Betroffenen haben inzwischen alle dank der Hilfsbereitschaft der Höhbecker Übernachtungs-Quartiere gefunden.

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/vietze-dusch-und-waschmoeglichkeiten-in-pevestorf-eingerichtet-35221

 

Auch Versicherer und Banken wollen nach den Worten von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler den Hochwasser-Opfern in Ost- und Süddeutschland schnell helfen. Rösler sprach nach Beratungen mit Branchenvertretern von „einem klaren Signal der Solidarität und Unterstützung“, das von Banken und Versicherern ausgehe. Geschädigte sollen schnell und unbürokratisch Abschlagszahlungen auf versicherte Schäden vor Ort erhalten. Die Banken geschädigter Firmen sind bereit, über vorübergehende Stundungen von Kreditverpflichtungen zu sprechen. Der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, Alexander Erdland, sagte, rund 99 Prozent der Gebäude seien im Grundsatz gegen Elementarschäden versicherbar, aber nur 32 Prozent seien versichert. Hier gebe es wegen der künftig wohl häufigeren Überschwemmungen Handlungsbedarf. „In dem Teil, wo es nicht versicherbar ist, muss man sich überlegen, ob man Baugenehmigungen noch erteilen sollte“, sagte Erdland.

http://www.n-tv.de/panorama

Pegelstand in Lauenburg

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Lauenburg

 

Das Wasser hat in Lauenburg einen Stand von 9,39 Metern erreicht. Die Sandsackwälle hielten am Abend noch, ein Sprecher des Krisenstabes konnte aber nicht ausschließen, dass es auch in die Häuser eindringt. 75.000 Säcke sind allein in der Altstadt aufgeschichtet. in Ein Ende des Anstiegs ist noch nicht abzusehen: „Das Wasser steigt minütlich und wir haben den Scheitel noch längst nicht erreicht“, sagte der Sprecher. In Dresden dagegen entspannt sich die Lage. Nach einer Woche hat die Stadt den Katastrophenalarm wieder aufgehoben. Zuvor war der Pegelstand der Elbe von der höchsten Alarmstufe 4 auf Stufe 3 gesunken. Auf ihrem Scheitelpunkt hatte die Elbe vergangene Woche einen Wasserstand von 8,76 Metern erreicht. Normal sind knapp 2 Meter, bei der Jahrhundertflut 2002 waren 9,40 Meter gemessen worden. Pro Stunde falle der Pegelstand um zwei bis drei Zentimeter, teilte die Stadt mit.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

Katastrophenalarm in Dresden aufgehoben

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Dresden

 

Nach einer Woche hat die Stadt Dresden den Katastrophenalarm wieder aufgehoben. Zuvor war der Pegelstand der Elbe von der höchsten Alarmstufe 4 auf Stufe 3 gesunken. Der Katastrophenalarm war am vergangenen Montagvormittag ausgelöst worden. Auf ihrem Scheitelpunkt hatte die Elbe vergangene Woche einen Wasserstand von 8,76 Metern erreicht. Normal sind knapp 2 Meter, bei der Jahrhundertflut 2002 waren 9,40 Meter gemessen worden. Pro Stunde falle der Pegelstand um zwei bis drei Zentimeter, teilte die Stadt mit. Der aktuelle Pegelstand in Dresden liegt bei 6,65 Meter.

http://www.n-tv.de/panorama

Müllautos sorgen wieder für Ordnung in der Nordstraße

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Sachsen-Anhalt

 

Das große Aufräumen nach der Flut hat in Jeßnitz nun begonnen. Die Kreiswerke und die Wolfener Recycling GmbH sind mit einem Großaufgebot in den Wohngebieten unterwegs. Bis Sonnabend sollen die Sperr- und Sondermüll-Hinterlassenschaften der Flut weg sein.

Seit halb sieben arbeitet sich Wolf Schollbach von der Wolfener Recycling GmbH durch den Sperrmüll, den die Flut in Jeßnitz-West hinterlassen hat. Gartenmöbel, Bügeleisen, Ventilator und Wäscheständer, Koffer und Konserven, Fitnessgeräte – was eben so in den Kellern und in diesen Tagen im Wasser stand, haben die Einwohner der Siedlung am Straßenrand abgestellt.

Unablässig greift der Bagger Sperrmüll und lädt ihn in den Container. 40 Kubikmeter schluckt der. Fünf bis sechs davon kommen am Tag zusammen, manchmal auch mehr, sagt Schollbach. Bis mindestens 17 Uhr geht die Schicht – wie es die Situation erfordert. „Es muss doch wieder Ordnung werden“, sagt der Mann, der auch 2002 schon hier zugange war. „Da war überall bedeutend mehr“, erinnert er sich.

Ein orangenes Press-Fahrzeug der Kreiswerke schiebt sich rückwärts durch die schmale Nordstraße. Martin Stamm, Yves Ehrentraudt und Jürgen Schmidt packen kräftig an: Im Bogen fliegen Haustüren und Schrankteile, Polstersessel und Tische, Bretter und anderes in den Schlund des Autos. Ihre dritte Tour im Flutgebiet ist das am Montag. „Zuerst“, erklärt Stamm, „kommt die reguläre Tour, alle anderen machen wir zusätzlich.“ Und Ehrentraudt hängt zu Hause noch eine Schicht dran, denn der Bitterfelder ist selbst vom hoch stehenden Wasser betroffen.

Ilona Kersten ist die Verzweiflung noch anzusehen. „Damals stand das Wasser im Erdgeschoss, jetzt ,nur’ bis zur zweiten Stufe. Der Keller ist vollgelaufen“, berichtet sie. „Wir hatten alles neu machen müssen und auch die Möbel waren neu.“ Neben ihr läuft Heike Petrich. Die Mitarbeiterin der Allianz-Versicherung ist jetzt bei ihren Kunden, nimmt die Schäden auf, berät die Leute. Ein paar tausend Euro kommen bei Frau Kersten zusammen – auf alle Fälle. „Wir hatten keine Informationen von der Stadt“, sagt sie bitter, „und bis heute hat sich niemand sehen lassen.“ In Bitterfeld, meint kopfschüttelnd Heike Petrich, die selbst evakuiert war, sei die Information und Organisation professionell gewesen.

Bei ihrer Tochter in Delitzsch war Elfriede Ziegler untergekommen. Die 85-Jährige ist heute noch schockiert, wenn sie ans Wasser denkt. „Ist es nicht die normale Pflicht der Stadt, die alten Leute mal zu informieren, die kennen nämlich kein Facebook“, fragt Tischlermeister Hans-Joachim Bauer. „Früher hat das der alte Eibald gemacht, der ist mit der Glocke jede Straße abgelaufen.“

Jetzt habe sie durch Zufall erfahren, dass es Zettel gibt, mit denen Betroffene in Baumärkten Rabatte kriegen sollen, sagt Elfriede Ziegler. Bauer weiß Bescheid, er erklärt es ihr. Trotzdem, er und andere Bewohner der Straße sind sauer. „Verhohnepiepelt wurden wir hier draußen“, schimpft er, „ich habe in der Stadtverwaltung angerufen. Auf 80 Zentimeter, haben sie mir gesagt, steigt die Mulde – wie 2011. Ich hab alles, was ging hochgestellt. Aber“, er winkt ab, „die Maschinen – alles abgesoffen.“

Inzwischen ist Stamm mit seinen Kollegen und dem Müllauto ein Stück näher gekommen. Bis Sonnabend sollen die Sperr- und Sondermüll-Hinterlassenschaften der Flut weg sein. Das Ziel hat Kreiswerke- und Recycling-Chef Hartmut Eckelmann seinen Männern gegeben. Er hat alles mobilisiert, was geht: Zwölf Leute, mehrere Fahrzeuge, Container und Räumtechnik. Das Tagesgeschäft muss parallel dazu weitergehen und in den evakuierten Gebieten ist Arbeit liegengeblieben. Er bittet die Kunden „um etwas Geduld“. „Wir rufen nicht nach Hilfe von außen – die haben alle mit sich zu tun. Wir bereiten uns jetzt auf Aken vor.“

http://www.mz-web.de/bitterfeld/hochwasser-in-jessnitz-muellautos-sorgen-wieder-fuer-ordnung-in-der-nordstrasse,20640916,23219884.html

DÖMITZ/RAESFELD Keine Entwarnung in Dömitz an der Elbe: Der Fluss in Raesfelds Partnergemeinde steigt zwar nicht so stark wie in der vergangenen Woche. Doch das Hochwasser hat die Gemeinde nach wie vor fest im Griff. Unterstützung kommt seit Montag auch aus Raesfeld.Von Rüdiger Eggert

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Am Montag brachen zehn Feuerwehrleute aus Raesfeld nach Dömitz auf. „Der Einsatzbefehl ist heute Mittag gekommen. Jede Hand wird gebraucht“, sagte der erste Beigeodnete Martin Tesing gestern. Zuvor standen die Raesfelder „Gewehr bei Fuß. Wir stehen im engen Kontakt mit Dömitz“, so Tesing.

Die Hilfsaktionen werden über das Innenministerium koordiniert. Tesing hatte zuvor die Einsatzbereitschaft bei der nächsthöheren Behörde, dem Kreisbrandmeister, mit dem Wunsch, in Dömitz zu helfen, angemeldet.

Lage spitzt sich zu

Derweil spitzt sich die Lage in der Partnerstadt Raesfelds zu. Am Montagmorgen ließ das Amt Dömitz das Altenheimpflegeheim in der Roggenfelder Straße evakuieren.

In der mecklenburgischen Elbregion, zu der auch Dömitz gehört, wollten die Behörden am Montag über weitere Evakuierungs-Maßnahmen entscheiden. Die Bevölkerung in Dömitz hat schon in der letzten Woche damit begonnen, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Mehr als 10 000 Sandsäcke wurden gefüllt. Die Einwohner haben zuletzt begonnen, mit Schutzmaßnahmen ihre Häuser vor dem drohenden Hochwasser zu sichern.

Kellerfenster und Türen wurden verschlossen und mit Sandsäcken abgedichtet. Der Katastrophenstab im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die Bevölkerung aufgerufen, eigenes Hab und Gut zu sichern. Seit dem Wochenende sind die Deiche auch im Bereich Dömitz mit Sandsäcken erhöht worden.

Unterstützung für Partnerstadt: Raesfelder helfen in Dömitz beim Kampf gegen das Hochwasser – Lesen Sie mehr auf:
http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/raesfeld/Unterstuetzung-fuer-Partnerstadt-Raesfelder-helfen-in-Doemitz-im-Kampf-gegen-das-Hochwasser;art4288,2029341#292386247

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Am Montag brachen zehn Feuerwehrleute aus Raesfeld nach Dömitz auf. „Der Einsatzbefehl ist heute Mittag gekommen. Jede Hand wird gebraucht“, sagte der erste Beigeodnete Martin Tesing gestern. Zuvor standen die Raesfelder „Gewehr bei Fuß. Wir stehen im engen Kontakt mit Dömitz“, so Tesing.

