Archiv für Juni 2, 2013

Hochwasser in Bayern Damm in Rosenheim bricht

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

Gegen 22 Uhr bricht der Damm, die Fluten der Mangfall schießen in den Rosenheimer Stadtteil Oberwöhr. Etwa 1000 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen, wie viele dem gefolgt sind, ist unklar. „Das ist eine katastrophale Entwicklung“, sagt ein Sprecher des Krisenstabs im Rosenheimer Landratsamt. Denn der Damm habe völlig überraschend in Rosenheim nachgegeben, an einer Stelle, „die wir nie auf der Rechnung hatten“. Den ganzen Nachmittag und Abend kämpften die Helfer gegen einen Durchbruch in der flussaufwärts gelegenen Nachbarstadt Kolbermoor.

Der Damm tropfte dort bereits. Die Sandsäcke, die Hunderte Helfer angeschleppt haben, drohten nicht zu reichen. Ein Hubschrauber der Bundespolizei warf sogenannte Bigpacks ab, das sind voluminöse Plastiksäcke, die jeweils einen Kubikmeter Sand enthalten. An den gefährdeten Stellen errichteten Helfer einen etwa eineinhalb Meter hohen Ersatzdamm, um Kolbermoor und die angrenzenden Rosenheimer Stadtteile zu schützen. Der Höhepunkt des Hochwassers wurde an der Mangfall für Mitternacht erwartet.

Schon am Nachmittag waren in Kolbermoor 200 Bewohner einer Siedlung in Sicherheit gebracht worden. Im Rosenheimer Stadtteil Schwaig wurden die Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. In Oberwöhr wurden Anwohner mit Lautsprecherdurchsagen gebeten, sicherheitshalber ihre Fahrzeuge und sonstige Gegenstände aus Tiefgaragen und von den Straßen zu entfernen. Die Dämme des Inns hielten dem Hochwasser bislang stand, anders als zuletzt im Jahr 2005.

In Passau wird ein neues Jahrhunderthochwasser erwartet

Umweltminister Marcel Huber hatte am Sonntag im Dauerregen die Krisenregionen im südostbayerischen Raum besucht. „So was hat man noch nicht gesehen“, sagte Huber. „Die neuen Dämme halten, die alten sind knapp davor zu brechen.“ Wegen der Wassermassen habe die Autobahn A 8 komplett für den Verkehr gesperrt werden müssen, allein dieser Zustand werde die Region ins Chaos stürzen.

Dramatisch entwickelte sich die Lage auch in Passau, wo die Stadt am Sonntag den Katastrophenfall ausrief. Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) rechnet mit einem „neuen Jahrhunderthochwasser“. Fachleute erwarteten an der Donau einen Pegelstand bis zu zwölf Meter. Der Inn soll die Marke von acht Metern überschreiten. Normalerweise liegen die Pegelstände von Donau und Inn bei 4,50 Meter. Mehr als 500 ehrenamtliche Helfer von Feuerwehren, Wasserwacht, Rotem Kreuz und Technischem Hilfswerk stemmten sich gegen die Fluten. Da die Pegel schneller stiegen als erwartet, forderte die Stadt Hilfe von der Bundeswehr an. Auch beim Jahrhunderthochwasser im August 2002, als die Donau auf 10,81 Meter anschwoll, hatte die Bundeswehr eingreifen müssen.

Anwohner versuchten ihr Hab und Gut am Sonntag teilweise mit Schlauchbooten in Sicherheit zu bringen. Autos versanken in den trüben Fluten, Buslinien wurden eingestellt. Wasserwacht und DLRG richteten für Stadtteile, die anders nicht mehr erreichbar waren, einen Bootsverkehr ein. 14 Passauer Schulen müssen die Pfingstferien unfreiwillig verlängern.

Auch in etlichen Städten und Gemeinden in Oberbayern fallen der Unterricht und sogar die Abiturprüfungen aus. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Dort hatte sich die Lage am Samstagvormittag kurzzeitig entspannt. Doch bereits am Nachmittag setzte neuer Starkregen ein, der über Nacht anhielt. Die Region rund um den Chiemsee, den Tegernsee und das Berchtesgadener Land sowie Stadt und Landkreis Rosenheim wurden zum Krisengebiet. Bereits am Sonntagvormittag wurden Teile des Ortes Marquartstein im Kreis Traunstein geräumt. Mehrere Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten. In Inzell wurde ein Campingplatz evakuiert.

