Jeetzelniederung vollends geschützt

Veröffentlicht: Oktober 29, 2008 von fluthelfer in Hitzacker
Hochwasserschutz in Hitzacker offiziell eingeweiht

as Hitzacker. Früher wurden Städte vor Gefahren mit Hilfe von Wehrmauern, Zugbrücken und Wehrtürmen geschützt, heute wird Hitzacker, das seit Menschengedenken vom Elbehochwasser bedroht wurde, von der neuen Hochwasserschutzmauer, Sieltoren und dem leis-tungsstarken Schöpfwerk geschützt. Diesen Vergleich zog der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff ges-tern bei der offiziellen Einweihung der neuen Hochwasserschutzbauten der Elbestadt.

Symbolisch übergab er den Schlüssel für das Schöpfwerk an Deichhauptmann Heinz Anders, Verbandsvorsteher des Jeetzeldeichverbandes, der im Auftrage des Landes als Träger der Schutzbauten fungiert.

Wulff erinnerte sich exakt daran, als er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die vom Elbehochwasser heimgesuchte Altstadt Hitzacker besucht hatte. Damals sei ihm klar geworden, dass in Hitzacker schnellstens gehandelt werden müsse, um die Menschen und ihr Hab und Gut künftig für Hochwassergefahren zu bewahren. »Selten hat Politik in einem so kurzem Zeitraum so etwas wie diese Schutzbauten in Hitzacker realisiert», unterstrich Wulff nicht ohne Stolz. Er lobte alle Beteiligten, die sich für den gelungenen Hochwasserschutz aktiv eingesetzt hatten. Der Ministerpräsident verdeutlichte, wie wichtig der Landesregierung der Hochwasserschutz an der Elbe ist: So werden in diesem Jahr 26,5 Mio. Euro an der Elbe verbaut, in »Restniedersachsen» sind es nur 18,7 Mio. Euro.

Deichhauptmann Heinz Anders betonte: »Erst durch die Schutzbauten in Hitzacker ist der Hochwasserschutz für die gesamte Jeetzelniederung, der mit dem Bau der Jeetzeldeiche zu Beginn der 50er-Jahre begonnen wurde, nun vollendet worden.» Dies sei schon jetzt ein wichtiger Meilenstein für die Bevölkerung in Hitzacker und an der Jeetzel, auch wenn die Bauarbeiten an der Jeetzel im nächs-ten Jahr noch fortgesetzt werden. Der Bau der Hochwasserschutzanlagen sei für die den Schutz der gesamten Niederung der zweckmäßigste und mit 37 Mio. Euro auch der vergleichsweise kostengünstigste gewesen, erinnerte Anders an die Abwägungsphase vor der Entscheidung für die Schutzmaßnahmen in Hitzacker. Bei der Planung der Projekte sahen sich Vorstand und der Ausschuss des Jeetzeldeichverbandes mit Einschränkungen durch Vorgaben des Denkmalschutzes, der FFH-Richtlinie und des Biosphärenreservatgesetzes konfrontiert. Und als der Vorstand im Jahre 2004 die ersten Bauaufträge vergeben hatte, hätten Stadtrat und einige wenige Anwohner noch gegen die Schutzanlagen geklagt.

Unter Beifall bedankte sich der Deichhauptmann bei den fleißigen Bauarbeitern für die schnelle Umsetzung der einzelnen Projekte, die nur durch mehrere zwischenzeitliche Elbehochwasser gebremst wurden. Planer, Genehmigungsbehörde und Geldgeber hätten die Basis für einen zügigen Bauverlauf geebnet.

Quelle: ejz.de

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