Die Hilfsaktionen werden über das Innenministerium koordiniert. Tesing hatte zuvor die Einsatzbereitschaft bei der nächsthöheren Behörde, dem Kreisbrandmeister, mit dem Wunsch, in Dömitz zu helfen, angemeldet.

Lage spitzt sich zu

Derweil spitzt sich die Lage in der Partnerstadt Raesfelds zu. Am Montagmorgen ließ das Amt Dömitz das Altenheimpflegeheim in der Roggenfelder Straße evakuieren.

In der mecklenburgischen Elbregion, zu der auch Dömitz gehört, wollten die Behörden am Montag über weitere Evakuierungs-Maßnahmen entscheiden. Die Bevölkerung in Dömitz hat schon in der letzten Woche damit begonnen, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Mehr als 10 000 Sandsäcke wurden gefüllt. Die Einwohner haben zuletzt begonnen, mit Schutzmaßnahmen ihre Häuser vor dem drohenden Hochwasser zu sichern.

Kellerfenster und Türen wurden verschlossen und mit Sandsäcken abgedichtet. Der Katastrophenstab im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die Bevölkerung aufgerufen, eigenes Hab und Gut zu sichern. Seit dem Wochenende sind die Deiche auch im Bereich Dömitz mit Sandsäcken erhöht worden.

Quelle: dorstenerzeitung.de

 

 

 

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Unterstützung für Partnerstadt: Raesfelder helfen in Dömitz beim Kampf gegen das Hochwasser – Lesen Sie mehr auf:
http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/raesfeld/Unterstuetzung-fuer-Partnerstadt-Raesfelder-helfen-in-Doemitz-im-Kampf-gegen-das-Hochwasser;art4288,2029341#1812189291

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Am Montag brachen zehn Feuerwehrleute aus Raesfeld nach Dömitz auf. „Der Einsatzbefehl ist heute Mittag gekommen. Jede Hand wird gebraucht“, sagte der erste Beigeodnete Martin Tesing gestern. Zuvor standen die Raesfelder „Gewehr bei Fuß. Wir stehen im engen Kontakt mit Dömitz“, so Tesing.

Die Hilfsaktionen werden über das Innenministerium koordiniert. Tesing hatte zuvor die Einsatzbereitschaft bei der nächsthöheren Behörde, dem Kreisbrandmeister, mit dem Wunsch, in Dömitz zu helfen, angemeldet.

Lage spitzt sich zu

Derweil spitzt sich die Lage in der Partnerstadt Raesfelds zu. Am Montagmorgen ließ das Amt Dömitz das Altenheimpflegeheim in der Roggenfelder Straße evakuieren.

In der mecklenburgischen Elbregion, zu der auch Dömitz gehört, wollten die Behörden am Montag über weitere Evakuierungs-Maßnahmen entscheiden. Die Bevölkerung in Dömitz hat schon in der letzten Woche damit begonnen, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Mehr als 10 000 Sandsäcke wurden gefüllt. Die Einwohner haben zuletzt begonnen, mit Schutzmaßnahmen ihre Häuser vor dem drohenden Hochwasser zu sichern.

Kellerfenster und Türen wurden verschlossen und mit Sandsäcken abgedichtet. Der Katastrophenstab im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die Bevölkerung aufgerufen, eigenes Hab und Gut zu sichern. Seit dem Wochenende sind die Deiche auch im Bereich Dömitz mit Sandsäcken erhöht worden.

Unterstützung für Partnerstadt: Raesfelder helfen in Dömitz beim Kampf gegen das Hochwasser – Lesen Sie mehr auf:
http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/raesfeld/Unterstuetzung-fuer-Partnerstadt-Raesfelder-helfen-in-Doemitz-im-Kampf-gegen-das-Hochwasser;art4288,2029341#292386247

Ein Pegel-Stand von über sieben Metern ist alles andere als beruhigend. Es bleibt noch weniger als ein Meter bis zur Deichkrone von zirka 7,80 Meter. Nach Berechnungen von Landesseite heißt es offiziell: „Der Katastrophenabwehrstab stellt sich auf 7,50 Meter an den Elbepegeln in Dömitz und Boizenburg ein.“ Der historische Höchststand beim Januarhochwasser betrug 6,72 Metern.

Am Montag brachen zehn Feuerwehrleute aus Raesfeld nach Dömitz auf. „Der Einsatzbefehl ist heute Mittag gekommen. Jede Hand wird gebraucht“, sagte der erste Beigeodnete Martin Tesing gestern. Zuvor standen die Raesfelder „Gewehr bei Fuß. Wir stehen im engen Kontakt mit Dömitz“, so Tesing.

Die Hilfsaktionen werden über das Innenministerium koordiniert. Tesing hatte zuvor die Einsatzbereitschaft bei der nächsthöheren Behörde, dem Kreisbrandmeister, mit dem Wunsch, in Dömitz zu helfen, angemeldet.

Lage spitzt sich zu

Derweil spitzt sich die Lage in der Partnerstadt Raesfelds zu. Am Montagmorgen ließ das Amt Dömitz das Altenheimpflegeheim in der Roggenfelder Straße evakuieren.

In der mecklenburgischen Elbregion, zu der auch Dömitz gehört, wollten die Behörden am Montag über weitere Evakuierungs-Maßnahmen entscheiden. Die Bevölkerung in Dömitz hat schon in der letzten Woche damit begonnen, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Mehr als 10 000 Sandsäcke wurden gefüllt. Die Einwohner haben zuletzt begonnen, mit Schutzmaßnahmen ihre Häuser vor dem drohenden Hochwasser zu sichern.

Kellerfenster und Türen wurden verschlossen und mit Sandsäcken abgedichtet. Der Katastrophenstab im Landkreis Ludwigslust-Parchim hat die Bevölkerung aufgerufen, eigenes Hab und Gut zu sichern. Seit dem Wochenende sind die Deiche auch im Bereich Dömitz mit Sandsäcken erhöht worden.

Unterstützung für Partnerstadt: Raesfelder helfen in Dömitz beim Kampf gegen das Hochwasser – Lesen Sie mehr auf:
http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/raesfeld/Unterstuetzung-fuer-Partnerstadt-Raesfelder-helfen-in-Doemitz-im-Kampf-gegen-das-Hochwasser;art4288,2029341#292386247

Hochwasser wird Deutschland Milliarden kosten

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Das Hochwasser wird Deutschland Milliarden kosten. Die Flutschäden werden inzwischen auf eine zweistellige Milliardensumme geschätzt. Ein ohnehin geplantes Treffen der 16 Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel soll an diesem Donnerstag um Gespräche zur Fluthilfe erweitert werden. Die oppositionellen Grünen forderten Milliardenhilfen und ein langfristiges Schutzkonzept. Die Schäden seien größer als bei der Flut von 2002, doch die Mittel bislang weit kleiner als damals. Bundespräsident Joachim Gauck, der sich am Sonntag bereits in Sachsen und Sachsen-Anhalt ein Bild von der Flutkatastrophe gemacht hat, will am Freitag in die bayerische Hochwasser-Region reisen.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

Binnenschiffer leiden unter Hochwasser

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Die deutsche Binnenschifffahrt leidet zunehmend unter dem Hochwasser in Teilen Deutschlands. Der wirtschaftliche Schaden durch die Einschränkungen im Schiffsverkehr belaufe sich auf mehrere Millionen Euro, teilte der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) mit. Wichtige Wasserstraßen wie Main, Donau oder Elbe seien bereits seit Tagen nicht mehr befahrbar, einige Unternehmen lägen seitdem mit ihrer gesamten Flotte still. Bis der Schiffverkehr wieder normal läuft, kann es nach Angaben des Verbandes noch mehrere Tage dauern. Zunächst müssten die Fahrrinnen von Schlamm, Treibgut und Geröllmassen befreit werden. Gerade kleinere Unternehmen könnten den wochenlangen kompletten Wegfall der Einnahmen nicht verkraften, warnt der BDB. Für sie könnte die Situation sogar existenzbedrohend sein.

http://www.n-tv.de/panorama/

Theater in Halle spielen wieder

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Halle

 

Die Bühnen der Stadt Halle nehmen nach Aufhebung des Katastrophenalarms ihren Spielbetrieb wieder auf. Zugleich werde es zugunsten der Opfer und Helfer der Flut Benefizaktionen geben, teilte die Theater, Oper und Orchester GmbH mit. So gibt es an diesem Freitag auf dem Marktplatz in Halle ein gemeinsames Konzert der Staatskapelle Halle mit dem MDR-Sinfonieorchester. Der Geschäftsführer der GmbH, Rolf Stiska, kritisierte zugleich die kurzfristige Absage von Vorstellungen, so auch die der Händel-Festspiele in Halle. Damit sei die Chance der Hilfe durch die Kultur vertan worden. Die Festspiele waren in der vergangenen Woche zwei Tage vor dem geplanten Beginn abgesagt worden. Die Organisatoren sorgen sich angesichts der finanziellen Einbußen nun um die Zukunft des Festivals in der Geburtsstadt des Komponisten Georg Friedrich Händel.

http://www.n-tv.de/panorama/

Polderflutung sorgt für leichte Entspannung in Wittenberge

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Wittenberge

Die Lage rund um Wittenberge in der Prignitz bleibt kritisch. Zwar hat sich am Sonntag die Lage nach der Polderflutung etwas entspannt, das Wasser der Elbe steht aber immer noch auf Rekordhöhe. Infolge eines Deichbruchs sperrten die Behörden am Montagmorgen in Sachsen-Anhalt eine Eisenbahnbrücke. Damit sind die ICE-Verbindungen von Frankfurt am Main nach Berlin und von Hannover nach Berlin unterbrochen. In Mühlberg im Elbe-Elster-Kreis durften Anwohner ab 15 Uhr in ihre Häuser und Wohnungen zurück.

Der Landkreis Prignitz hat wegen des Hochwassers verboten, die Elbe-Deichanlagen zu betreten. Auch Bußgelder drohen. Polizeibeamte kontrollierten die Einhaltung, teilte Landrat Hans Lange (CDU) am Montag nach der Sitzung des Krisenstabes in Perleberg mit. Katastrophen-Touristen hätten seit Beginn des Hochwassers immer wieder die Arbeit der Einsatzkräfte behindert. „Mancher Gaffer ist sogar auf die Sandsackwälle gestiegen. Das geht überhaupt nicht”, betonte Lange.

„Polizeibeamte werden das Betretungsverbot durchsetzen. Nur Helfer kommen auf die Deiche”, ergänzte der Hochwasserberater des Landkreises, Bernd Lindow. Buß- und Verwarngelder können ausgesprochen werden. 130 Polizeibeamte patrouillierten seit Montag, teilte ein Sprecher mit.