Am Sonntagmittag wurde für das Berchtesgadener Land, die Landkreise Miesbach und Mühldorf sowie für die Region Rosenheim der Katastrophenfall ausgerufen. Auch die Bundesstraßen 2, 305, 20 und 307 wurden in Teilabschnitten wegen hohen Wasserstands und umgestürzter Bäume gesperrt. Vor allem die aus Österreich kommende Tiroler Achen verursachte mit ihren gewaltigen Wassermassen Verkehrsprobleme.

Katastrophale Verhältnisse im Berchtesgadener Land und im Kreis Traunstein

Auch für Bahnreisende von München über Freilassing nach Salzburg und umgekehrt ging nichts mehr, weil Unterspülungen des Gleiskörpers und Murenabgänge den Zugbetrieb nicht mehr zuließen. Der Bahnhof Rosenheim wurde am Sonntagabend wegen Überflutung gesperrt. Viele Urlauber standen in Staus oder mussten weite Umwege in Kauf nehmen. Ihr Dilemma begann bereits auf österreichischer Seite, wo die Tauernautobahn nach Murenabgängen geschlossen werden musste.

Katastrophal entwickelten sich auch die Verhältnisse im Berchtesgadener Land und im Kreis Traunstein. Teile von Freilassing und Tittmoning sowie die Altstadt von Laufen wurden von der Salzach überflutet. Wegen aufgeweichter Hänge kam es vielerorts zu Erdrutschen und gesperrten Straßen. In Grassau mussten 50 Menschen aus einem Asylbewerberheim in Sicherheit gebracht werden.

Land unter hieß es auch in Deggendorf, wo die Isar in die Donau mündet. Das gerade erst angelegte Gelände der Landesgartenschau 2014 wurde weitflächig überflutet. Die Schifffahrt zwischen Straubing und Vilshofen musste – wie auch in anderen Teilen Bayerns – eingestellt werden. Immer wieder kam es zu gefährlichen und teils skurrilen Rettungsaktionen. Bei Plattling wurden fünf Kanuten aus Norddeutschland und England befreit, die über Nacht vom Hochwasser eingeschlossen worden waren. Im mittelfränkischen Gutenstetten holten 50 Helfer einen jungen Mann mit einem Radlader vom Dach seines im Wasser eingeschlossenen Autos.

In Regensburg richteten Stadt und Landratsamt Bürgertelefone ein. Es könne nicht mehr ausgeschlossen werden, dass die Donau am Montag am Eisernen Steg einen Pegelstand von 6,50 Metern erreichen werde, hieß es. Damit würden auch die mobilen Schutzelemente überflutet werden. Anwohner wurden bereits mit Handzetteln auf ein Notfallszenario vorbereitet.

Kritisch entwickelte sich auch die Situation im Landkreis Kelheim. Der Krisenstab des Landratsamtes beobachtete mit Sorge die Entwicklung am Kloster Weltenburg, das nach dem Pfingsthochwasser 1999 aufwendig renoviert werden musste. Ob der 2006 für zwei Millionen Euro installierte Hochwasserschutz den Wassermassen trotzt, wird sich wohl erst Anfang der Woche mit dem Erreichen des kritischen Scheitelpunktes zeigen. Auch kleinere ostbayerische Flüsse wie der Regen, die Abens und die Vils verwandelten ihre Auen teilweise in Seenlandschaften. Das Allgäu, das noch bei den Hochwassern 1999 und 2005 mit schweren Schäden zu kämpfen hatte, zählte diesmal nicht zu den Krisenregionen. Die Iller konnte auch im gefährdeten Kempten im Zaum gehalten werden.

http://www.sueddeutsche.de

ZF Werk in Patriching ist vorerst geschlossen

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Bayern

Das ZF Werk in Patriching ist vorerst geschlossen, wie das Unternehmen am Abend mitteilt. Wegen der Trinkwassersperre musste das Produktionswerk und das Bürogebäude den Betrieb einstellen. Lediglich ein Notdienst werden eingesetzt, alle weiteren Mitarbeiter müssen am Dienstag daheim bleiben. Bereits am Nachmittag wurde das Werk in Grubweg vorübergehend stillgelegt. Die Schließung werde mindestens bis Mittwoch dauern.

