Backhaus und Wenzel: Gemeinsam strategisches Flussmanagement entwickeln

Veröffentlicht: Juni 6, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

 

Am Donnerstag Mittag trafen sich am Dömitzer Pegelhäuschen die Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, Till Backhaus und Stefan Wenzel, um gemeinsam die aktuelle Lage zu besprechen.

Eine erste Auswirkung der intensiven Zusammenarbeit zeigt sich in dem gemeinsamen Beschluss, sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in Niedersachsen Deichhöhen, die nur für 7,50 Wasserstand ausgelegt sind, um 30 cm zu erhöhen. Noch während des Pressetermins telefonierte Minister Backhaus mit seinen Kollegen in Schleswig-Holstein und Brandenburg, um sie zu ähnlichen Beschlüssen zu bewegen. „Es nützt ja nichts, wenn nur wir hier erhöhen, das müssen alle Elbanlieger tun,“ so Backhaus.

Ein neuer Wind weht offensichtlich im Hochwassermanagement: auch Stefan Wenzel betonte, wie sehr es ihn freue, dass bereits so frühzeitig eine gemeinsame Koordination der Probleme möglich wurde. „Ich freue mich sehr, dass es auch gestern schon gelungen ist, alle Beteiligten länderübergreifend zusammen zu bringen, alle Schwachstellen gemeinsam zu prüfen,“ so Wenzel.  

Auch wenn die Prognosen nicht mehr ganz so hoch lägen wie noch in den Vortagen, so werden „uns die nächsten Tage noch sehr fordern,“ war sich der Niedersächsische Umweltminister bewusst. „Wir werden über einen sehr langen Zeitraum Hochwasser bekommen, was bedeutet, dass die Deiche durchweichen werden. Man muss also über einen langen Zeitraum hinweg sehr aufmerksam sein.“

Beide Minister betonten die Wichtigkeit einer gemeinsamen strategischen Ausrichtung, die langfristige Konzepte entwickelt, wie mit den zu erwartenden immer häufiger auftretenden Hochwasserlagen umzugehen ist. Dazu gehören nach Ansicht beider Minister ausreichende Rückzugsmöglichkeiten für die Flüsse sowie ein länderübergreifendes Gehölzmanagement. Diese Forderungen wollen sie gemeinsam in der heutigen Sitzung der Umweltminister einbringen.

Anders als verschiedene Medienberichte, die davon sprechen, dass die Flutwelle erst Mitte bis Ende nächster Woche Niedersachsen erreichen wird, erwarten Backhaus und Wenzel die erste Flutwelle Montag/Dienstag in hiesigen Bereichen.

 

http://wendland-net.de/

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