Die Polizei nehme außerdem Anschlagsdrohungen auf Deichanlagen ernst. Bisher sind in Brandenburg aber keinerlei Vorkommnisse bekannt, teilte Wolfgang Brandt, Sprecher des Koordinierungszentrums Krisenmanagement, mit. Die Behörden seien dabei, den Hintergrund der Drohungen zu ermitteln. Mehrere Medien hatten Drohschreiben am Wochenende erhalten.

Bis zum Montag haben die Einsatzkräfte in der Prignitz eine Million Sandsäcke befüllt und eingesetzt. Zwischenzeitlich war am Sonntagabend den Helfern der Nachschub in Wittenberge ausgegangen, teilte Prignitz-Landrat Hans Lange (CDU) mit. Daraufhin habe sich Landesinnenminister Dietmar Woidke (SPD) persönlich ans Telefon gesetzt und neue Säcke geordert, sagte Lange in Perleberg. Am Montagmorgen seien dann weitere 300.000 Sandsäcke geliefert worden.

In Wittenberge erreichte die Elbe am Sonntag einen Stand von mehr als 7,80 Meter. So hoch stand der Fluss noch nie. Damit der Pegel zurückgeht, wurden am Sonntagnachmittag rund 30 Kilometer vor Wittenberge bei Quitzöbel sechs Havelpolder geflutet. Nun kann soviel Elbwasser in die Havel abfließen, dass bei Wittenberge der Pegelstand der Elbe sinken könnte. Die Maßnahme scheint vorerst die gewünschte Entlastung zu bringen. Am Montagmorgen lag der Pegel laut Auskunft der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bei 7,79 Meter.

In den kommenden Tagen, wahrscheinlich am Dienstag, wird in Wittenberge der Elbehöchststand erwartet. Er wird mit 8,10 Meter vorhergesagt. An den Prognosen hatte es am Wochenende Kritik gegeben – vielen sind sie zu ungenau. Bislang sind nach Angaben der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Prignitz etwa eine Million Sandsäcke verbaut worden. Die Hilfsbereitschaft von Unternehmen und Bürgern ist gewaltig. Ganze Schulklassen helfen beim Füllen der Sandsäcke.

Nach einem Deichbruch bei Fischbeck südlich von Havelberg ist auch das Havelland vom Hochwasser bedroht. Auf einer Länge von 50 bis 60 Metern war der Damm aufgerissen. Nun könnten auch einige angrenzende Gemeinden im Havelland überflutet werden. An einer Kreisstraße wurde deshalb ein Notdeich errichtet. In den Abendstunden könnte das Wasser das Havelland erreichen, eine akute Gefahr bestehe aber nicht, heißt es einer Mitteilung vom Landkreis Havelland. Der Krisenstab prüfe die Situation und werde dann entsprechende Entscheidungen treffen. Innenminister Dietmar Woidke bezeichnete die Lage als „kritisch, aber beherrschbar“. Unklar ist derzeit, was die neue Lage für die nur etwa 20 Kilometer von Fischbeck entferntee Stadt Rathenow bedeutet.

Der Deichbruch bei Fischbeck hat auch Auswirkungen auf den Zugverkehr. Die Eisenbahn-Elbebrücke in Hämerten musste gesperrt werden. Am frühen Morgen hat die Bahn den Fernverkehr zwischen Hannover und Berlin sowie Frankfurt und Berlin auf unbestimmte Zeit lahmgelegt. Wer mit dem Zug unterwegs ist, muss mit stundenlangen Verspätungen rechnen. Die Dauer der Sperrung ist nicht absehbar und hängt mit der Entwicklung des Hochwassers zusammen.

Die Züge nach Hannover werden über Wittenberge umgeleitet, das ist die ICE-Hauptstrecke nach Hamburg. Deswegen ist auch auf der Strecke Berlin-Hamburg mit Verspätungen zu rechnen.

Alle Infos zu den Einschränkungen bei der Bahn gibt es hier.

In der Prignitz drückt das Wasser weiter stark auf die Deiche. Weil in einigen Teilen Wittenberges nicht mehr für die Sicherheit der Anwohner gesorgt werden kann, wurde am Samstag mit der Evakuierung der Altstadt begonnen. Der Aufforderung, die keine Zwangsmaßnahme ist, betrifft rund 2500 Bewohner. Die verlassen aber nur zögerlich ihre Wohnungen.

Rund um Wittenberge bereiten nicht nur die Wassermassen den Helfern Sorgen. Auch die Schaulustigen werden zum Problem. Sie behindern oft Zufahrtswege. Bei der Polderflutung in Quitzöbel behinderten Gaffer die Arbeit der Hilfskräfte. Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke richtete daher deutliche Worte an die Schaulustigen. „Wir können niemanden gebrauchen, der da nicht hingehört“, sagt er. „Die Schaulustigen sollen verschwinden – sofort.“ Der Innenminister drohte sogar mit einem Polizeieinsatz.

Durch die Öffnung der Wehre wird ein Rückstau des Elbwassers in die Havel verhindert. Die Havel mündet in die Elbe. Die Polder liegen rund 30 Kilometer vor Wittenberge bei Neuwerben und können etwa 250 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. „Um die Deiche zu entlasten, ist die Maßnahme notwendig geworden“, sagte Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack.

Bereits 2002, beim letzten vergleichbaren Hochwasser in der Prignitz, wurden zur Entlastung die Havelpolder geflutet. Die Flutung der Havelpolder würde sich aber auf die Bewohner von Rathenow (Havelland) auswirken. Dort könnten Keller mit Wasser vollaufen.

Polder sind von Deichen umgebene Gebiete, die bei Hochwasser absichtlich geflutet werden. Die ansonsten landwirtschaftlich genutzten Flächen liegen etwa 30 Kilometer vor Wittenberge bei Neuwerben. Sie können etwa 250 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen.

Ob die Deiche bei Wittenberge, die täglich mit Sandsäcken verstärkt werden, den Wassermassen Stand halten können, ist völlig ungewiss. So hoch wie am Wochenende stand die Elbe noch nie. 2002 beim letzten vergleichbaren Hochwasser erreichte sie einen Stand von 7,30 Meter. Der höchste je gemessene Wert datiert aus dem Jahr 1880, damals stieg der Fluss auf 7,44 Meter. „Mit so einer Entwicklung konnte nicht gerechnet werden“, sagt der Prignitzer Landrat Hans Lange. An den unsicheren und oft ungenauen Prognosen hat es am Sonntag Kritik gegeben.

In der Region bereiten sich die Anwohner auf das schlimmste vor und sichern die Deiche. Seit Sonnabend gilt in der Prignitz die höchste Alarmstufe. Etwa 2500 Einsatzkräfte, davon etwa 1000 Freiwillige, bemühen sich derzeit darum, die Deiche in der Prignitz zu erhöhen. „Wir sind auf eine Höhe von 8,45 Meter eingestellt“, sagte dazu am Samstag der Landrat Hans Lange.

Rund um Wittenberge werden weiterhin Helfer benötigt. Hauptsächlich, um Sandsäcke zu füllen und zu schleppen. Wer in der Prignitz helfen will kann sich unter folgender Telefonnummer informieren:

03877/5669000 (Stadt Wittenberge)

Der Prignitzer Krisenstab bittet dringend Fahrer von Kleintransportern um Hilfe. Die Fahrer sollten rund um die Uhr abrufbereit sein, um Sandsäcke zum Deich zu fahren:

Telefonnummer: 03876/13656

 nicht erreichbar 10.6.2013 22.39 Uhr

Samstagnacht ist in Quitzöbel ein rund 30 mal 50 Meter langes Deichstück abgerutscht. Die kaputte Stelle musste repariert werden. Dabei kam ein Hubschrauber zum Einsatz, der aus der Luft riesige Sandsäcke abwarf. Als es für den Hubschrauber zu dunkel wurde, sicherten Helfer den abgerutschten Deich mit Sandsäcken.

In Wittenberge bleiben am Montag und Dienstag zwei Schulen geschlossen, auch eine private Kita wird wohl geschlossen bleiben. In der Nähe von Wittenberge, in Bälow und am Breeser Stepenitzgrund, sind bereits einige Grundstücke überflutet worden.

Während sich die Lage in der Prignitz zuspitzt, entspannt sich die Situation in Mühlberg im Elbe-Elster-Kreis zusehends. Dort sinken die Pegel kontinuierlich. Landrat Christian Jaschinsky entschied am Montagvormittag, die Evakuierung der Stadt von 15 Uhr an aufzuheben. Busse für den Rücktransport stehen bereit. Weil das Wasser aber immer noch enormen Druck auf die Deiche ausübt, bleibt der Katastrophenalarm in Mühlberg bestehen. „Erst wenn sich der Pegel um die acht Meter bewegt, können wir von endgültiger Entspannung reden“, sagte eine Sprecherin zu MAZonline. Am Montagmorgen wurden noch 8,65 Meter gemessen. Am Freitag waren Mühlberg und in der Nähe gelegene Ortschaften evakuiert worden. Am Sonntag besuchte Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck die Stadt. Er bedankte sich bei allen Helfern, die sich um die Betreuung der Mühlberger kümmern. Die Fürsorge sei „extrem liebevoll“.

Platzeck lobt Hochwasserschutz – Kritik vom BUND

Matthias Platzeck  hatte am Freitagmorgen den Hochwasserschutz im Land gelobt. In den vergangenen Jahren seien für über 400 Millionen Euro Deiche an brandenburgischen Flüssen neu gebaut worden. Dabei handele es sich um eine große Leistung „für ein so kleines und nicht so reiches Land“, betonte der Ministerpräsident. Nicht umsonst werde vom Deichbau als Generationenaufgabe gesprochen.

In den vergangenen Jahren sei beispielsweise die Oder „neu eingedeicht“ worden. Auch an der Elbe seien die Arbeiten fast abgeschlossen. Am sogenannten „Bösen Ort“ sei das größte Deichrückverlegungsprojekt Europas realisiert worden. „Aber es geht nicht alles gleichzeitig“, unterstrich Platzeck mit Blick auf die Prignitz.

Differenziert äußerte sich Platzeck zu der Frage, ob Individualinteressen beim Hochwasserschutz künftig stärker beschnitten werden müssten. Bei jeder Hochwassersituation höre er wieder, dass nicht auf Landwirte und Hauseigentümer gehört werden dürfe, die ihre Sicht in die Landschaft nicht durch Deiche verstellt haben wollten. Zwei Wochen nach dem Hochwasser herrsche dann regelmäßig schon eine andere Sicht. Wenn sich jetzt die Erkenntnis durchsetze, „dass der Einzelne zugunsten des Ganzen auch mal zurücktreten“ müsse, sei er schon froh, sagte Platzeck.

Der BUND Brandenburg kritisierte am Donnerstag den Hochwasserschutz. Es seien zwar 400 Millionen Euro ausgegeben worden. Doch statt den Flüssen mehr Raum zu geben, sei in den vergangenen Jahren in den technischen Schutz investiert worden, es wurden Deiche erhöht und Rückhaltebecken erweitert. „Anstatt die Möglichkeiten zu schaffen, dass Auen und Wiesen überflutet werden, wird in Kauf genommen, dass Städte und Siedlungen gefährdet werden,“ sagte der BUND-Landesvorsitzender Burkhard Voß.