http://www.pnp.de/821148

Katastrophenalarm

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

Bayern: Jahrhunderthochwasser in Passau

Nach tagelangem Dauerregen droht Passau und Südostbayern ein bislang noch nicht dagewesenes Hochwasserdrama. Die Staatsregierung hat einen Krisenstab eingerichtet. Das erste Treffen mit Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) an der Spitze sei für diesen Montag um 12.00 Uhr geplant, sagte Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP). Vor Beginn eines Krisentreffens in der Staatskanzlei hatte Seehofer am Sonntag gesagt: „Wir haben bereits Regionen in Bayern mit einem sogenannten Jahrhunderthochwasser. Möglicherweise werden wir eine Entwicklung bekommen, die zu einem Hochwasser führen könnte, das bisher noch nie dagewesen ist.“

In Passau sind die Einsatzkräfte zusehends überfordert. Viele Häuser waren nur noch über Stege zu erreichen. In der Stadt droht das schlimmste Hochwasser seit dem Mittelalter – für die Donau ist ein Pegel von gut zwölf Metern prognostiziert. Das Jahrhunderthochwasser 2002 hatte einen Höchststand von 10,81 Metern. Einige Anwohner in der Altstadt von Passau müssen die Nacht zum Montag ohne Strom auskommen. Aus Sicherheitsgründen sei der Strom abgestellt worden, sagte ein Sprecher der Stadt. Die Verteilerkästen in den Gebäuden drohten unter Wasser zu geraten.

In Berchtesgaden brach die Schleuse eines Bergsees, die Wassermassen ergossen sich unkontrolliert ins dort wenig bevölkerte Tal. In Oberbayern schwoll die Tiroler Achen bedrohlich an. Alle über den Fluss führenden Brücken wurden gesperrt. Die Ortschaften Unterwössen und Schleching waren von der Außenwelt abgeschlossen. Auch die Pegelstände der Mangfall in Rosenheim könnten bald einen neuen Rekord erreichen, befürchtete ein Sprecher der Stadt. Der Damm drohte zu brechen. Teile der oberbayerischen Nachbarstädte Rosenheim und Kolbermoor sind am Sonntagnachmittag wegen des sich zuspitzenden Hochwassers evakuiert worden.

Der Unterricht fällt am Montag nach Ende der zweiwöchigen Pfingstferien in etlichen Städten und Landkreisen Bayerns aus – darunter Stadt und Landkreis Rosenheim, der gesamte Kreis Berchtesgadener Land, in den Gemeinden Bad Wiessee, Rottach-Egern sowie in der Stadt Tegernsee. In Passau bleiben am Montag insgesamt 14 Schulen geschlossen. Auch die Abiturprüfungen an der Rosenheimer Fachoberschule (FOS), der Berufsoberschule (BOS) und der städtischen Gymnasien fallen in Absprache mit dem bayerischen Kultusministeriums aus.

Land unter auch in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt

In Greiz wurde mit Evakuierungen begonnen. In Jena sollen die Schulen und Kindergärten am Montag und Dienstag geschlossen bleiben. In Chemnitz trat der gleichnamige Fluss über die Ufer – und überschritt kurzzeitig die Schwelle der Hochwasser-Alarmstufe 4. Für die Zwönitz galt bereits die höchste Alarmstufe.

Die thüringische Kleinstadt Gößnitz mit ihren rund 3000 Einwohnern sollte komplett evakuiert werden. „Gößnitz läuft voll“, hieß es. Die Menschen sollten bei Verwandten oder in einem Notquartier untergebracht werden. In Gera wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Beendet ist inzwischen die Evakuierung von Serbitz. Aus dem kleinen Ort sind nach Behördenangaben 150 Menschen in Sicherheit gebracht worden, weil ein Damm zu brechen droht.

In Sachsen wurden vor allem im mittleren und westlichen Erzgebirge am Sonntag weiter erhebliche Niederschläge erwartet, teilte das Umweltministerium mit. Auch in Zwickau und im Landkreis Leipzig riefen die Behörden den Katastrophenfall aus. In Zwickau brachten Helfer Menschen eines Ortsteils in Sicherheit. Das Wasser der Mulde war dort nur noch wenige Zentimeter von der Dammkrone entfernt. Im Vogtland lief die Talsperre Pirk über. In Grimmas Altstadt standen Straßen unter Wasser. „Rund 2000 Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden“, sagte eine Stadtsprecherin. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte seinen Besuch in der Türkei ab.

