Deiche in Brandenburg halten – Hochwasser steigt und steigt

Veröffentlicht: Juni 7, 2013 von fluthelfer in Brandenburg

Die Situation in den Brandenburger Hochwassergebieten bleibt dramatisch. Die vom Süden her kommenden Wassermassen haben in der Nacht zum Freitag die Deiche stark belastet. Kritisch ist die Lage nach Angaben der Koordinierungsstelle Katastrophenschutz vor allem in Mühlberg (Elbe-Elster). Dort stieg das Wasser in der Nacht bis auf 9,88 Meter. Am Freitagmittag soll der Höchststand erreicht werden. Stündlich nimmt der Wasserstand um knapp einen Zentimeter zu. „Die Lage ist ganz, ganz schwierig“, sagte Wolfgang Brandt von der Koordinierungsstelle am Freitagmorgen.

 

Angelegt sind die Deiche in der Stadt auf zehn Meter Wasserhöhe, 2002 stieg das Hochwasser auf 9,98 Meter. Die 2100 Einwohner, die die Stadt freiwillig verlassen sollten, sind bisher zu großen Teilen geblieben. Innenminister Dietmar Woidke (SPD) wird am Freitag erneut in der Stadt sein. Er hat bisher eine Zwangsevakuierung abgelehnt.

Das größte Problem ist laut der Koordinierungsstelle nicht die Höhe des Wasserstandes, sondern die Dauer des Hochwassers. Brandt rechnet damit, dass es noch etwa eine Woche lang Druck auf die Deiche ausüben wird. Je Quadratmeter drückten sechs Tonnen Gewicht dagegen.

Der Krisenstab befürchtet, dass das Wasser an einzelnen schwachen Stellen durchkommt.

Nach wie vor angespannt ist auch die Lage an der Schwarzen Elster.

Der gebrochene Deich in Herzberg ist aber mittlerweile durch Sandsäcke, die die Bundeswehr per Hubschrauber antransportiert hat, geschlossen worden. Sorgen bereitet auch hier der anhaltend hohe Wasserstand. Ein abgerutschter Deich verursachte am Donnerstagabend keine größeren Probleme.

Auch an der Elbe im Landkreis Prignitz steigt das Wasser. Der Höchststand wird am Samstag erwartet. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hatte am Donnerstagabend den Kreis besucht. „Wir gehen von dem Schlimmsten aus – hoffen aber, dass es nicht eintrifft“, sagte er. Seit Donnerstag sind neben 150 Bundeswehrsoldaten zusätzlich 200 Feuerleute aus dem Barnim und der Uckermark.

Das Hochwasser steigt auch an der Spree. In Cottbus sind die Fußgängerbrücken über den Fluss gesperrt worden. Die Stadt warnt vor Besuchen am Ufer, weil Bäume auf den Deichen umstürzen könnten.

Quelle: nnn.de

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