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12525699/62249/ICE-Hauptstrecken-nach-Berlin-gesperrt-Polderflutung-sorgt-fuer.html

 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich am Montag ein Bild von der Hochwassersituation im Norden Brandenburgs verschafft. Merkel war mit einem Hubschrauber in Wittenberge gelandet und ließ sich zunächst in der Feuerwache über die Prognosen und die Vorbereitungen auf die Flut in der Region informieren.

In Wittenberge wird am Dienstag die Flutwelle der Elbe erwartet. Unklar war zunächst noch, wie sich ein Dammbruch in Sachsen-Anhalt in der Nacht zum Montag auf die Prignitz auswirken wird. Anschließend wollte Merkel den zentralen Füllplatz für Sandsäcke an der Elbe besuchen. Begleitet wird die Kanzlerin unter anderem von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD).

In der Region bereiten sich seit Tagen Hunderte Helfer auf die Flutwelle vor. Die Überflutung wird für Dienstagmittag erwartet. Nach Berechnungen der Behörden könnte ein historischer Höchstwert von 8,20 Meter erreicht werden. Prognosen sind jedoch schwer. Am Montagmorgen lag der Wasserspiegel mit 7,78 Meter weit über der Rekordmarke von 1880 (7,44 Meter).

Um die Deiche abzusichern, sind allein in der Prignitz bis zum Montag eine Million Sandsäcke befüllt und eingesetzt worden. Am Sonntagabend sei den Helfern jedoch der Nachschub in Wittenberge ausgegangen, teilte Prignitz-Landrat Hans Lange (CDU) mit. Daraufhin habe sich Landesinnenminister Dietmar Woidke (SPD) persönlich ans Telefon gesetzt und neue Säcke geordert, sagte Lange in Perleberg. Am Montagmorgen seien dann weitere 300.000 Sandsäcke geliefert worden.

Zur Entlastung der Region war am Sonntag mit der Flutung der Polder begonnen worden. Aktuell hat die Situation daraufhin etwas entspannt. (dpa)

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12529990/62249/Bundeskanzlerin-Angela-Merkel-besucht-Hochwassergebiet-in-Wittenberge-Gespraeche.html

Merkel lobt die Jugend

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

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Bei einem Besuch im Hochwassergebiet in Wittenberg hat Kanzlerin Angela Merkel die Leistung der vielen Helfer gelobt und besonders die Jugend hervorgehoben. „Das Zusammenstehen ist wichtig“, sagte sie. Das Hochwasser habe Schäden in Milliardenhöhe angerichtet. „Der Bund wird da die Menschen nicht im Stich lassen.“ Sie erinnerte an die in Aussicht gestellte unbürokratische Soforthilfe. An diesem Donnerstag soll das Thema auch mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer besprochen werden.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Land entmachtet Katastrophenschutzstab

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Stendal

 

Das Land Sachsen-Anhalt hat den Katastrophenschutzstab im Landkreis Stendal entmachtet und übernimmt die Krisenkoordination für das Gebiet ab sofort selbst. Grund sei die zugespitzte Lage im Katastrophengebiet, sagte eine Sprecherin. Nach dem Deichbruch bei Fischbeck sei eine länderübergreifende Zusammenarbeit und ein größerer Bundeswehreinsatz notwendig. Auf Vorwürfe gegen den örtlichen Krisenstab ging die Sprecherin nicht ein. Zuvor war von regionalen Einsatzkräften aus Brandenburg kritisiert worden, dass der Landkreis Stendal unzureichend Kräfte einsetze und damit auch eine Überflutung von brandenburgischen Gebieten riskiere.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

 

Starkregen und Hochwasser haben in der bayerischen Landwirtschaft ersten Schätzungen zufolge einen Schaden von 115 Millionen Euro verursacht. Rund 30.000 Hektar Ackerland, 35.000 Hektar Grünland und knapp 2500 Hektar Gartenbaufläche seien betroffen, teilte Landwirtschaftsminister Helmut Brunner mit. Auch Betriebsgebäude, Landmaschinen und landwirtschaftlich genutzte Wege und Brücken wurden durch den Regen und die Fluten beschädigt. Noch gar nicht eingerechnet in die Schätzungen sind Verwüstungen, die das Hochwasser in den Privathäusern der Bauern angerichtet haben. Betroffene Bauern können bis zu 5000 Euro Soforthilfe bekommen.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

 

„Mit den Tagen komme ich etwas durcheinander“, sagt Oliver Tittmann, Einsatzleiter der Duisburger Feuerwehr. Gemeinsam mit rund 150 Kräften aus den Kreisen Wesel und Kleve sowie der Stadt Duisburg ist er seit Samstagnacht um 2 Uhr in Magdeburg vor Ort, um gegen das Jahrhundert-Hochwasser anzukämpfen. Hauptaufgabe ist die Sicherung eines Umspannwerkes gegen Wassereinbruch, da bei Ausfall des Werkes die Entwässerungspumpen der Stadt auszufallen drohen. Dann würde auch die Magdeburger Altstadt überflutet werden.

„Umspannwerk kein Problem mehr“

Soweit wird es aber wohl nicht kommen und das ist auch der Verdienst von Tittmann, seines Teams und tausender Helfer, die ganze Arbeit geleistet haben: „Wir haben den Schutzdamm komplett fertiggestellt und noch einmal kontrolliert“, sagt der Einsatzleiter im Gespräch mit unserer Redaktion. „Das Umspannwerk sollte also kein Problem mehr werden.“

Bis Montagmittag waren die Duisburger nahezu im Dauereinsatz. Rund 50.000 Sandsäcke und 100 sogenannte „Big Bags“, größere, mit Kies befüllte Säcke, wurden verbaut. „Der Kies wurde von der Bundeswehr aus einem nahe gelegenem Kieswerk in die großen Säcke gefüllt und dann mit 18 Fahrzeugen zum Einsatzort gebracht“, erzählt Tittmann. Rund 1000 Helfer waren nach Schätzungen des Einsatzleiters am Bau des etwa 4,5 Kilometer langen Deiches beteiligt. Zeit zum Verschnaufen gab es aber erst, als der massive Schutzwall fertiggestellt war. „Wir sind jetzt in Alarmbereitschaft, können also jederzeit angefordert werden, wenn Hilfe benötigt wird“, sagt Tittmann. Zudem ist die Hochleistungspumpe (kurz HFS), die die Duisburger mitgebracht hatten, weiter im Dauereinsatz. Mit ihr können große Mengen an Wasser gefördert und abgepumpt werden. Auch der von der Duisburger Feuerwehr errichtete Bereitstellungsraum ist rund um die Uhr besetzt.

Zeltlager im Freibad

Hoffen lässt indes auch der sinkende Pegelstand. „Das Wasser geht um etwa zwei Zentimeter pro Stunde zurück“ erklärt Tittmann. „Das gibt uns die Gelegenheit jetzt mal zu duschen, zu essen oder zu schlafen.“ Untergebracht ist die Truppe im Freibad Ovelstedt, wo ein Zeltlager errichtet wurde. „Ein großes Dankeschön geht an die Mitarbeiter des Freibads, die sofort bereit waren, uns aufzunehmen“, sagt Tittmann. „Sie stehen jederzeit, auch in der Nacht, für uns parat und unterstützen uns mit einer freundlichen Selbstverständlichkeit.“

Begeistert ist der Einsatzleiter auch von den vielen, zum Großteil ehrenamtlichen Helfern und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt. „Das ist hier dramatisch. Für viele Leute geht es um ihr Hab und Gut, um ihr Überleben. Und trotzdem ist jeder unglaublich hilfreich und freundlich. Das ist alles hoch emotional und ganz toll, was hier geleistet wird.“ Es werde Kuchen verteilt, Getränke ausgeschenkt und sogar für Sonnenmilch sei gesorgt. Ein Schnellrestaurant liefere den hungrigen Helfern zudem 200 Burger aus. „So absurd das klingt, aber so macht die Arbeit hier auch einfach Spaß“, sagt Tittmann.

Bis Freitag eingeplant

Noch bis kommenden Freitag sind die Einsatzkräfte aus Duisburg im Kampf gegen das Hochwasser eingeplant. Ob sie auch weiterhin am Umspannwerk eingesetzt werden, steht nicht fest. „Diese Entscheidung treffen wir nicht, das ist Sache des Innenministeriums. Aber wenn Hilfe benötigt wird, sind wir da“, verspricht Tittmann. Bis dahin darf auch jeder mal ein oder zwei Augen zudrücken. Sie haben es verdient.

http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/hochwasser-was-hier-passiert-ist-unglaublich-1.3457177

Ernste Mienen am Notdeich

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

Soeben hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) seinen Besuch in Neu Darchau beendet. Zuvor war er schon in anderen vom Hochwasser bedrohten Orten in Lüchow-Dannenberg. In Neu Darchau und Katemin informierte er sich – zusammen mit Landrat Jürgen Schulz, Samtgemeindebürgermeister Jürgen Meyer und Ortsbürgermeister Ralf Hinneberg – über den in nicht einmal einer Woche errichteten Notdeich.

Eine Zusage für einen ständigen Deich konnte Weil vor Ort allerdings nicht geben.

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/ernste-mienen-am-notdeich-19411

 

Das Hochwasser in Deutschland wird die Allianz nach Analystenschätzungen noch etwas teurer zu stehen kommen als die „Jahrhundertflut“ 2002. J.P.-Morgan-Analyst Michael Huttner veranschlagt die Schadensumme für den deutschen Marktführer im Inland in einer Kurzstudie auf 350 Millionen Euro. Das wäre mehr als die 330 Millionen Euro, die vor elf Jahren die Flut an Elbe und Oder die Allianz gekostet hatte. Europaweit wird der Schaden für die Allianz nach Huttners Berechnungen aber geringer ausfallen als damals: Einschließlich Tschechien und Österreich könnten 460 Millionen zu Buche stehen – zum Vergleich: 2002 waren es 710 Millionen Euro. Damit sei die angepeilte Schaden-Kosten-Quote von 94 Prozent in diesem Jahr weiter erreichbar.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Hochwasser ist endgültig in Niedersachsen angekommen

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Niedersachsen

 

Das Hochwasser ist endgültig in Niedersachsen angekommen. In Schnackenburg hat die Elbe nach Angaben des Katastrophenschutzstabes am Montagmittag mit 7,79 Metern ihren Höchststand erreicht. Normal ist dort ein Pegelstand von 2,77 Metern. „Das Wasser steigt dort nicht mehr“, sagte eine Sprecherin des Katastrophenschutzstabes des Kreises Lüchow-Dannenberg. Für Hitzacker wird am Nachmittag zwischen 16 und 18 Uhr mit einem Höchstwert von 8,15 Meter gerechnet, für Neu Darchau gegen Mitternacht mit 7,90 Meter. „Das sind gute Nachrichten für uns“, sagte die Sprecherin. Wie lange der Scheitel andauern wird, ist noch unklar. Der Kreis Lüchow-Dannenberg verlässt sich nicht auf die offiziellen Berechnungen der Hochwasserzentrale Magdeburg, die den Höchststand bisher erst für Donnerstag angesagt hatte.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

Russische Stadt Uljanowsk bietet Hilfe an

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Die russische Großstadt Uljanowsk bietet den vom Hochwasser geschädigten Orten in Deutschland Hilfe an. „Wir würden uns freuen, wenn wir unser Sommerlager zum Beispiel Kindern aus notleidenden Gebieten zur Verfügung stellen könnten“, sagte Bürgermeisterin Marina Bespalowa der Agentur Itar-Tass zufolge. Die Geburtsstadt von Lenin liegt rund 700 Kilometer östlich von Moskau.

