Entlastung für Elbe: Havelpolder werden geflutet

Veröffentlicht: Juni 9, 2013 von fluthelfer in Havel

 

Zur Entlastung der Elbe-Hochwasserregion rund um Wittenberge in Nordbrandenburg werden seit Sonntagnachmittag Polder an der Havel geflutet. Stück für Stück werden in Quitzöbel (Sachsen-Anhalt) an der Landesgrenze die Wehre ähnlich wie Garagentore heruntergelassen. Dadurch fließe das Wasser der Elbe in die Havel, sagte Kurt Augustin, Abteilungsleiter Wasser beim Landesumweltministerium, am Sonntag. Das komplette Herunterlassen der Tore sei frühestens Montagmittag abgeschlossen. Erst dann schießen laut Angaben pro Sekunde rund 300 Kubikmeter Elbewasser in die Havel und die angrenzenden Polderflächen. Mit der Flutung soll der Hochwasserscheitel gekappt werden.

Zuletzt war das Wehr in Quitzöbel beim Hochwasser 2002 geöffnet worden. Bei sinkendem Pegelstand wird der Vorgang wieder rückgängig gemacht: das Wasser wird aus der Havel in die Elbe zurückgeleitet.

Polder sind von Deichen umgebene Gebiete, die bei Hochwasser absichtlich geflutet werden. Die ansonsten landwirtschaftlich genutzten Flächen liegen etwa 30 Kilometer vor Wittenberge bei Neuwerben. Sie können etwa 250 Millionen Kubikmeter Wasser aufnehmen. (dpa/bb)

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