Helden im Hochwasser-Einsatz

Veröffentlicht: Juni 9, 2013 von fluthelfer in Mühlberg

 

Feuerwehrleute und Wasserretter aus dem Landkreis Dahme-Spreewald helfen seit Tagen in den Hochwasser-Gebieten. Gestern Abend wurde die von Klaus Speiler geleitete Katastrophenschutz-Einheit im brandenburgischen Mühlberg von Feuerwehrleuten aus dem Nachbarkreis Teltow-Fläming abgelöst. Fast zur gleichen Zeit trat die 13-köpfige Sonderrettungsgruppe Wasserrettung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) den Rückmarsch von Bernburg nach Königs Wusterhausen an.

In Mühlberg an der Elbe war der von Klaus Speiler befehligte Katastrophenschutz-Zug seit Donnerstagabend 24 Stunden ohne Schlaf im Einsatz. Mehrere Stellen, an denen das Wasser bereits durch den Deich sickerte, wurden mit Sandsäcken abgedichtet. „Allein in der Nacht haben wir rund 10 000 Sandsäcke verbaut“, so Speiler.

Tagsüber brannte die Sonne unerbittlich auf die Feuerwehrleute herab. Schweißgebadet transportieren sie kiloschwere Sandsäcke über unwegsames Gelände, die von Hand zu Hand zum Deich gereicht wurden. Schulter an Schulter mit Mühlberger Kameraden, die in unmittelbarer Nähe wohnen. „Diese Nähe zu Feuerwehrkameraden, die um ihr Hab und Gut bangen, war für uns Motivation genug.“

Gegen 17.30 Uhr sackten ganz in der Nähe völlig durchnässte Deichstücke auf einer Länge von 1250 Metern ab. Eine Stunde später traf die Ablösung ein. „Es ist Wahnsinn, was alle 120 Kameraden geleistet haben. Dafür möchte ich allen danken“, so Speiler: „Hoffentlich trägt unsere Hilfe dazu bei, dass der Deich nicht bricht.“

„In der Not haben alle zusammengehalten“, schildert ASB-Wasserretter Sascha Swade seine Eindrücke nach dem Einsatz in Bernburg (Sachsen-Anhalt). Die mit Rettungsbooten, Rettungstransportwagen und Krankenwagen ausgestatteten Helfer kämpften seit Mittwoch in der Kleinstadt gegen die Wassermassen der Saale an. Ein Rettungsboot wurde genutzt, um mit der Polizei Streife zu fahren. Bis in die Abendstunden wurden Familien und deren Haustiere aus ihren überschwemmten Häusern befreit, während der Pegel der Saale immer weiter stieg.

Gemeinsam mit Einwohnern und Feuerwehrkameraden aus Bremen schleppten die Samariter auch nachts Sandsäcke zur Flutbrücke, die verteidigt werden musste, um eine Überschwemmung der Talstadt zu verhindern. „Unser Damm hielt, aber an anderen Stellen brachen die Sandsackdeiche, so dass das Wasser die Stadt flutete“, berichtet ASB-Einsatzleiter Sascha Swade. Donnerstag ging es nach nur wenigen Stunden Schlaf weiter. Die Pegelstände stiegen. Es galt, Sandsäcke zu schleppen, deren Transport zu koordinierten und die provisorischen Dämme zu sichern. Dann kam die Bitte, den Bernburger Tierpark zu evakuieren. Mehrere Ziegen, Vögel und sieben Lamas wurden vom ASB gerettet.

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/ziel/19287264/DE

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