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Pflegebedürftige Bewohner aus Wittenberge werden evakuiert

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Wittenberge

 

15 pflegebedürtige Bewohner aus dem Evakuierungsgebiet in Wittenberge (Prignitz) sowie Ortsteilen der Elbestadt haben jetzt Aufnahme im Kreiskrankenhaus Perleberg und im Landhaus Bresch gefunden. Im Krankenhaus wird dafür ein Beratungsraum der Verwaltung genutzt, in dem jetzt eine achtköpfige Wohngemeinschaft aus Wittenberge untergebracht ist.

Nur der Ort sei für die acht Personen anders, sie würden von ihrem gewohnten Pflegedienst auch jetzt betreut, erklärte Krankenhaus-Verwaltungschef Karsten Krüger. „Sie fühlen sich den Umständen entsprechend ganz gut“, fuhr er fort. Das Krankenhaus übernimmt die Versorgung mit Heilmitteln.

Die Hochwasser-Katastrophe hat Wittenberge zuletzt einen Pegelstand von 7,79 Meter beschert – so hoch wie noch nie. In den kommenden Tagen, wahrscheinlich am Dienstag, wird in der Stadt der Elbehöchststand erwartet. Er wird mit 8,10 Meter vorhergesagt.

Weitere vier Personen aus Wittenberge und den umliegenden Dörfern, die in Zukunft nicht mehr häuslich betreut werden können, wurden zunächst im Klinikbereich aufgenommen. Das Krankenhaus ist darauf eingestellt, auch noch weitere Personen in sieben Zimmern in seiner Einrichtung in der Hagenstraße aufnehmen zu können. Dies gelte vor allem für Leute, die noch nicht so pflegebedürftig seien. Vereinzelt könnten auch im Krankenhaus selbst noch weitere Pflegebedürftige aufgenmmen werden, sofern es die Belegung zulasse. Drei Pflegebedürftige sind derzeit im Landhaus Bresch untergekommen.

Torsten Uhe, Erster Beigeordneter des Prignitzer Landrats, erklärte, dass bereits vor einer Woche der Bedarf für eine solche Unterbringung erkundet worden sei. Viele Personen mit einfachem Pflegebedürfnis seien jetzt bei Verwandten und Freunden. Der Kreis wäre in der Lage, alle 250 betroffenen Personen in Ausweichquartieren bis hin nach Mecklenburg-Vorpommern unterzubringen. Doch sei momentan keine Evakuierung stationärer Pflegeeinrichtungen notwendig.

In der regulären Notunterkunft für Evakuierte aus der Wittenberger Altstadt, die sich in der Turnhalle der Perleberger Oberschule an der Dergenthiner Straße befindet, haben bis heute etwa 20 Menschen Aufnahme gefunden

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12530056/62249/Pflegebeduerftige-Bewohner-aus-Wittenberge-werden-evakuiert-Hochwasser-Katastrophe.html

 

Die Gemeindeverwaltung Höhbeck präzisiert ihre Aufforderung folgendermaßen: Die gesamte Abpumpung der Abwässer Richtung Klärwerk Laasche funktioniert nicht mehr.

Das bedeutet, dass weder Toiletten mit Anschluss an die Kanalisation, noch Waschmaschinen, noch Spülmaschinen benutzt werden dürfen.

Die Trinkwasser-Wasserversorgung wird aufrecht erhalten. Eventuelle Abwässer von Waschen, Duschen etc. sollen wo möglich im Garten entsorgt werden.

Im Moment wird daran gearbeitet, dass es so bald wie möglich Dusch- und Waschgelegenheiten geben wird. Acht mobile Toiletten sind bereits aus Lüneburg auf dem Weg nach Vietze. Sie dürften innerhalb der nächsten zwei Stunden eintreffen. Ebenso wird ein Toilettenwagen nach Vietze gebracht, der bei der Gemeindeverwaltung an der Hauptstraße (Steinkamp) aufgestellt wird. Dieser wird dann auch eine Wasserversorgung bekommen. Der Standort für die mobilen Toiletten wird bekannt gegeben, sobald er endgültig feststeht.

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/praezisierung-vietze-keine-entsorgung-mehr-ueber-die-kanalisation-25224

Flut ist Auslöser für neue Unwetter

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Die heftigen Unwetter in Sachsen vom Wochenende sind auch vom Hochwasser mitverursacht worden. Feuchtigkeit sei von unten nach gekommen. Die schwülwarme Luft sei dann einer der Auslöser für die Gewitter gewesen, sagt Robert Scholz vom Deutschen Wetterdienst. Wenn diese Luft in höhere Regionen aufsteige und abkühle, folgten starke Niederschläge. „Es erinnert ein bisschen an die Tropen.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Behinderungen auf Deutschlands Straßen

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Kaum Regen, aber noch sind die Wassermassen nicht gebändigt. Jederzeit können die stark angegriffenen Deiche brechen. Vor allem der Straßen- und Bahnverkehr leidet erheblich. Chaos pur auf Autobahnen, Bundesstraßen und Schiene. Innerorts geht teilweilse gar nichts mehr.

Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit noch vom Hochwasser bedroht. Die Elbe und deren Nebenflüsse sorgen für Panik in den Städten. Besonders hart hat es die Menschen in und um Magdeburg getroffen. Bis Mittwoch sollen die Wassermassen dann Hamburg passiert haben.

Aktuelle Verkehrslage

Die A 3 (Nürnberg – Passau) ist beidseitig zwischen Straubing undGarham/Vilshofen gesperrt. Eine Umleitung überdie B 20 ist ausgeschildert. Vor dem Wochenende soll die Autobahn am Freitag, 14. Juni, wieder freigegeben werden.

Auf A 2 vom Berliner Ring nach Magdeburg sind die Abfahrten Magdeburg-Rothensee in beiden Richtungen aufgrund der Flut gesperrt.

Einschränkungen gibt es auch auf der A 9. Hier muss mit Staus gerechnet werden.

Auf der A 92 (München – Deggendorf) kommt es vermehrt zu Staus.

Teile der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, Magdeburg und Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, Wittenberge in Brandenburg sowie Hitzacker in Niedersachsen sind größtenteils evakuiert und somit auch nicht mit dem Wagen befahrbar.

Wegen Hochwassergefahr in den niedersächsischen Landkreisen Lüneburg und Lüchow-Dannenberg sollte die A 7 östlich der Elbe weiträumig umfahren werden. Ausweichrouten führen über Hamburgoder Hannover.

Zugverkehr lahmgelegt

ICE-Strecken zwischen Frankfurt – Berlin und Hannover – Berlin sind unterbrochen. Keine Einschränkungen mehr gibt es zwischen München und Salzburg.

Lage normalisiert

In Sachsen, Thüringen und Bayern ist die Gefahr von neuen Überflutungen gesunken. Auf anliegenden Straßen ist aber mit schweren Folgeschäden zu rechnen.

Achtung Urlauber!

In den Hochwassergebieten sind aktuell viele Sehenswürdigkeiten nicht geöffnet. Das betrifft unter anderem Schloss Pillnitz bei Dresden, die Albrechtsburg in Meißen undder Landschaftspark Greiz in Thüringen. Weiter können momentan viele Ausflüge oder Stadtrundfahrten sowie Besichtigungen nicht angeboten werden.

Wegen Hochwasser sind auch Hotels geschlossen. Nähere Infos sollten vor Fahrtantritt eingeholt werden. Wer seine Reise aufgrund der angespannten Lage verschieben möchte, kann sich bei den Veranstaltern informieren – und falls nötig umbuchen.

Chaos auf Wasserwegen

Die Binnenschifffahrt leidet zunehmend unter dem Hochwasser. Der wirtschaftliche Schaden im Schiffsverkehr belaufe sich auf mehrere Millionen Euro. Wichtige Wasserstraßen wie Main, Donau oder Elbe seien bereits seit Tagen nicht mehr befahrbar. Bis der Schiffverkehr wieder normal läuft, kann es noch mehrere Tage dauern. Fahrrinnen müssen von Schlamm, Treibgut und Geröllmassen befreit werden.

Aussichten bis zum Wochenende

Die Lage wird sich erst ab Dienstag (11. Juni) wieder entspannen. Die Regenschauer am vergangenen Sonntag führten zu neuerlichen Problemen.
sca/news.de

 

Bundesregierung sagt Hilfe zu

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Die Bundesregierung hat den vom Hochwasser betroffenen Ländern grundsätzlich Hilfe bei der Beseitigung der Schäden und beim Wiederaufbau zugesagt. „Natürlich wird der Staat solidarisch sein. Natürlich wird er tun, was er tun muss, um den Menschen zu helfen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. „Es wird wie auch 2002 eine Solidarität geben und eine große Hilfsbereitschaft des Bundes“, sagte er mit Blick auf die verheerende Flut vor mehr als zehn Jahren. Es sei aber noch zu früh, um über konkrete Zahlen zu sprechen. Zunächst müssten weitere Schäden verhindert werden.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den Überschwemmungsgebieten bereits 100 Millionen Euro an Soforthilfe des Bundes versprochen. Seibert versicherte, dies Geld sei zugesagt und werde fließen – „und zwar schnell und unbürokratisch, dort, wo es wirklich gebraucht wird“.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

Stadt Mühlberg

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Mühlberg

Die Einwohner aus der vom Elbe-Hochwasser bedrohten Stadt Mühlberg können in ihre Häuser zurück. Landrat Christian Jaschinski (CDU) entschied am Montag mit dem Krisenstab, die Evakuierung der Stadt ab 15.00 Uhr aufzuheben, teilte die Kreisverwaltung in Herzberg mit. An den Notunterkünften werden  Busse für den Rücktransport bereitgestellt, hieß es. Der Katastrophenalarm in der Stadt bleibe aber bestehen, betonten die Verantwortlichen. Etwa 80 Prozent der rund 4230 Einwohner hatten zum Wochenende ihr Zuhause verlassen.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

Betrüger geben sich als Flutopfer aus

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Mecklenburg Vorpommern

 

Die Polizei warnt vor Betrügern, die im Landkreis Vorpommern-Greifswald als vermeintliche Flutopfer oder angeblich für Hochwasser-Opfer Spenden einsammeln. So seien in den vergangenen Tagen zwei offenbar aus Rumänien stammende Frauen in Aschersleben bei Ferdinandshof und in Luckow unterwegs gewesen, die mit vorgehaltenen Zetteln für eine Geldspende baten. Die Polizei empfiehlt, Geld nur über die extra eingerichteten Hochwasser-Spendenkonten zu spenden.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Niedersachsens Ministerpräsident Weil in Lüneburg

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Niedersachsen

 

Niedersachsens Regierungschef Stefan Weil fährt erstmals ins Hochwassergebiet an der Elbe. „Es ist eine sehr angespannte Lage, aber es ist auch ein gutes Gefühl, dass alle Beteiligten alles geben und die Vorbereitung ein hohes Niveau hat“, sagt der SPD-Politiker in Lüneburg. Wenige Tage zuvor waren bereits die Landesminister Stefan Wenzel und Boris Pistorius in den Gebieten. Weil will auch Hitzacker und Bleckede besuchen.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Unwetter lässt Pegel im Südosten steigen

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Endlich beginnt das Hochwasser in Sachsen und Bayern zu weichen. Da meldet der Deutsche Wetterdienst heftige Regenfälle. Gewitter und Hagel gehen nieder. Die Flüsse schwellen zunächst an – eine neue Flut bleibt zum Glück aber aus.

