Bürgermeister von Spremberg erhebt Vorwürfe Richtung Cottbus

Veröffentlicht: Juni 7, 2013 von fluthelfer in Spree

 

Während in Spremberg gestern Nachmittag der Pegel der Spree auf 4,40 Meter steigt, tritt Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) vor die Mikrofone. „Wir sind bisher überall im Land Brandenburg gut gegen das Hochwasser gerüstet“, sagt er. Er ist hier, um Sprembergs Bürgermeister Klaus-Peter Schulze (CDU) Mut beim Kampf gegen die Fluten zuzusprechen und sich bei den Hunderten freiwilligen Helfern zu bedanken.

„Spremberg opfert sich mal wieder für Cottbus“, hatte Schulze noch wenige Minuten vor dem Besuch des Innenministers erklärt. Obwohl die Talsperre randvoll sei – laut Landesumweltamt fehlt ein halber Meter bis Überlauf – seien bis gestern lediglich 70 Kubikmeter Wasser je Sekunde abgegeben worden. Erst seit gestern sind es 100. Normal wären 16 Kubikmeter je Sekunde.

Trotz der erhöhten Wasser-Abgabe steigt der Pegel an der Talsperre noch stündlich um zwei Zentimeter. Das Landesumweltamt (LUGV) hatte bis zum Morgen auf grünes Licht aus Cottbus gewartet, bevor es die Ablassmenge erhöhte. In einer Telefonkonferenz mit Ämtern und Landräten bat der Cottbuser Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) um mehr Zeit, da die Arbeiten zur Hochwassersicherung noch nicht abgeschlossen seien.

„Wenn hier 115 Kubikmeter Wasser in der Sekunde ankommen, wir aber nur 70 abgeben können, haben wir ein Problem“, sagt Schulze.

Die Spremberger Stadtverordneten wollen einen Protestbrief an Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD) schicken. Thema: die braune Spree und die Folgen für die Region. Die Spremberger Talsperre ist das größte Rückhaltebecken für den braunen Eisenschlamm („Ocker“). Tausende Kilogramm werden davon täglich über die Spree angespült. Wegen des Hochwassers wird nun befürchtet, dass über die Talsperre der Eisenschlamm verstärkt in den Spreewald gelangt. Erste Messungen von Umweltgruppen bestätigen diesen Verdacht

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12527856/19287300/Buergermeister-von-Spremberg-erhebt-Vorwuerfe-Richtung-Cottbus-Talsperre.html

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