Auch in Sachsen-Anhalt gab es keine Entwarnung. An mehreren Pegeln an der Saale und der Weißen Elster gilt weiter die höchste Warnstufe 4. „Die Lage sieht vor allem bei Wetterzeube dramatisch aus. Hier droht an der Weißen Elster das höchste Hochwasser seit 1924“, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

Dramatischer Rettungseinsatz in Steinmauern, Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg mussten die Helfer zu mehr als 3000 Einsätzen ausrücken. In Reutlingen wurden am Sonntag zwei Menschen vermisst – sie könnten in die Echaz, einen Neckarzufluss, gefallen sein. Im Stadtgebiet lief eine Tiefgarage voll Wasser. Im Nachbarort Gönningen trat die Wiezaz über die Ufer und überschwemmte die Produktionsanlagen einer Firma, eine Schule und eine Turnhalle.

Dramatische Szenen in Steinmauern bei Rastatt: Eine 29-Jährige war laut Polizei mit ihrem voll besetzten Auto trotz Straßensperre ins Hochwasser von Murg und Rhein gefahren. Der Wagen wurde von der Fahrbahn gespült, verfing sich aber in Bäumen. Die vier Insassen retteten sich aufs Dach. Beim Rettungsversuch kenterte ein Boot der Feuerwehr. Alle zehn beteiligten Personen fielen ins Wasser, konnten aber gerettet werden. Nach Angaben von Rettungskräften und Polizei trat auch der Neckar bei Tübingen über die Ufer.

Weite Strecken von Rhein, Main und Neckar für Schifffahrt gesperrt

Auf weiten Strecken von Rhein, Main und Neckar wurde die Schifffahrt wegen des Hochwassers gestoppt. Am Mittelrhein wurden weitere Überschwemmungen erwartet. Am Sonntagabend dürfte der Schiffsverkehr eingestellt werden, schätzte das Hochwasserzentrum Mainz. Schon zuvor mussten Schiffsführer langsamer und weiter entfernt vom Ufer fahren. Erst am Dienstag dürften die Wasserstände dort ihren Höhepunkt erreichen. Auch auf dem Rhein zwischen der Schweiz und Frankreich sowie Deutschland war am Sonntag jeglicher Schiffsverkehr untersagt. In der Schweizer Rheinmetropole Basel forderte der Krisenstab die Bevölkerung auf, sich nicht in die unmittelbare Nähe des Rheinufers zu begeben.

Bundeswehr unterstützt in den besonders stark betroffenen Regionen

Zur Unterstützung der besonders betroffenen Hochwasser-Regionen bereitet die Bundeswehr einen Einsatz in den Bundesländern Bayern, Sachsen und Thüringen vor. Die für die Koordination der Hilfe zuständigen Landeskommandos in München, Dresden und Erfurt seien alarmiert und stellten derzeit ihre Einsatz-Kontingente zusammen, teilte die Bundeswehr in Berlin mit. Die Einsätze in den Hochwasserregionen werden zentral durch das Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr in Berlin geleitet.

In Berchtesgaden in Bayern würden 100 Soldaten als „helfende Hände“ im Kampf gegen das Hochwasser eingesetzt, teilte das Bundesverteidigungsministerium in Berlin mit. Auf Anfrage des Landes Sachsen kämen Soldaten auch den Bewohnern in der Region Glauchau im Landkreis Zwickau zur Hilfe. Im bayerischen Bischoffswiesen und in Straubing unterstütze die Bundeswehr die Einsatzkräfte durch Bereitstellung von Unterkünften und Verpflegung, und in Bad Reichenhall stelle die Bundeswehr warme und trockene Bekleidung für Evakuierte zur Verfügung.

Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den vom Hochwasser am stärksten betroffenen Ländern die Unterstützung der Bundesregierung zugesagt und den Einsatz der Bundeswehr angeboten. Wie ein Regierungssprecher am Sonntag mitteilte, telefonierte die Kanzlerin mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und mit Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU). Die Bundesregierung stehe in ständigem Kontakt mit den betroffenen Ländern. Seehofer will sich am Montag an Brennpunkten des Hochwassergeschehens, insbesondere in Passau, über die aktuelle Lage informieren.