Bis zu 90 Liter Regen auf den Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden messen die Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in der Nacht. Am meisten geht an einer Station im Osterzgebirge nieder, sagt der DWD-Meteorologe Thomas Ruppert n-tv.de wenige Stunden später. Aber auch im bayerischen Schwaben regnet es heftig – Niederschlag, Gewitter und Hagel ausgerechnet im Südosten, wo die Menschen die vergangenen Tage gegen Hochwasser kämpfen mussten.

Und es bleibt nicht allein beim nächtlichen Unwetter: In Bayern regnet es den Tag über weiter, wie Ruppert sagt. Voraussichtlich werden die Niederschläge erst am Abend nachlassen. Große Tropfen, die in kurzer Zeit heftig herabregneten, hätten sich in einen Dauerregen gewandelt – und gerade der berge eine gewisse Hochwassergefahr.

So auch bei der Katastrophe der vergangenen Tage: „Das ganze Frühjahr war nass, die Böden waren vollgesogen“, sagt Ruppert. Als dann nach Fronleichnam der Regen kam, hätten sie das Wasser nicht mehr aufnehmen können. Inzwischen sind vor allem Gebiete weiter nördlich von der Flut betroffen, so etwa Sachsen-Anhalt. In Lauenburg in Schleswig-Holstein wurden Bewohner der Altstadt in Sicherheit gebracht.

Die Deiche sind sicher

Nun regnet es im Südosten wieder. Die Menschen in Riesa und Torgau hatten derweil kaum Zeit zum Durchatmen. Dort führt die Elbe noch so viel Wasser, dass die höchste Alarmstufe weiter gilt. Trotzdem haben die Menschen in Sachsen und Bayern diesmal mehr Glück: Die Flüsse treten nicht so stark über die Ufer wie in den Tagen zuvor. Die Dämme halten.

„Die Pegel sind innerhalb kurzer Zeit sehr schnell gestiegen, aber ebenso schnell wieder gesunken“, sagt Anne Matthies vom sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Fast alle Pegel seien im grünen Bereich. In Torgau, so die Hoffnung, kann noch in der Nacht oder am nächsten Morgen die Alarmstufe von vier auf drei herabgesetzt werden. Bis Mittwoch könne dort sogar Stufe zwei erreicht werden. In Riesa dauere es wohl etwas länger, vermutet sie.

Das Problem: Auch im tschechischen Einzugsgebiet der Elbe regnet es erneut. „Es wird die Pegel nicht ansteigen lassen“, prognostiziert Matthies. Aber das Hochwasser fließe dadurch langsamer ab.

Immerhin schießen keine neuen Wassermassen auf die Dämme zu. „In Sachsen muss man wirklich sagen: Was die Deiche angeht, ist alles gut“, sagt eine Sprecherin des sächsischen Innenministeriums. Alleine in Nordsachsen kontrollierten stündlich 230 Deichläufer die Schutzwälle. Ihr Fazit: Sie sind sicher.

Langsam könne sich der Blick auf den Wiederaufbau richten. „Aber das Katastrophenmanagement steht nach wie vor im Vordergrund“, betont die Ministeriumsprecherin. 6.451 Helfer seien noch immer im Einsatz, darunter Kräfte der Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr und des Technischen Hilfswerks.

Ende der Woche wird das Wetter wieder wechselhaft

Auch in Bayern lässt der Regen Flüsse in der Nacht anschwellen, sie treten zunächst aber nur leicht über die Ufer. An mehreren Stellen wird die Meldestufe zwei erreicht – das Wasser stehe etwa auf Feldern und Wiesen, sagt der Sprecher des Bayerischen Landesamt für Umwelt, Stefan Zoller.

Ganz entwarnen will er jedoch nicht. Da es den Tag über weiter regne, könne das Wasser vereinzelt auch wieder bebaute Grundstücke erreichen und möglicherweise Keller fluten. In Nattenhausen und Untersteinach gilt später tatsächlich dann die Meldestufe drei. So dramatisch wie in den vergangenen Tagen werde die Lage aber nicht, meint er.

Auf Entspannung lässt die Vorhersage des DWD-Meteorologen Thomas Ruppert hoffen. Am Dienstag werden nur noch für den Südosten Bayerns Schauer erwartet. Die nächsten Tage werde es dann freundlich. Allerdings komme am Donnerstag aus Richtung des Nordwestens von Deutschland wechselhaftes Wetter.

http://www.n-tv.de/panorama/Unwetter-laesst-Pegel-im-Suedosten-steigen-article10795706.html

Magdeburg kämpft um Umspannwerk

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

Das Hochwasser der Elbe wandert unaufhörlich weiter. Vor allem Sachsen-Anhalt ist derzeit betroffen. In Magdeburg bedroht die Flut ein Umspannwerk, die Stromversorung für die eine Abwasser-Pumpstation liefert.

Auch Norddeutschland bereitet sich auf das Schlimmste vor.

Die Flutwelle der Elbe bewegt sich weiter Richtung Norden und bricht dabei immer neue Rekorde. In Magdeburg stieg der Pegelstand am Sonntag auf die historische Höchstmarke von 7,46 Metern. Am frühen Montagmorgen entspannte sich die Lage in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt minimal, die Pegel zeigten 7,24 Meter an. Im Landkreis Stendal brach allerdings ein Deich. Mehr als 1000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

In Magdeburg war weiterhin ein Umspannwerk von den Wassermassen bedroht.

Die Anlage im Stadtteil Rothensese ist für die Stromversorgung einer Pumpstation, die das Abwasser der Stadt in eine nahe gelegene Kläranlage befördert, von entscheidender Bedeutung. „Man tut alles, um das Umspannwerk trocken zu halten“, sagte eine Sprecherin des Krisenstabs der Landesregierung. Der Druck auf die Deiche sei aber weiterhin enorm.

Im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt brach gegen Mitternacht ein Deich auf einer Länge von rund 50 Metern. Nach Angaben des Krisenstabs mussten mehr als 1400 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Die Lage war in der Nacht jedoch teils unübersichtlich.

Auch in Brandenburg spitzte sich die Lage wegen des Deichbruchs zu. Am Montagmorgen sollten rund 450 Feuerwehrleute und Soldaten der Bundeswehr damit beginnen, in Nähe der Landesgrenze einen Notdeich zu errichten. Damit soll verhindert werden, dass die Wassermassen in die Havel fließen können. „Da werden wir in der Früh alle Kräfte reinwerfen müssen“, sagte ein Sprecher des Koordinierungszentrums Krisenmanagement. Menschen seien dort aber noch nicht gefährdet.

Unterdessen steigen auch die Pegelstände der Elbe in Brandenburg unaufhörlich. In Wittenberge erreichte der Fluss am Sonntagnachmittag einen historischen Höchststand von 7,85 Metern. Am Montag wird ein Wasserstand von 8 Metern erwartet, bis Dienstag sollen es 8,20 Meter sein – so viel wie nie zuvor. 2002 bei der Jahrhundertflut wurde am Pegel in Wittenberge ein Wert von 7,34 erreicht.

Niedersachsen erwartet den Hochwasser-Scheitel der Elbe ebenfalls noch. In Schnackenburg und Hitzacker wurden schon am Sonntag neue Rekordwerte erreicht. Die von Elbe und Jeetzel umflossene Altstadtinsel von Hitzacker wurde bis Sonntagabend evakuiert, rund 280 Anwohner verließen ihre Wohnungen. Dort und in anderen Gemeinden fällt wegen des Hochwassers am Montag an zahlreichen Schulen der Unterricht aus.

Auch in Schleswig-Holstein bereiten sich die Menschen auf den Scheitelpunkt des Elbe-Hochwassers vor. Bis Montagfrüh sollte die hochwassergefährdete Unterstadt von Lauenburg geräumt werden. Nach offiziellen Angaben hatten bereits am Sonntag viele der rund 400 betroffenen Anwohner das Gebiet verlassen.

Die Behörden haben den erwarteten Höchststand am Sonntag noch einmal um fünf Zentimeter nach oben korrigiert. Am Donnerstag soll der Pegel in Hohnstorf (Landkreis Lüneburg) auf der anderen Elbeseite von Lauenburg bei 10,15 Meter stehen. Höchster jemals gemessener Wasserstand in Hohnstorf waren 9,88 Meter.

Die neuerlichen Überschwemmungen in Sachsen-Anhalt wirkten sich auch auf den Bahnverkehr aus: Auf der Strecke Hannover – Berlin wurde in der Nacht die Eisenbahn-Elbebrücke bei Hämerten (Landkreis Stendal) gesperrt. ICE- und IC-Verbindungen sind davon betroffen, nach Angaben der Deutschen Bahn sind mögliche Verzögerungen und Verspätungen allerdings noch nicht vorauszusehen.

Die Grünen fordern indessen als Konsequenz aus dem Jahrhunderthochwasser die Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen entlang der Flüsse als Überschwemmungsgebiete. „Die Massenevakuierungen von Zehntausenden in Magdeburg zeigen: Immer neue Jahrhunderthochwasser können wir nicht nur mit Deichbauten bekämpfen. Wir benötigen mehr Raum für unsere Flüsse“, sagte Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin der „Passauer Neuen Presse“.

URL: http://www.rp-online.de/panorama/deutschland/magdeburg-kaempft-

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Wasser wird weiterhin gechlort – Erneut Proben entnommen

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Pfarrkirchen

 


Die Alarmglocken schrillten, als bei einer routinemäßigen Kontrolle des Trinkwassers am Donnerstag ein mikrobiologischer Befund festgestellt wurde. „Das Wasser bitte vor Gebrauch abkochen“ lautete vorsichtshalber die Anweisung, welche die Stadtwerke an ihre Kunden herausgab. Proben wurden entnommen und ab dem Wochenende wurde das Pfarrkirchner Wassernetz schließlich gechlort.

