Magdeburg 8.6. 2013

Veröffentlicht: Juni 8, 2013 von fluthelfer in Madgeburg

07.00 Uhr: Der Pegel der Elbe in Magdeburg steigt weiter. Am Morgen werden 7,29 Meter gemessen. Beim Hochwasser 2002 war ein Höchststand von 6,72 Metern erreicht worden. Üblich sind für den Fluss in Magdeburg knapp zwei Meter. In der Zollstraße auf dem Werder gewinnt die Lage stündlich an Dramatik. Dort drückt das Wasser der Elbe gegen die Ufermauer. Auch Grundwasser steigt vermehrt auf. Die Helfer evakuieren ein Altenheim in der Uferzone der Stadt.

02.10 Uhr: Der Sportplatz von Pechau außerhalb Magdeburgs wurde zum Retter-Stützpunkt umfunktioniert. Große Sandmengen werden angeliefert, unter Flutlicht arbeiten Bagger und Kipper, um das Material Richtung Damm zu bringen. Helikopter sind im Einsatz, sie werfen aus der Luft Big-Packs in den schwächelnden Damm. Es geht hier um die Rettung Magdeburgs. Nur wenn an dieser Stelle der Umflutkanal gesichert wird, bleibt der große, ostelbische Stadtteil Cracau trocken. Pechau, gut 500 Einwohner, sonst in der Nacht wohl sehr still, dunkel und ruhig, ist zum beleuchteten und belebten Zentrum der Krise geworden. Kolonnen von Wagen der Feuerwehr, des THW, der Wasserwacht und des Roten Kreuzes parken hier, Blaulicht kreist, Funkgeräte knacken. Die Bundeswehr hat Soldaten in Bussen in den Vorort gebracht. Der Einsatz dauert die ganze Nacht an, Entspannung ist nicht in Sicht, der Pegel der Elbe steigt weiter – obwohl er längst Rekordhöhe hat.

 

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