Archiv für August 2, 2012

Die Jahrhundertflut – 10 Jahre danach

Veröffentlicht: August 2, 2012 von fluthelfer in Thüringen

Im August erinnert das MDR THÜRINGEN JOURNAL an die Ereignisse während der Jahrhundertflut in Mitteldeutschland vor zehn Jahren. Hier ein Überblick über die geplanten Beiträge.

Montag, 06.08.2012 | 19:00 Uhr

Talsperre Windischleuba

Damals wie heute ist sie ein besonderer Fall: Die Talsperre an der Pleiße liegt auf Thüringer Gebiet, gehört aber der sächsischen Talsperrenverwaltung. Im April 2002 war eine Instandsetzung vom Thüringer Umweltministerium abgesegnet worden – samt Kostenbeteiligung. Aber das Hochwasser im Sommer kam, ehe die Arbeiten beginnen konnten.

Dienstag, 07.08.2012 | 19:00 Uhr

Sonneberg: Zehn Jahre nach der Flut

Sonneberg und Eisfeld in Südthüringen eröffnete im Jahr 2002  die Hochwasser-Saison schon im Januar – als die Jahrhundertflut im Sommer an Pleiße und Elbe wütet, da wußten die Südthüringer schon: Es ist vieles nicht geregelt bei der Schadensfinanzierung. Sie beklagen damals, es dauere zu lange, das Flüsschen Röthen und die Werra gegen neue Hochwasser zu schützen. Während in Sonneberg bisher einiges für den  Hochwasserschutz getan worden ist, warten die Eisfelder nach 10 Jahren immer noch darauf, dass die Werra hochwassersicher umgebaut wird. Doch die Zeit drängt, denn die Mittel drohen zu verfallen. Was ist seither passiert?

http://www.mdr.de/thueringen-journal/video70780.html

Mittwoch, 08.08.2012 | 19:00 Uhr

Gößnitz: Wie sicher ist die Pleiße-Aue?

Im Sommer 2002 wurden in Gößnitz Wohnhäuser, ein Kindergarten und eine Auto-Großlager vom Hochwasser überflutet. Nach den Millionen-Schäden wurden Millionen investiert. Was haben diese Investitionen gebracht?

http://www.mdr.de/thueringen-journal/video70944.html

Donnerstag, 09.08.2012 | 19:00 Uhr

Hochwasser im Eichsfeld

Im August 2002 gab es auch im Eichsfeld Hochwasser. In Kirchohmfeld gab es riesige Schäden. Wir blicken zurück.

http://www.mdr.de/thueringen-journal/video71108.html

Freitag, 10.08.2012 | 19:00 Uhr

Wie funktioniert das Hochwasser-Warnsystem in Thüringen?

Die Umweltbehörden in Thüringen sind in den vergangenen zehn Jahren neu organisiert worden. Geblieben ist die Hochwasser-Warnzentrale in der TLUG. Wie schnell kann sie heute warnen?

http://www.mdr.de/thueringen-journal/video71282.html

Sonnabend, 11.08.2012 | 19:00 Uhr

Serbitz: Wann kommt die Schutzmauer

Ein Deichbruch bedrohte während der Flut im Sommer 2002 die Ortschaft Serbitz. Mittlerweile gibt es einige Kilometer nördlich, in Sachsen, ein Auffangbecken. Doch wenn das voll ist, flösse das Wasser wieder nach Serbitz. Denn der lange geplante Bau einer Schutzmauer ist gerade gestoppt worden.

Sonntag, 12.08.2012 | 19:00 Uhr

Treben: Die Kita-Chefin erinnert sich

In Treben wurde vor zehn Jahren ein gerade sanierter Kindergarten überflutet. Die damalige Chefin der Einrichtung erinnert sich im Gespräch mit dem MDR an die Ereignisse – auch an die Welle der Hilfsbereitschaft, von der die Kita bis heute profitiert.

Quelle: mdr.de

 

Angst vor einer Überschwemmung

Veröffentlicht: August 2, 2012 von fluthelfer in Hochwasserschutz, NRW

Der Wenigerbach in Seelscheid soll renaturiert werden: Anwohnerin Ute Weitner macht das Sorgen, denn ihr Grundstück grenzt direkt an den Bach. Sie fürchtet, dass ihr Grundstück bei Dauerregen überflutet wird.

 

Um die geplante Renaturierung des Wenigerbaches in Seelscheid gibt es nach dem Planfeststellungsbeschluss weiterhin Streit. So fürchtet die Anwohnerin Ute Weitner, dass ihr Grundstück künftig bei Dauerregen überflutet wird. Es schließt flussabwärts an jenen Bachabschnitt an, der freigelegt werden soll. Der Wenigerbach ist dort recht schmal. „Schon jetzt steht das Wasser nach starkem Regen bis zum Rand der Wiese.“

Weitner erwartet, dass der Bach künftig regelmäßig über die Ufer tritt, ja vielleicht bis zu ihrem Haus hochsteigt. „Ich bin nicht grundsätzlich gegen die Renaturierung“, betont sie. Doch frage sie sich, „warum im Zuge der Maßnahme der Bach hier nicht einfach verbreitert werden kann, damit sich das Wasser nicht staut“.

Der Bach solle in den ursprünglichen Zustand versetzt und gerade nicht gelenkt werden, sagt dagegen Franz Lohre, Leiter der Gemeindewerke. Er bezieht sich auf eine Berechnung, nach der einer grundsätzlichen Verbesserung der hydraulischen Situation des Baches eine „leichte Erhöhung“ der Überflutungsgefahr für Weitners Grundstück gegenübersteht – bezogen auf ein 100-jähriges Regenereignis. Die Gefahr lasse sich mit einer Erhöhung der Uferwallung auf dem Grundstück kompensieren. Zudem verweist Lohre auf das Wasserhaushaltsgesetz: „Es ist allgemeine Sorgfaltspflicht des Gewässeranliegers, sich gegen Hochwasser zu schützen.“ Dennoch hätten die Gemeindewerke „angeboten, die Uferwallung nicht nur um 20, sondern um 50 Zentimeter zu erhöhen“. „Zusätzlich wollen wir einen Zufluss gegenüber dem Grundstück abschrägen, damit das Wasser von der anderen Seite besser abfließen kann.“

Weitner bezweifelt die Sicherheit des Walles und hält die Hochwassergefahr für erheblich, das habe ihr ein Gutachter privat bestätigt. „Die Gefahr entsteht erst durch die Maßnahme.“ Zudem ist sie verärgert, nicht zum Planfeststellungsverfahren gebeten worden zu sein, „obwohl der Gemeinde Einwände von uns schriftlich vorlagen“. Erst über das Ergebnis seien sie informiert worden. Vom Kreis heißt es, das Verfahren sei öffentlich bekannt gemacht, die Unterlagen vom 16. Mai bis 15. Juni offengelegt worden. Die Bürger hätten Gelegenheit gehabt, Bedenken einzureichen.

Quelle: ksta.de