Laut Alexandra Seidinger-Brunn, kaufmännische Leiterin der Stadtwerke, gebe es momentan noch keine neuen Erkenntnisse. „Es werden weiter über das gesamte Stadtgebiet verteilt Proben genommen. Wir müssen abwarten, was dabei rauskommt.“ Abkochen müsse man das Wasser mittlerweile nicht mehr: „Wir haben Chlor in das gesamte städtische Trinkwasserversorgungsnetz eingeleitet. Das Abkochgebot ist dadurch aufgehoben.“

An zwölf Entnahmestellen des städtischen Netzes wurden am Montag erneut Wasserproben entnommen. Rund 18 Stunden dauert es, bis die Ergebnisse der Analysen, die vom externen Labor LAFUWA aus Fürstenstein vorgenommen werden, feststehen. Woher die Verunreinigung des Wassers kommt, kann bisher nur gemutmaßt werden. Das Hochwasser der vergangenen Woche gilt als wahrscheinlichste Ursache.

http://www.pnp.de/

Der Nervenkrieg von Magdeburg

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

 

 

Der Elbpegel in Magdeburg sinkt, Grund sind mehrere Dammbrüche. Doch die Gefahr in der Stadt ist längst nicht vorüber: Im Lagezentrum der Bundeswehr blickt man mit Sorge auf die Deiche.

Niemand hatte damit gerechnet, dass das Wasser der Elbe in Magdeburg so schnell so hoch steigen würde. 7,46 Meter. Rekord. Seit Sonntagnacht geht der Pegel nun zurück, am Montagmorgen war er schon auf 7,13 Meter gesunken. Diesen Unterschied sehen die Menschen auf den Straßen deutlich, die Erleichterung ist spürbar. Das Schlimmste, so scheint es vielen, sei überstanden.

Doch wer das Lagezentrum des Landeskommandos Sachsen-Anhalt der Bundeswehr besucht, bekommt ein anderes Bild. Es verbirgt sich in einem unscheinbaren, vierstöckigen Kastenbau in Magdeburg, im vierten Stock haben sie den militärischen Krisenstab eingerichtet: ein Raum mit sehr vielen Landkarten, Rechnern, Telefonen. Fünf Mann arbeiten hier pro 12-Stunden-Schicht.

Die Stimmung im Raum steht in krassem Gegensatz zur Situation an den Fronten der Flut. Draußen an den Deichen schreien Vorgesetzte ihre Befehle heraus, Soldaten und Helfer schmeißen sich Zehn-Kilo-Sandsäcke zu, Schweiß fließt. Drinnen im Lagezentrum geht es ruhig zu: Die Soldaten besprechen sachlich die aktuellsten Meldungen. Die Gespräche, die Telefonate, die Computerarbeit – alles läuft ohne Hektik.

Die Soldaten sitzen an Schreibtischen in U-Form, sie alle haben freien Blick auf das Zentrum der Krise: eine riesige Landkarte des Landes, vom Fußboden bis unter die Decke gespannt, darüber eine Folie gelegt, auf der jederzeit die neuesten Entwicklungen eingetragen werden können.

Gefahr im Norden – und Magdeburg

Wann wurde im Burgenlandkreis Katastrophenalarm ausgelöst (3. Juni, 16 Uhr)? Wann wurde er wieder aufgehoben (8. Juni, 9.45 Uhr)? Welche Einheit ist wo im Einsatz?

Durch diesen Überblick kann Schichtführer Bertram Schuster die Lage einschätzen. Er weiß, dass es im Land weit mehr Wasser gab als 2002. Er weiß auch, dass der Elbpegel in Magdeburg binnen Stunden um 25 Zentimeter zurückgegangen ist – und dass dies auch Entwarnung für das bedrohte Umspannwerk im Stadtteil Rothensee bedeutet. Hier war die Stromversorgung für 30.000 Haushalte in Gefahr.

Die Beruhigung in Magdeburg liege aber nur daran, dass in Groß-Rosenburg und bei Fischbeck Deiche gebrochen seien, sagt Schuster. Die Bundeswehr verlegt weitere Kräfte in die Region im Landkreis Stendal, Tausende Menschen mussten dort in Sicherheit gebracht werden. Der Krisenstab der Landesregierung hat die Führung für das Katastrophengebiet übernommen. Insgesamt sind von den Evakuierungen in Sachsen-Anhalt mittlerweile rund 38.000 Menschen betroffen.

Deichverteidigung, Evakuierung, Aufräumarbeiten

Auch in Magdeburg sei die Gefahr noch längst nicht vorüber, sagt Schuster: Die Wassermassen würden noch tagelang auf die Deiche drücken und diese gefährden. Die Schutzwälle seien teilweise „wie Pudding“: Selbst wenn nur zwei Personen diese betreten würden, könne das eine Katastrophe auslösen.

Oberbürgermeister Lutz Trümper kündigte an, Magdeburg bleibe auch in den kommenden Tagen „eine Stadt im Ausnahmezustand“.

Seine Informationen bekommt der militärische Krisenstab in Magdeburg von aktiven Reservisten in den jeweiligen Krisenstäben der einzelnen Landkreise. Sie berichten, in welchen Teilen des Landes welche Mittel benötigt werden: Hubschrauber, Transporter für Sandsäcke, Personal. Pro Tag laufen hier bis zu 60 Anträge ein, per Mail, Fax oder Telefon. In Berlin fällt dann die Entscheidung, welcher befürwortet wird.

Zu Beginn der Hochwasserkrise in Sachsen-Anhalt seien die rund 9000 Soldaten im Land vor allem mit der Deichverteidigung beauftragt worden, sagt Schuster. Während der besonders kritischen Phase kämen dann verstärkt Anfragen zur Unterstützung der Evakuierung – denn in einige der überfluteten Gebiete kommt man im Zweifelsfall nur noch mit Spezialfahrzeugen. Wenn das Hochwasser abnimmt, helfe die Bundeswehr vor allem bei der Beseitigung von gefährlichen Gütern, die mitgeschwemmt wurden, beispielsweise Stahlträgern oder Öltanks.

Man sei hier bestens vorbereitet, so der Schichtführer, es sei klar gewesen, dass die Flut kommt. „Aber mit diesen extremen Pegelständen hat niemand gerechnet. Das ist eine Intensität, die wir nicht kannten.“ Wie es nun weitergeht? Die Scheitelwelle bewegt sich nach Niedersachsen, dort und in Schleswig-Holstein wird sie ab Mitte der Woche erwartet. „Aber wie hoch die in Hamburg noch ist“, sagt Schuster, „das ist Kaffeesatzleserei.“

http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-in-magdeburg-der-pegel-sinkt-deiche-unter-druck-a-904826.html

Steinbrück fordert Milliarden-Hochwasserfonds

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Zur Beseitigung der Schäden durch das Rekordhochwasser in Deutschland muss die öffentliche Hand nach Einschätzung von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sieben Milliarden Euro oder mehr aufbringen. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir einen Fluthilfefonds brauchen in ähnlicher Dimension wie 2002“, sagt Steinbrück. Damals habe sich der Hilfsfonds, auf sieben Milliarden Euro belaufen. Steinbrück verwies darauf, dass manche Experten inzwischen davon ausgingen, dass die Schäden des Hochwassers im Süden und Osten Deutschlands das Schadenvolumen des Jahrhunderthochwassers 2002 noch überträfen. Den Hilsfonds sollten nach seinen Worten Bund und Länder je zur Hälfte finanzieren.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Lauenburg in Schleswig-Holstein i

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Lauenburg

 

Die vom Hochwasser der Elbe bedrohte Altstadt von Lauenburg in Schleswig-Holstein ist evakuiert worden. Am Montagvormittag war das Wasser nach Angaben des Krisenstabs bereits auf 9,18 Meter gestiegen. Am Donnerstag soll der Pegel in Hohnstorf auf der anderen Elbseite bei 10,15 Meter stehen. Höchster jemals gemessener Wasserstand in Hohnstorf waren 9,88 Meter – im Jahr 1855. Der Mittelwert des Pegels lag in den vergangenen zehn Jahren bei rund fünf Metern.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

 

Die Landesstraße zwischen Meetschow und Laasche ist teilweise überflutet, und einige Deiche werden zum Teil schon vom Wasser überlaufen. Das hat die Samtgemeinde Elbtalaue mitgeteilt.

In der Nähe von Stendal ist ein weiterer Deich gebrochen. Zudem wurden die Havelpolder jetzt geflutet. Diese Maßnahmen scheinen sich entlastend auf die hiesige Lage ausgewirkt zu haben. Es wird in den nächsten Stunden aber noch mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Dieser Prognose liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass die Pegelstände wie schon im Jahr 2011 ab Schnackenburg erneut um 15 bis -20cm angestiegen sind. Die Ursache ist allerdings bis jetzt nicht klar. Um zu überprüfen, ob es einen Zusammenhang mit dem Pumpen des Schöpfwerks in Hitzacker gibt, sollen diese heute teilweise abgeschaltet werden.

Im Landkreis Lüneburg sind die Sicherungsmaßnahmen ebenfalls wieder angelaufen. Hier wird momentan der Bereich „Amt Neuhaus“ mit starken Kräften gesichert.

In Neu Darchau werden bereits die ersten Deiche verteidigt. Einziger Schwachpunkt dort scheint momentan der Göpel zu sein, weil dass Wasser genau gegen eine Ecke schlägt. Die Situation wird beobachtet.

Der Bereich Tiemesland ist ebenfalls gesichert worden. Einige Einsatzkräfte arbeiten zurzeit noch an einer neuralgischen Stelle in Penkefitz.

Im Raum Elbtalaue werden vermehrt Treibsel in der Elbe gesichtet. So mussten bereits von einer Schute des Wasser- und Schifffahrtsamtes ganze Baustämme, Baumwurzeln, ein Güllefass sowie ein Hochsitz aus dem Wasser geholt werden. In Hitzacker sind zum Schutz der Hochwasserschutzmauern nachts drei Boote mit Beleuchtung eingesetzt, so dass auch in der Nacht nach Treibsel Ausschau gehalten werden kann.

Die Sandsackproduktion in Neu Tramm ist wieder aufgenommen worden. Freiwillige Helfer können sich dort weiterhin melden.

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/landesstrasse-ueberflutet-gefahr-durch-treibgut-in-der-elbe-35694

Menschen können nach Mühlberg zurück

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Mühlberg

 

Die Einwohner der vom Elbe-Hochwasser bedrohten Stadt Mühlberg können in ihre Häuser zurück. Die Evakuierung der Stadt wird ab 15.00 Uhr aufgehoben, teilt die Kreisverwaltung in Herzberg mit. An den Notunterkünften werden Busse für den Rücktransport bereitgestellt. Der Katastrophenalarm in der Stadt bleibt aber bestehen. Etwa 80 Prozent der rund 4230 Einwohner hatten zum Wochenende ihr Zuhause verlassen.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Vietze: keine Toiletten mehr benutzen!