Dramatische Situation in Österreich, Entspannung in der Schweiz

Bislang gab es durch Überflutungen in Österreich mindestens einen Toten. Zwei weitere von Wassermassen mitgerissene Menschen wurden bis zum späten Sonntagabend noch vermisst. Prekär war die Lage unter anderem in der Wachau, wo die Altstadt von Melk teilweise von der Donau überflutet wurde. In der Wachau rechnet der Katastrophenschutz mit einem Donau-Pegel von bis zu elf Metern. Beim August-Hochwasser 2002 waren 10,90 Meter gemessen worden.

Die Polizei ordnete unter anderem in Klosterneuburg und Kritzendorf, rund 20 Kilometer nördlich von Wien, Evakuierungen an. Aus Sicherheitsgründen musste dort wie auch in anderen Ortschaften der Strom abgeschaltet werden. Im ganzen Land waren Hunderte Feuerwehren und Tausende freiwillige Helfer im Einsatz.

Wie in Österreich wurden auch in der Schweiz etliche Straßen durch Hangrutsche und Überschwemmungen unbefahrbar. In der Eidgenossenschaft mussten ebenfalls Bewohner mehrerer Ortschaften in Sicherheit gebracht werden. Allerdings stabilisierte sich die Lage in der Schweiz, nachdem am Sonntagmorgen die Regenfälle aufgehört haben. Gegen Abend meldeten die meisten Kantone eine Entspannung der Hochwassersituation.

Tschechische Regierung ruft den Notstand aus

Die Regierung in Prag rief am Abend den Notstand aus. Die Maßnahme in Tschechien gelte in allen Regionen mit Ausnahme der Region Pardubice, sagte Ministerpräsident Petr Necas im Tschechischen Fernsehen. Beim Einsturz eines Wochenendhauses bei Prag starben zwei Menschen. An zwei Flüssen in Böhmen wurden drei Wassersportler vermisst. Die Polizei musste die Suche nach ihnen wegen der Wassermassen abbrechen.

„Wir haben noch eine sehr kritische Nacht und einen kritischen Morgen vor uns“, warnte der Regierungschef. Die Mitte-Rechts-Regierung stellte umgerechnet 11 Millionen Euro sowie bis zu 1000 Soldaten zur Bekämpfung der Fluten zur Verfügung. An mehr als 50 Orten Tschechiens galt die höchste Warnstufe 3. In Polen kam es vor allem in Südwesten des Landes zu Überschwemmungen.

Wetteraussichten

Trotz der dramatischen Hochwasserlage in vielen Regionen nähert sich der Sommer. Der Dauerregen im Süden und Osten Deutschlands lässt im Laufe des Montags langsam nach, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Dennoch sehen Experten die Hochwassergefahr noch lange nicht gebannt.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/ueberschwemmungen-nach-dauerregen-katastrophenalarm-in-bayern-thueringen-und-sachsen-1.1685706

Überschwemmungen nach Dauerregen

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Bayern, Sachsen, Thüringen

 Katastrophenalarm in Bayern, Thüringen und Sachsen

Flüsse überfluten Straßen, ganze Ortschaften werden evakuiert, Dämme und Schleusen halten dem Hochwasser nicht stand. Die Rettungskräfte sind im Dauereinsatz – und kommen doch nicht gegen die extremen Regenfälle an. Jetzt kommt die Bundeswehr den überschwemmten Gebieten zu Hilfe.

Die Hochwasserlage ist im Süden und Osten Deutschlands, sowie in den Nachbarländern mittlerweile dramatisch. Mehrere Städte und Landkreise in Bayern, Thüringen und Sachsen riefen Katastrophenalarm aus. Die Bundeswehr bereitete sich auf Hilfseinsätze vor. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sicherte den vom Hochwasser am stärksten betroffenen Ländern die „volle Unterstützung“ zu. In Tschechien und Österreich kamen drei Menschen ums Leben – mehrere weitere werden noch vermisst.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/ueberschwemmungen-nach-dauerregen-katastrophenalarm-in-bayern-thueringen-und-sachsen-1.1685706

Katastrophenalarm zum Sommeranfang

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Zentrale der Deutschen Fluthilfe

 

Sandsäcke statt Sommersonne: Die Hochwasserlage hat sich im Süden und Osten Deutschlands dramatisch zugespitzt, mehrere Städte und Landkreise riefen Katastrophenalarm aus. Städte sind überschwemmt, Menschen werden evakuiert, die Bundeswehr hilft. Und es regnet weiter.

