Archiv für Mai, 2013

Dauerregen – Hochwasser in Ostbayern

Veröffentlicht: Mai 31, 2013 von fluthelfer in Bayern

Regenfälle haben die Pegelstände der Flüsse in Niederbayern und der Oberpfalz ansteigen lassen. Es gab erste Überschwemmungen. Betroffen sind Teile des Kurparks von Bad Kötzting. Sandra Siegmund, BR

http://www.br.de/nachrichten/hochwasser-ostbayern-dauerregen-100.html

Quelle: br.de

Die Lage am Main – Hochwasser in Würzburg

Veröffentlicht: Mai 31, 2013 von fluthelfer in Bayern

Die Schifffahrt auf dem Main stand wegen der hohen Pegelstände weitgehend still. Die Behörden rechnen damit, dass auf dem gesamten Fluss zwischen Bamberg und Aschaffenburg bald nichts mehr geht. Eva-Maria Herbert, BR

http://www.br.de/nachrichten/hochwasser-wuerzburg-dauerregen-100.html

Quelle: br.de

 

Umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und Keller voller Wasser: Unwetter mit kräftigem Regen haben Feuerwehr und Polizei viel Arbeit beschert. Und noch ist kein Ende des Regenwetters in Sicht.

Unwetter mit starkem Regen haben vielerorts in Deutschland zu Überschwemmungen geführt. «Solche Regenfälle sind schon extrem und selten», sagte Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach. «Viele Flüsse traten über die Ufer.»

Der regenreichste Ort Deutschlands war Sankt Englmar in Bayern, wo von Sonntag- bis Montagmorgen 97 Liter pro Quadratmeter fielen. Normal sei ein Wert von 73 Litern für den gesamten Monat Mai. Heftige Niederschläge gab es auch in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen oder Thüringen.

Es drohen erneut Überschwemmungen

Nach dem kühlen Schmuddelwetter der vergangenen Tage erwartet der DWD an diesem Dienstag zwar einen kurzen Lichtblick. In den nächsten Tagen kommen aber wieder Schauer und Gewitter auf. Im Laufe der Woche drohen weitere Überschwemmungen. In Niedersachsen zum Beispiel fürchten Experten, dass die Pegelstände bis Mittwoch steigen.

Dort waren am Montag Tausende Feuerwehrleute und andere Hilfskräfte im Dauereinsatz. Wegen der Unwetter waren Keller vollgelaufen und Bäume umgestürzt. Außerdem beschäftigte der Kampf gegen Hochwasser die Helfer: In Hildesheim zum Beispiel trat die Innerste über die Ufer, so dass Häuser mit Tausenden von Sandsäcken gesichert werden mussten. In Bad Grund im Südharz bedrohten Wassermassen ein Altenheim.

Die Bahnstrecke zwischen Bad Grund-Gittelde und Herzberg am Harz wurde gesperrt, weil Wasser das Gleisbett unterspült hatte. Auf der B 244 im Kreis Gifhorn ignorierte ein Autofahrer eine Absperrung, geriet auf der überfluteten Fahrbahn ins Schleudern und rutschte in einen Graben voller Wasser.

Erhöhte Alarmstufe in Thüringen

Im Norden von Hessen fuhr ein Regionalzug bei Morschen gegen einen umgestürzten Baum. Der Lokführer kam mit Kopfverletzungen in ein Krankenhaus, wie die Bundespolizei mitteilte. Die 100 Reisenden in der Bahn blieben unverletzt. Im nahe gelegenen Melsungen überfluteten die Wassermassen die Innenstadt. Die nahe Abfahrt von der Autobahn 7 wurde kurzzeitig gesperrt. In Wehrheim im Hochtaunuskreis fiel der Strom aus, nachdem Bäume auf die Leitungen gefallen waren.

In Thüringen stiegen die Wasserstände vieler Flüsse weiter, Straßen wurden gesperrt. Am Pegel der Gera bei Erfurt-Möbisburg galt am Montagnachmittag die höchste Alarmstufe drei, wie die Landesanstalt für Umwelt und Geologie auf ihrer Internetseite vermeldete. Die Alarmstufen zwei bestanden weiterhin an der Ulster in Unterbreizbach und der Ilm bei Mellingen.

In Teilen des Thüringer Waldes fielen in zwei Tagen bis zu 65 Liter Regen pro Quadratmeter. Das war laut Wetterdienst fast die gesamte Niederschlagsmenge für den Monat Mai. In Elxleben rutschte eine 79-Jährige mit ihrem Auto in einen Bach – sie erlitt einen Schock und musste behandelt werden.

Auch Italien und Spanien betroffen

Auch im Norden von Bayern traten Flüsse und Seen über die Ufer. Im Donaugebiet waren vor allem im Einzugsgebiet des Flusses Regen sowie vereinzelt auch am Oberlauf der Altmühl und entlang der Naab Straßen überflutet. Wie der Hochwassernachrichtendienst in Augsburg mitteilte, stiegen auch in Cham in der Oberpfalz die Pegel.

