Lindewerra erwartet Werra-Höchststand

Veröffentlicht: Juni 3, 2013 von fluthelfer in Thüringen
Im Gegensatz zu weiten Teilen Thüringens ist die Hochwasser-Lage im 230-Seelen-Ort Lindewerra am Rande des Eichsfeldes relativ enspannt. Nur an wenigen Stellen ist die Werra über die Ufer getreten. Heute Abend gegen 18 Uhr könnte sich das jedoch ändern.

Lindewerra. Denn Lindewerra liegt an einer hufeisenförmigen Fluss-Schleife der Werra zwischen Bad Sooden-Allendorf im Süden und Witzenhausen (Hessen) im Norden.

Der Pegelstand der Werra betrug am heutigen Montag um 10 Uhr 4,40 Meter, stieg damit seit 8.30 Uhr um einen Zentimeter, berichtet Anwohner und Heimatforscher Josef Keppler aus Lindewerra. Damit fehlen nur noch sieben Zentimeter bis zum gemessenen Höchstand am 17. Januar 2011.

Die Straße nach Oberrieden wurde gesperrt. Auf der Werrabrücke wird mit einem Schild auf die Hochwassersituation hingewiesen. Seit letzter Woche sind bereits einige Gärten und auch der Sportplatz des Ortes überflutet.

Am frühen Abend wird ein Hochwasser-Anstieg im Ort erwartet. Noch sind die Bewohner in Lindewerra entspannt. Durch die besondere Lage des Ortes haben sie bereits Erfahrungen mit Hochwasser im Dorf gesammelt. Ein Bauer trieb seine Kühe auf den nahegelegenen Berg, auf dem er sie vor dem steigendem Wasser in Sicherheit weiß.

Altenburg und nach Nordhausen abgezogen worden, wo sie Wasser aus Schulen und Gartenanlagen pumpen. Der Eichsfelder Katastrophenlöschzug „Wasser“ unterstützt mit 19 Mann die Altenburger Kollegen. Besonders bei Ponitz ist die Hochwasserlage kritisch. Immer wieder kommt es zu Stromausfällen. Menschen sind bereits evakuiert worden.

Seit Tagen sind im Landkreis Altenburger Land alle Feuerwehren, THW, Polizei, DRK, die Johanniter-Unfall-Hilfe und Beschäftigte verschiedener Verwaltungen zur Hochwasserbekämpfung im Einsatz. Der Eichsfelder Katastrophenlöschzug „Retten“ löst die ortsansässigen Hilfskräfte temporär ab. Manuel Fasse, Zugführer des Einsatzzuges 1 des Eichsfelder Katastrophenschutzes, hat zwölf Einsatzkräfte unter seiner Führung und derzeit alle Hände voll in Meuselwitz zu tun. „Ich habe meine Jungs erstmal auf eine Woche eingestellt“, sagte er im TLZ-Gespräch. Am frühen Montagmorgen waren die Eichsfelder alarmiert worden und sind gegen 2 Uhr abgerückt in Richtung des Hochwassergebietes.

Die Eichsfelder Reserve und der Sanitätszug des Landkreises halten sich derzeit bereit für weitere Einsätze. Ob diese im Altenburger Land, in Nordhausen oder doch im heimischen Lindewerra gefahren werden müssen, bleibt abzuwarten.

Quelle: otz.de

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