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

Da die Umpumpstation zum Klärwerk am Vietzer Friedhof nicht mehr zu halten ist, werden die Vietzer Einwohner ab sofort aufgefordert, keine Toiletten mehr zu benutzen, die an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sind.

Es können keine Fäkalien mehr abgepumpt werden!

Entgegen anders lautender Gerüchte: die sonstige Wasserversorgung in Vietze wird NICHT abgeschaltet.

Die Samtgemeindeverwaltung in Gartow bemüht sich, so schnell wie möglich ausreichend mobile Toiletten nach Vietze zu schaffen.

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/vietze-keine-toiletten-mehr-benutzen-18559

 

Die ostdeutsche Wirtschaft bleibt einer Prognose des IWH-Instituts wegen des Jahrhunderthochwassers in der Rezession stecken. „Ohne Dauerregen und Hochwasser würde es zu einer schwarzen Null reichen“, sagt IWH-Experte Udo Ludwig. Die Naturkatastrophe beeinträchtige Landwirtschaft, Industrie und Baugewerbe, aber auch Handel, Gast- und Verkehrsgewerbe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Wiederaufbau dürfte die Wirtschaft aber ab der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Impulse geben und wieder wachsen lassen.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html

Hochwasser an der Elbe

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

Der Pegel steht bereits bei mehr als neun Metern: Im schleswig-holsteinischen Lauenburg ist die Altstadt evakuiert worden. In Sachsen-Anhalt wurden nach einem Deichbruch weitere Dörfer überflutet, wichtige Bahnverbindungen lahmgelegt. Der Überblick.

Die nördlichen Bundesländer wappnen sich weiter für die Scheitelwelle des Elbehochwassers. Die Altstadt von Lauenburg (Schleswig-Holstein) ist inzwischen evakuiert worden. Am Vormittag war der Pegel laut Krisenstab bereits auf 9,18 Meter gestiegen. Am Donnerstag soll das Wasser in Hohnstorf auf der anderen Elbseite 10,15 Meter erreichen. Höchster jemals gemessener Wasserstand in Hohnstorf sind bisher 9,88 Meter – im Jahr 1855. Der Mittelwert des Pegels lag in den vergangenen zehn Jahren bei rund fünf Metern.

Niedersachsens Regierungschef Stefan Weil reiste erstmals ins Hochwassergebiet. „Es ist eine sehr angespannte Lage, aber es ist auch ein gutes Gefühl, dass alle Beteiligten alles geben und die Vorbereitung ein hohes Niveau hat“, sagte der SPD-Politiker in Lüneburg. In Schnackenburg und Hitzacker wurden schon am Sonntag neue Rekordwerte erreicht. Die von Elbe und Jeetzel umflossene Altstadtinsel von Hitzacker wurde evakuiert.

Lauenburg – Die nördlichen Bundesländer wappnen sich weiter für die Scheitelwelle des Elbehochwassers. Die Altstadt von Lauenburg (Schleswig-Holstein) ist inzwischen evakuiert worden. Am Vormittag war der Pegel laut Krisenstab bereits auf 9,18 Meter gestiegen. Am Donnerstag soll das Wasser in Hohnstorf auf der anderen Elbseite 10,15 Meter erreichen. Höchster jemals gemessener Wasserstand in Hohnstorf sind bisher 9,88 Meter – im Jahr 1855. Der Mittelwert des Pegels lag in den vergangenen zehn Jahren bei rund fünf Metern

Niedersachsens Regierungschef Stefan Weil reiste erstmals ins Hochwassergebiet. „Es ist eine sehr angespannte Lage, aber es ist auch ein gutes Gefühl, dass alle Beteiligten alles geben und die Vorbereitung ein hohes Niveau hat“, sagte der SPD-Politiker in Lüneburg. In Schnackenburg und Hitzacker wurden schon am Sonntag neue Rekordwerte erreicht. Die von Elbe und Jeetzel umflossene Altstadtinsel von Hitzacker wurde evakuiert.

Der Bruch eines Deiches bei Fischbeck in Sachsen-Anhalt hat gleich zwei Hauptstrecken des Bahnverkehrs lahmgelegt. Aus Sicherheitsgründen sperrten die Behörden nahe Stendal eine Eisenbahnbrücke über die Elbe. Damit sind die ICE-Verbindungen von Frankfurt am Main nach Berlin und von Hannover nach Berlin unterbrochen. Die Züge fallen aus oder werden umgeleitet. Die Bahn spricht von stundenlangen Verspätungen und rät Reisenden, diese Verbindungen möglichst zu meiden. Die Dauer der Brückensperrung sei noch nicht absehbar und hänge von der Hochwasserlage ab.

Der Deich war gegen Mitternacht auf einer Länge von rund 50 Metern gebrochen. Mehr als tausend Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Helfer haben in den frühen Morgenstunden mit dem Bau eines Notdeichs auf 3,5 Kilometern Länge begonnen. Auch im nördlicher gelegenen Hohengöhren ist die Lage kritisch. Nachdem ein Deich auf 30 Metern Länge abgerutscht war, wurde versucht, einen Bruch abzuwenden.

Leichtes Aufatmen gab es hingegen in Magdeburg: Der Elbepegel sei schneller zurückgegangen als erwartet, sagte eine Sprecherin der Hochwasservorhersagezentrale. Um 9 Uhr stand das Wasser bei 7,14 Metern, am Sonntag war die historische Höchstmarke von 7,46 Metern erreicht worden. Ein bedrohtes Umspannwerk ist durch die Fluten nicht mehr in Gefahr. Bei einem Ausfall wären Tausende Haushalte in Magdeburg ohne Strom gewesen.

Evakuierung in Mühlberg wird aufgehoben

An der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg liefen seit Sonntag planmäßig Polder voll, um die Hochwassersituation zu entschärfen. In Mühlberg können die Einwohner am Nachmittag in ihre Häuser zurück. Landrat Christian Jaschinski (CDU) entschied mit dem Krisenstab, die Evakuierung der Stadt ab 15 Uhr aufzuheben. An den Notunterkünften werden Busse für den Rücktransport bereitgestellt. Der Katastrophenalarm in der Stadt bleibe aber bestehen, betonten die Verantwortlichen. Etwa 80 Prozent der rund 4230 Einwohner hatten zum Wochenende ihr Zuhause verlassen.

Angela Merkel will am Nachmittag erneut eine Hochwasserregion besuchen. Die Kanzlerin wird nach Wittenberge fahren, um sich dort ein Bild von der Lage zu machen.

Die Stadt Hamburg rechnet unterdessen nicht mit einem Katastrophenalarm. In der HafenCity, der Speicherstadt und dem Überseehafen werde das Wasser durch die Flut voraussichtlich um einen halben Meter steigen, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde. Die Stadt sei ausreichend durch Deiche gesichert. „Das Wasser wird einigermaßen hoch, aber es bleibt voraussichtlich unter den Deichkronen.“ Sorgen bereite der Stadt, dass die Fluten nicht schnell genug wieder abfließen und die Deiche aufweichen könnten. Deshalb würden die Deiche ab sofort ständig beobachtet.

Hamburg ist bei Hochwasser in den vergangenen Jahren meist ohne größere Schäden davongekommen, weil die Elbe flussaufwärts bei Geesthacht in Schleswig-Holstein deutlich breiter und tiefer wird und dadurch mehr Wasser aufnehmen kann als im Elbtal davor.

http://www.spiegel.de/panorama/hochwasser-an-der-elbe-altstadt-von-lauenburg-evakuiert-a-904762.html

DLRG evakuiert Vietzer Siedlung

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

 

Nachdem der Wasserstand im unteren Dorfteil Vietzes teilweise 80 cm erreicht hatte und dadurch eine ganze Siedlung unter Wasser steht, entschied sich die Einsatzleitung heute, alle Bewohner dieser Häuser dringend zu bitten, ihre Häuser zu verlassen. Ältere und Gehbehinderte wurden von einer DLRG-Einheit aus Langenhagen mit zwei Booten aus den tiefer gelegenen Häusern geholt. Andere hatten ihre Häuser bereits am Morgen selbständig verlassen. Insgesamt verließen insgesamt rund 30 Menschen dort ihre Häuser.

Untergebracht werden die Evakuierten in verschiedenen Privathäusern und leer stehenden Ferienwohnungen in Vietze. So fiel es vor allem den älteren Bürgern leichter, ihre Häuser in Stich zu lassen. Inzwischen hat die Gemeinde auch das Dörfergemeinschaftshaus geöffnet, damit die akut Wohnungslosen sich versorgen und auch die sanitären Einrichtungen dort benutzen können.

http://hochwasser2013.wendland-net.de/post/dlrg-evakuiert-vietzer-siedlung-53979

Kreis Lüneburg verlässt sich der Katastrophenschutz auf….

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Kreis Lüneburg

Im Kreis Lüneburg verlässt sich der Katastrophenschutz dagegen auf die offiziellen Berechnungen aus Magdeburg. Ob die rund 9000 Einwohner zählende Kleinstadt Bleckede evakuiert werden müsse, sei noch völlig offen, sagte eine Sprecherin. „Das hängt ab vom Zustand der Deiche und von der Gesamtlage, wie lange das Hochwasser andauern wird. Da gibt es nicht eine konkrete Pegelstands-Zahl, ab der evakuiert wird“, sagte die Sprecherin.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

Hochwasserlage an der Elbe in Brandenburg

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Havel

Die Hochwasserlage an der Elbe in Brandenburg bleibt kritisch. Im Havelland hat sich die Situation nach dem Bruch eines Elb-Deiches in Fischbeck in Sachsen-Anhalt verschärft. Es wird eine Überflutung durch das auslaufende Wasser befürchtet. Deshalb wurde seit den frühen Morgenstunden ein Notdeich von 3,5 Kilometer Länge zwischen Schmetzdorf und Zollchow errichtet. Nach Angaben des Koordinierungszentrums Krisenmanagement (KKM) soll er bereits am Montagmittag fertig sein.

http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/Uebersicht/Tausende-nach-Deichbruch-in-Fischbeck-evakuiert

Altstadt von Lauenburg evakuiert

Veröffentlicht: Juni 10, 2013 von fluthelfer in Lauenburg

 

Die vom Hochwasser der Elbe bedrohte Altstadt von Lauenburg in Schleswig-Holstein wird  evakuiert. Dort war das Wasser nach Angaben des Krisenstabs bereits auf 9,18 Meter gestiegen. Am Donnerstag soll der Pegel in Hohnstorf auf der anderen Elbseite bei 10,15 Meter stehen. Höchster jemals gemessener Wasserstand in Hohnstorf waren 9,88 Meter – im Jahr 1855.

 

http://www.n-tv.de/panorama/16-07-Hohengoehrener-Elbdeich-wird-aufgegeben-article10747971.html