Vor Hochwasser in Zukunft geschützt

Veröffentlicht: August 22, 2012 von fluthelfer in Hitzacker
Schutzbauten für 69 Millionen Euro

as Hitzacker. Eine schlimme Hochwasserflut, wie sie im Jahr 2002 die Stadtinsel heimsuchte, wird es in der Elbestadt – nach heutigen Prognosen – nicht mehr geben. »Wir sind froh und stolz, dass Hitzacker so einen Hochwasserschutz erhalten hat, mit Schöpfwerk, einer schönen Promenade mit der Schutzwand und dem Sielbauwerk», unterstreicht Hitzackers Bürgermeis-ter Holger Mertins.

Dadurch werde nun die Stadt vor künftigen Flutereignissen geschützt; so wie es im Januar 2011 für alle Bewohner erlebbar war, als die aufgestellten Aluwandaufbauten das Eindringen des Elbwassers in die Stadt verhinderte.

Der Bürgermeister nimmt den Rückblick zum Anlass, allen Helferinnen und Helfern noch einmal Dank für ihren un- eigennützigen Einsatz auszusprechen. »Das ist nicht alles selbstverständlich.» Er erinnert an die vielen spontanen Geld-spender und -sammler, die die Hilfebedürftigen auf der Insel in ihrer Not unterstützt hatten.

Schon ein halbes Jahr vor dem Jahrhunderthochwasser war der Schutz vor Fluten an der Jeetzel ein ernstes Gesprächsthema, ergänzt Peter Hildebrandt, Geschäftsführer der Deichverbände in Lüchow-Dannenberg. Damals habe der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im Auftrag des Jeetzeldeichverbandes ein Variantenmodell vorgelgt, durch welche Bauprojekte die ermittelten Deichminderhöhen an der Jeetzel ausgeglichen würden.

Unmittelbar nach dem Jahrhunderthochwasser sei die Debatte über den gemeinsamen Schutz der Jeetzelniederung samt Hitzacker unter dem Eindruck der Schäden sofort weitergeführt worden. »Da ging es gleich um den Standort des Schöpfwerkes, ob es eher bei Lüggau oder an der Jeetzelmündung in Hitzacker gebaut werden soll», erinnert Hildebrandt.

Der Startschuss für den Bau des Hochwasserschutzes an Jeetzel und Elbe sei am 22. Oktober 2002 im Gildehaus in Lüchow gefallen. Dort hatten sich die Bezirksregierung, der Landkreis, der NLWKN, die Deichverbände und der Kreisverband der Wasser- und Bodenverbände geeinigt. Seitdem sind Schöpfwerk, Sielbauwerk und Schutzwand in Hitzacker sowie 55 km neue Deichverteidigungsweg an der Jeetzel gebaut worden – Kosten 69 Mio. Euro – ohne direkte finanzielle Beteiligung der Betroffenen.

Quelle: ejz.de

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