Millionenschwerer Besuch

Veröffentlicht: Januar 6, 2011 von fluthelfer in Landkreis Lüchow-Dannenberg
Minister Hans-Heinrich Sander übergibt Baugenehmigung für Hochwasserschutz im Raum Lüchow

rg Hitzacker. Der Hochwasserschutz in der Lüchow-Dannenberger Jeetzelniederung ist im Niedersächsischen Umweltministerium Chefsache. Schon mehrfach kam Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) an die Jeetzel und an die Elbe, um sich dort über den Fortgang der Arbeiten an den Hochwasserschutzanlagen zu informieren oder – wie zuletzt – um einzelne Abschnitte in Betrieb zu nehmen.

Und auch sein gestriger Besuch in Hitzacker hatte mit dem Hochwasserschutz zu tun: Im neuen Schöpfwerk übergab der Umweltminister die Baugenehmigung für den dritten und damit letzten Planungsabschnitt des Hochwasserschutzes an der Jeetzel: den Bau von Deichverteidigungswegen, einem Düker und zwei Auslassbauwerken im Raum Lüchow. Es war ein millionenschwerer Besuch, den Sander dem Landkreis Lüchow-Dannenberg abstattete. Rund 8,5 Millionen Euro werden nämlich in diesen letzten Abschnitt fließen – Landesmittel, deren »Finanzierung gesichert ist», wie Sander vor Vertretern des Jetzeldeichverbandes (JDV), der Verwaltung und der Politik betonte. Dafür werden entlang der Jeetzel und des Lübelner Mühlenbachs rund neun Kilometer Deichverteidigungswege inklusive zweier Brücken entstehen und einige Deichabschnitte aufgestockt. Ein Düker sowie zwei Auslassbauwerke sind bereits fertiggestellt: Sie duften vor der eigentlichen Baugenehmigung errichtet werden, da sie nach Ansicht des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) unstrittig seien.

Nicht ganz so unstrittig ist hingegen der vorgesehene und nun genehmigte Bau der Deichverteidigungswege in der Stadt Lüchow. Vor allem beim Kauf der für den Wegebau nötigen Grundstücke gebe es noch einige Schwierigkeiten, so JDV-Geschäftsführer Peter Hildebrandt. Mit dem Kauf der nötigen Flächen sei begonnen worden, er sei jedoch noch nicht abgeschlossen. Und die Verhandlungen gestalteten sich in einigen Bereichen schwierig, so Hildebrandt. Ursache dafür seien die festgelegten Kaufpreise, die einigen Eigen-tümern zu niedrig seien, erläuterte Deichhauptmann Axel Schmidt. »Ob es nötig sein wird, zu enteignen, ist nicht absehbar», so Peter Hildebrandt auf Nachfrage.

An der Notwendigkeit der Baumaßahmen ließ Deich-hauptmann Schmidt keinen Zweifel. »Gerade hier in Hitzacker sind die Hochwasser-unglücke in der ganzen Welt gegenwärtig und verdeutlichen eindringlich die Notwendigkeit eines vorbeugenden Hochwasserschutzes», so Schmidt. Wenn der nun genehmigte letzte Bauabschnitt fertiggestellt ist, wird »der Hochwasserschutz für Hitzacker und alle Orte in der Jeetzelniederung bis oberhalb von Lüchow sichergestellt sein», betonte der Deichhauptmann. In die verschiedenen Maßnahmen werden dann insgesamt über 74 Millionen Euro geflossen sein: rund 32 Millionen in die Hochwasserschutzanlagen in und bei Hitzacker und 32 Millionen Euro in den Bau von rund 57 Kilometern Deichverteidigungswegen, Deicherhöhungen, das Schaffen von Überflutungsflächen und vieler anderer Projekte. »Der Jeetzeldeichverband ist uns lieb – und eben auch teuer», resümierte Umweltminis-ter Sander. Der Hochwasserschutz in Lüchow-Dannenberg sei jedoch »eine der landesweit wichtigsten Maßnahmen in diesem Bereich in den zurückliegenden Jahren», und man dürfe nie vergessen, worum es bei solchen Projekten gehe: »Nämlich um die Menschen.»

Quelle: ejz.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s