Die Hochwasserlage hat sich im Süden und Osten Deutschlands dramatisch zugespitzt. Mehrere Städte und Landkreise in Bayern, Thüringen und Sachsen riefen Katastrophenalarm aus. Die Bundeswehr bereitete sich auf Hilfseinsätze vor. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) sicherte den vom Hochwasser am stärksten betroffenen Ländern die «volle Unterstützung» zu. Die Lage im Überblick.

Hochwasser in Bayern: Katastrophenalarm in Passau

Tagelanger Dauerregen und anschwellende Flusspegel überfordern die Einsatzkräfte in Passau und Rosenheim. Die beiden bayerischen Städte riefen am Sonntag Katastrophenalarm aus. In Passau rechnen die Einsatzkräfte damit, dass der Pegel der Donau bis zum Abend auf etwa 10,50 Meter steig

Auch der Inn, der in Passau in die Donau fließt, bereite zunehmend Probleme und schwelle stark an. Neben Teilen der Altstadt sind die Bundesstraßen 388 und 12 überspült, viele Häuser in Passau waren nur noch über Stege erreichbar. Die Stadt bat um Unterstützung der Bundeswehr. Rosenheim meldete Probleme mit dem Fluss Mangfall.

Hochwasser in Sachsen: Grimma evakuiert, Katastrophenalarm in Chemnitz

Katastrophenalarm gab es auch in der Stadt Chemnitz: Der gleichnamige Fluss trat über die Ufer und überschritt kurzzeitig die Schwelle der Hochwasser-Alarmstufe 4. Für die Zwönitz galt bereits die höchste Alarmstufe. Auch in Zwickau und im Landkreis Leipzig riefen die Behörden den Katastrophenfall aus. In Zwickau begann die Evakuierung eines Ortsteils. Das Wasser der Mulde war dort nur noch wenige Zentimeter von der Dammkrone entfernt.

In Sachsen wurden vor allem im mittleren und westlichen Erzgebirge am Sonntag weiter erhebliche Niederschläge erwartet. Mittlerweile seien auch die Rückhalteräume einiger Talsperren nahezu ausgelastet. In der sächsischen Kleinstadt Grimma blieb die Nacht ruhig, doch am Sonntag stieg der Pegelstand der Mulde wieder an. Am Mittag ordneten die Behörden Evakuierungen an.

Hochwasser in Thüringen: Greiz wird evakuiert

Die Hochwasserlage in Ostthüringen spitzt sich dramatisch zu. Der Landkreis Greiz hat am Sonntagnachmittag Katastrophenalarm ausgelöst und mit ersten Evakuierungen in der Stadt Greiz und dem nahen Ort Berga begonnen. Bis dahin kletterte der Pegelstand der Weißen Elster in Greiz bereits auf 4,50 Meter. Ab einem Wasserstand von 5 Metern könne eine Überflutung der Greizer Neustadt nicht mehr verhindert werden, teilte der Krisenstab des Landratsamtes mit. Diese Höhe könnte der Fluss schon am späten Nachmittag erreichen. Wegen der starken Regenfälle drohen mehrere Talsperren im sächsischen Vogtland überzulaufen und die Weiße Elster neben dem Regen zusätzlich zu füllen.

Auch im Altenburger Land haben erste Evakuierungen rund um die Pleiße begonnen. Betroffen sind die Orte Gößnitz, Nobitz, Lehndorf, Saara, Windischleuba und Treben, wie das Landratsamt mitteilte. Im Trebener Ortsteil Serbitz droht ein Damm zu brechen, alle 150 Einwohner wurden in Sicherheit gebracht.

«Die Situation ist deutlich ernster als beim Hochwasser 2002», sagte der Leiter des dortigen Katastrophenschutzamtes, Ronny Thieme, laut einer Mitteilung. Für die Bewohner der überschwemmungsgefährdeten Gebiete in Ostthüringen wurden am Sonntagnachmittag Notunterkünfte eingerichtet. Alle anderen Einwohner wurden vom Krisenstab gebeten, in ihren Wohnungen zu bleiben, um die Wege für Hilfsdienste freizuhalten.

