Der Umweltminister packte mit an

Veröffentlicht: Januar 17, 2011 von fluthelfer in Hitzacker
Hochwasserschutzwand in Hitzacker im Beisein von Hans-Heinrich Sander innerhalb von nur fünfeinhalb Stunden aufgebaut

ab Hitzacker. Sowohl das Elbehochwasser als auch das in der Jeetzel könnten doch höher ausfallen, als noch vor einigen Tagen prognostiziert. Vorher-sagen schlössen das nicht ganz aus, meinten Vertreter des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Sonnabend in Hitzacker.

Für die Elbestadt werde es erst kritisch, wenn in der Jeetzel ein Wasserstand von 12,90 Meter über Normalnull (NN) und in der Elbe ein Wasserstand von bis zu 13,50 Meter über NN nicht gehalten werden könnten. »Aber soweit wird es wohl nicht kommen», ist NLWKN-Auf- gabenbereichsleiter Heiko War-necke optimistisch – zumal die Prognosen vergangener Jahre letztendlich nicht zugetroffen hätten. Das Wasser sei nicht so hoch wie befürchtet gestiegen.

In Hitzacker jedenfalls ist man gewappnet, Katastrophen wie sie die Hochwasser zuletzt 2002 und 2006 verursacht hatten, will man nicht wieder er-leben. Und so kam am Sonnabend zum ersten Mal die metallene Hochwasserschutzwand zum Einsatz – im Beisein des Niedersächsischen Umwelt- ministers Hans-Heinrich Sander (FDP). Auf einer Länge von 560 Metern montierten 40 Aktive der Feuerwehren Hitzacker, Harlingen, Wietzetze und Penkefitz die Dammbalken auf dem 1,20 Meter hohen, gemauerten Sockel. Das Ganze ist jetzt 2,70 Meter hoch. »Da dürfte nun nichts Unvorhergesehenes passieren», meinte NLWKN-Mit- arbeiter Warnecke.

Die Schutzwand, zuerst als Probeaufbau geplant, wurde innerhalb von nur etwa fünfeinhalb Stunden errichtet, sieben bis acht Stunden waren vorher für die Aktion veranschlagt worden. Das imponierte auch dem Umweltminister, der beim Aufbau der Mauer zeitweise selbst mit anpackte, nacheinander spontan mehrere Dammbalken schulterte, um sie dann den auf dem Sockel tätigen Freiwilligen zu reichen. Minister Sander ist zufrieden, dass der Hochwasserschutz für Hitzacker relativ schnell umgesetzt worden ist und betonte: »Wenn man das mit den Menschen vor Ort plant und realisiert, klappt es auch. Wenn etwas jedoch von oben angeordnet wird, ist die Gefahr des Scheiterns recht groß.»

Unter der Regie des Jeetzeldeichverbandes um Deichhauptmann Axel Schmidt hatten Mitarbeiter des Kreisverbandes der Wasser- und Bodenverbände am Freitag mit der Vorbereitung des Schutzwand-Aufbaus begonnen und die Elemente an die Promenade gefahren. Die Pumpen eins und zwei des Schöpfwerkes waren nacheinander abgestellt worden, parallel dazu wurden die Sieltore geschlossen. Die Hochwasserschutzwand, so Heiko Warnecke, bleibe so lange aufgebaut, bis die Hochwassergefahr für Hitzacker endgültig gebannt sei.

Quelle: ejz.de

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