In Sachsen-Anhalt hatte es vor allem im Harz stark geregnet. Wie eine Sprecherin des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft in Magdeburg sagte, sei an Saale, Weißer Elster und Unstrut weiterhin mit steigenden Wasserständen zu rechnen.

Selbst in Teilen Spaniens hoffen Urlauber vergebens auf Sonne und Wärme. Auf der Ferieninsel Mallorca war bei Schauerwetter mit Temperaturen unter 20 Grad an Sonnenbaden nicht zu denken. In den anderen Urlaubsorten entlang der Mittelmeerküste war es am Montag zwar überwiegend trocken, aber kühler als sonst in dieser Jahreszeit.

Auch in Italien waren die Temperaturen niedriger als für diese Jahreszeit üblich. Vor allem im Norden war es kalt und regnerisch, in einigen Orten gab es in den vergangenen Tagen Erdrutsche und Überschwemmungen. Auch in Urlaubsregionen wie der Toskana sowie auf Sardinien sollte es regnen und in den Alpen erneut schneien.


zij/news.de/dpa

 

Behörden warnen – Hochwasser in Nordbayern

Veröffentlicht: Mai 26, 2013 von fluthelfer in Bayern

 

Nach starken Regenfällen am Sonntag haben die Behörden vor Hochwasser in einzelnen Regionen Nordbayerns gewarnt.

In den Landkreisen Coburg und Bamberg seien bereits vereinzelt Bäche und Flüsse über die Ufer getreten und hätten neben Wiesen und Ackerflächen auch Ortsverbindungsstraßen überflutet, berichtete das Landesamt für Umwelt am Sonntag auf seiner Internetseite. Hier habe das Hochwasser bereits die Meldestufe zwei erreicht.

In den Landkreisen Regenburg und Bad Kissingen müsse damit im Laufe des Sonntags oder in der Nacht zum Montag gerechnet werden. Der Wetterdienst hatte vor allem für das nördliche Unterfranken, Oberfranken und Teile Ostbayerns am Sonntag wegen starker Regenfälle eine Unwetterwarnung ausgegeben.

Quelle: br.de

Ein bisschen Sahara in Gartow

Veröffentlicht: Mai 17, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

Anwohner sauer über Lehmtransporte für den Deichbau

bp Gartow. Der Deichbau in Gartow wirbelt immer wieder reichlich Staub auf. Zuletzt, weil viele das jüngst entstandene Bauwerk an der Seege-Brücke als hässlich empfinden und die Fällung von Bäumen kritisierten.

Doch in dieser Woche hat der Deichbau Staub im ganz wortwörtlichen Sinne aufgewirbelt. Denn für den Deichbau wird Auelehmboden gebraucht, den Lastwagen aus dem südlichen Elbholz anliefern. Einiges der Ladung fiel dabei auf die Hauptstraße. Wegen des warmen und trockenen Wetters am Mittwoch und Donnerstag wirbelte jeder durch die Hauptstraße fahrende Laster die Erde wieder auf. Nicht ohne Folgen, heißt es von Helmut Krabusch, dem Inhaber der Rosen-Apotheke: »Menschen müssen das einatmen und bekommen die Wolken in die Augen gepustet.» Resultat sei, dass einige seiner Kunden über Augenbrennen und Atembeschwerden geklagt hätten. »Das ist eine große Belästigung, vor allem, weil Lkw und Trecker hier mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit durch den Ort brettern, mir kommt das hier vor wie die Einfahrt zu einem Steinbruch», sagt Krabusch. Seine Frau habe die Vorgänge mit einer Videokamera gefilmt und sei daraufhin von Arbeitern bedroht worden.

Auch in anderen Geschäften an der Gartower Hauptstraße ärgert man sich über die Verschmutzung der Straße. Besonders ärgerlich ist Gisela Herrmann, die dort eine Praxis für medizinische Fußpflege betreibt. »Wir leiden hier unter den drei bis vier Meter hohen Staubwolken, sind hilf- und machtlos», sagt sie. Aus ihrer Sicht seien diese Vorgänge Sachbeschädigung. »Ich habe gerade die Scheiben putzen lassen, weil Pfingsten vor der Tür steht – jetzt ist alles total dreckig», klagt Herrmann. Entlang der Straße könne sie nur mit Mundschutz oder mit einem vor das Gesicht gedrückten Schal laufen.

Und auch im Gartower Bioladen nimmt man den Ärger über den Dreck wahr: »Kaum ein Kunde, der nicht reinkommt und darüber klagt», berichtet Mitarbeiter Ulrich Christen. Die »deutliche Belästigung» sei um Pfingsten herum und zur KLP besonders ärgerlich. Christen spricht vom »schlechtesten Zeitpunkt, den man sich dafür überhaupt aussuchen kann».