Hochwasser in Sachsen-Anhalt: Höchster Wasserstand seit 1924

Auch in Sachsen-Anhalt blieb die Hochwasserlage kritisch. An mehreren Pegeln an der Saale und der Weißen Elster gilt weiter die höchste Warnstufe 4. «Die Lage sieht vor allem bei Wetterzeube dramatisch aus. Hier droht an der Weißen Elster das höchste Hochwasser seit 1924», sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

Hochwasser in Baden-Württemberg: Zwei Menschen vermisst

In Baden-Württemberg trat auch der Neckar bei Tübingen über die Ufer. In Reutlingen wurden am Sonntag zwei Menschen vermisst – sie könnten in die Echaz, einen Neckarzufluss, gefallen sein. Im Stadtgebiet lief eine Tiefgarage voll Wasser. Im Nachbarort Gönningen trat die Wiezaz über die Ufer und überschwemmte die Produktionsanlagen einer Firma, eine Schule und eine Turnhalle.

Rhein: Schiffsverkehr gestoppt

Auf weiten Strecken von Rhein, Main und Neckar war die Schifffahrt wegen des Hochwassers schon am Samstag gestoppt worden. Am Mittelrhein wurden weitere Überschwemmungen erwartet. Am Sonntagabend dürfte der Schiffsverkehr eingestellt werden, schätzte das Hochwasserzentrum Mainz. Schon zuvor mussten Schiffsführer langsamer und weiter entfernt vom Ufer fahren. Erst am Dienstag dürften die Wasserstände dort ihren Höhepunkt erreichen. Auch auf dem Rhein zwischen der Schweiz und Frankreich sowie Deutschland war am Sonntag jeglicher Schiffsverkehr untersagt.

Österreich und Schweiz: ein Toter

In Österreich und der Schweiz hielt das Hochwasser Tausende Katastrophenhelfer in Atem. In beiden Alpenländern wurden Straßen und Eisenbahnlinien überflutet oder von Hangrutschen unterbrochen. Besonders stark betroffen war der an Bayern grenzende Innkreis in Österreich. Die Ortschaft Ettenau wurde evakuiert, nachdem die Salzach über die Ufer getreten war. In St. Johann im Pongau (Bundesland Salzburg) wurden drei Arbeiter von einem Murenabgang überrascht. Einer von ihnen wurde mitgerissen und starb.

In Tschechien droht die Moldau nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage, die Prager Altstadt zu überfluten.

http://www.news.de

Deggendorf Hochwasser steigt weiter

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Deggendorf

Längst ist der Katastrophenfall in Deggendorf ausgerufen worden. Doch die Behörden befürchten, dass sich die Lage weiter verschärft. Schon jetzt werden Rekordstände gemeldet.

Video

Quelle: br.de

Land unter – Hochwasser in Franken

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

Der anhaltende Regen sorgte am Wochenende (1./2. Juni 2013) vielerorts für „Land unter“ bei uns in Franken. An einem Tag kam soviel Wasser von oben wie sonst in einem ganzen Monat. Eine Bilanz aus Franken.

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/frankenschau/hochwasser-franken-100.html

Quelle: br.de

Ernteausfall droht Wasserschäden im Knoblauchsland

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Bayern

Seit Wochen kaum Sonne und jetzt auch noch Dauerregen – die Bauern sehen ihre Ernte in Gefahr. Beim Spargel gibt es 60 Prozent Ernte-Ausfälle. Im Nürnberger Knoblauchsland ist bereits ein Fünftel der Gemüsepflanzen ertrunken.

Beitrag dazu

Quelle: br.de

Dauerregen – Hochwasser in Sachsen

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Sachsen

Auch in Dresden und Umgebung steigen die Pegel weiter. In Chemnitz besteht Katastrophenalarm. In Zwickau und im Kreis Leipzig gilt die höchste Hochwasser-Warnstufe 4. Jürgen Hänig, Dresden

http://www.br.de/nachrichten/hochwasser-in-sachsen-100.html

Quelle: br.de

Jahrhundert-Hochwasser

Veröffentlicht: Juni 2, 2013 von fluthelfer in Passau

http://www.br.de/nachrichten/dauerregen-passau-hochwasser-102.html

Quelle: br.de