Über einen »unglücklichen Zeitpunkt» spricht auch Gartows Samtgemeindebürgermeister Friedrich-Wilhelm Schröder (CDU). Kaum sei er am Mittwoch im Büro gewesen, da hätten ihn auch schon die ersten Anrufe und Beschwerden erreicht. »So extrem war es noch nie, obwohl wir schon viel in Sachen Deichbau erlebt haben», sagt Schröder, Kleibrocken seien bis auf den Gehweg geschleudert worden. Regne es, so bestehe die Gefahr, dass sich der Dreck »in eine Art Spiegeleis» verwandle. Die Baufirma tue aus seiner Sicht allerdings alles, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Schröder betont, dass nicht die Samtgemeinde, sondern der Deich- und Wasserverband Träger der Deichbauarbeiten sei. Dessen Vorsteher Ulrich Flöter spricht zwar von einem »Chaos» und einer »wirklichen Katastrophe», durch die man jetzt aber leider durch müsse. Er verweist aber an den Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der die Bauleitung übernommen hat.

Deren Sprecherin Herma Heyken bedauert die Unannehmlichkeiten für die Gartower, betont aber auch, dass die Einwohner der Gemeinde vom Deichbau profitieren würden, da der Schutz vor Hochwasser sichergestellt werde. Wegen der engen Bebauung sei keine alternative Transportstrecke möglich gewesen. »Das verhältnismäßig trockene Wetter begünstigt die Staubentwicklung zusätzlich», so Heyken. Das NLWKN steuert allerdings gegen: Mehrmals täglich werden die Straßen gefegt, ein Nasskehrwagen ist im Einsatz, die Gehsteige soll heute ein Reinigungsgerät säubern.

Heute gegen 14 Uhr stellt die Baufirma ihre Arbeiten ein, anschließend säubert der Nasskehrwagen noch einmal die Straßen. »Nach derzeitigem Stand sind die Lehmtransporte am kommenden Mittwoch abgeschlossen», so Heyken.

Quelle: ejz.de

Veröffentlicht: Mai 3, 2013 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg

400000 Euro für Hochwasserschutz

Umweltminister gibt Zuschüsse für Investitionen frei

lr Gartow. Das Land Niedersachsen investiert in diesem Jahr 14,7 Mio. Euro in den Hochwasserschutz im Binnenland.

Davon stammen 8,7 Mio. Euro aus der Finanzierung von Bund und Land (Gemeinschafts- aufgabe) und 6 Mio. Euro von der EU. Insgesamt fördert das Land 43 Projekte, davon drei im Landkreis.

Nachdem Lüchow-Dannenberg in den zurückliegenden Jahren Millionen-Beträge – vor allem aus dem Aufbaufonds des Hochwassers 2002 – erhalten hatte, gibt das Umweltministerium (MU) in diesem Jahr an die Deichverbände aus Lüchow-Dannenberg nur gut 400000 Euro an frischem Geld – so wenig wie schon seit Jahren nicht mehr. Den größten Posten erhält der Gartower Deich- und Wasserverband, und zwar 340000 Euro. Damit werden die Bauarbeiten am linksseitigen Seegedeich fortgesetzt.

50000 Euro zahlt das MU für Planungskosten an den Dannenberger Deich- und Wasserverband. Mit dem Geld soll eine »konzeptionelle Vorplanung» für die Elbdeiche finanziert werden, denn beim Januar-Hochwasser 2011 hatte sich mehr als deutlich gezeigt, dass der Elbdeich zwischen Damnatz und Hitzacker abschnittsweise deutlich zu niederig ist.

Auch der Einstieg in den Hochwasserschutz in Neu Darchau und am Kateminer Mühlenbach wird vom Umweltministerium unterstützt. Das Geld geht an die Samtgemeinde Elbtalaue, die die Planungen schnellstens anschieben will. Aber: Hatte das Umweltministerium bislang die Planungskosten solcher Variantenuntersuchungen zu 100 Prozent finanziert, so erhält die Samtgemeinde in diesem Fall von den beantragten 25000 Euro nur 70 Prozent als Zuschuss, also 17500 Euro.

Für den Jeetzeldeichverband, der für die Fortsetzung seiner genehmigten Baumaßnahmen ebenfalls Finanzbedarf angemeldet hatte, hat das Umweltministerium keine neuen Mittel für 2013 zugesagt. Die Bauarbeiten, die für dieses Jahr geplant waren, müssen nun mit Restmitteln, die im Jahr 2012 wegen eines Personalengpasses beim Niedersächsischen Landes- betrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz nicht ausgegeben werden konnten, finanziert werden.

Quelle: ejz.de